Creator:
Bayle, Pierre Gottsched, Johann Christoph La Croze, Maturin Veyssiere
PURL:
https://dibiki.ub.uni-kiel.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:8:2-9483

ronto , , der areu« ! dner , Eon - hin» chsten eines einer
nd de Varer
i wel - lariuS «ten : vesen , acituS rdenp >üthig iä vU Ia , vir lifera - . 98 )
locus
erichte außer - : attu« it dem ireliuS fttzw . Er ist wesen , atheli - ! dlamr »achte , r , daß der nal in diesen
wsnt .
>d daß vollen , so ur - ne hat hoben »rtial« f eben jaben . n , daß keinen r dem , von nacht , i dem S nicht einem erkiest >s m . eil der Schü - enosse nmale ch de« lso al - mfo , , Lib . Eonfu« ; n ha« theilet
. daß iAu - isterli - > ihm Iben er XIX p . de« auch : Cap .
von >e e« redet , >aß er gro , Gro - ) t ha - im 6 con - Vir» isular > , daß imste
I P * - KV rf leliilg
cum obtinebat . Hic cum vefpeti a coena fero doraum rediiflet , in - tellexifletque ex eo . cui pafrocinium pollicitus erat , principem ius reddere , vefte coenatoria indutus , vt erat , in ius venit . Xiphilin . in Hadriano , pag . in . 265 . Er müßte also zum wenigsten 40 Jahre alt ge - wesen seyu , als dieser Prinz im >zs Jahre gestorben war .
( * ) Fuit igiturCornelius Fronto Catius orator nobiliflimus , Ro - nianae cloquentiae non fecundum , fed alterum decus ( quainquam illi Macrobius ficcum dicendi genus adfcribat ) Antonini Philofophi praeceptor . Catanaeus in Pliii . Epift . XI . Libr . II , pag . 98 . Diese te , Fronto Romanae facundiae non fecundum fed alterum decus , werden vom Savaron in 5idon . Apol . Epift . X , Libr . VIII , pag . 524 , als aus einer Lobrede Maximians genommen , angeführt .
( E ) Er saget einen sehr gründlichen L . chrsprvch . Z ES ist ein Unglück , saget er , unter einem Kaiser zu leben , der niemanden erlaubt , «was zu thun : allein , eS ist noch ein größer Unglück , unter einem Kaiser zu seyn , der jedermann erlaubt , alles zu thun , was ihnen gefällt . Der Auszugmacher des Dio , Tiphilin im Nerva , auf der 240 S . bey mir , hat uns diesen Spruch erhalten ; allein er hat den Faden der Er - Zahlung dergestalt abgeschnitten , daß man rarhen muß , wenn man er - kennen will , bey welcher Gelegenheit der Consul Fronto also geredet hat . Vermuthlich ist es damals geschehen , als er gesehen , daß man »ach Ab - schassung der Unordnungen , welche die Angeber . . unter dem Domitian eingeführt hatten , Ausschweifungen begierig , die noch viel größere Ver - wirrungen verursachten . Es ist wahrscheinlich , daß sich die Sache also zugetragen hat . Man hat die genausten Untersuchungen wider die An - geber angestellt ; und sie mit der verdienten Schärfe bestraft . Allein , es hat ein jeder unter dem Verwände , dieses verfluchte Geschlecht , und diese ossemlichePest auszurotten , seine Feinde , als gewesene Angeber an - geklagt , um sich dieselben vom Halse zu schaffen . Die Gelindigkeit des guten Nerva , nebst dem Haffe , den man wider Domitians Creaturen gefaßt harte , haben tansend Ungerechtigkeiten Thor und Thür eröffnet ; fi> daß Fronto , da er die Regierung des Nerva mit Domitians seiner verglich , diese für schlimmer , als die andre , gehalten hat . Man hat sich seinen Lehrspruch zu Nutze gemacht ; denn der Kaiser hat viele chungen und Erkundigungen einstellen lassen . Ebendaselbst .
( F ) JVum glaubet , daß lmser Cornelius Fronto eine Rede wi - Ver die'Christen gemacht . ] Man gründet sich hierauf . Der Hei - de Caeilnis in dem " Gespräche des MinutiuS Felix , wirft den Christen viele Abscheulichkeiten vor , und führet dasZeugniß einesNednerö an , der von Cirte , einer Stadt in Aftica , gebürtig gewesen ist : Et de conuiuio notum eft : pallim onines loquuntur : id etiam Cirtenfis noftri tefta - tur oratio . Man hat die Christen beschuldiger , daß sie an ge - wissen Tagen zusammen kämen , einen Schmauß zu halten ; daß sich alle ohne Unterschied des Geschlechtes und Alter« dabey einfänden , und daß man , wenn sie vom Trünke erhitzt wären , einem Hunde' ein Brodr vor - würfe , den sie an den Leuchter angebunden hätten ; daß der Hund , wenn er nach dem Brodle führe , den Leuchter umrisse , und daß alsdann , wenn kein Licht in dem Versammlungsorte mehr wäre , die beyden Ge - schlechter sich auf ein Gerathewohl vermischten , und eine jede MannS - person sich mir der ersten Frauensperson besudelte , die ihm im Finstern in die Hände fiele , eS möchte Schwester , Tochter , oder Mutter gewesen seyn . Ad epulas folemni die cocunt , cum omnibus liberis , fororibus , matri - bus , fexus omnis homines ctomnisaetatis . Illic poft multas epulas , vbi conuiuium ealuit , et inceftae libidinis feruorebrietate exarfit , canis , qui candelabro nexus eft , iaöu offulae vltrafpatium Iincae , qua vin - dius eft , ad impetum et ßltum prouocatnr : fic euerfo etextinäocon - fcio luminc , impudentibus tenebris nexus infandae cupiditatis inuol - uunt per incertum fortis : et , fi non oranes opera , confcientia kamen pariter incefti ; quoniam voto vniuerforum appetitur , quidquid ac - cidere poteft in adtu fingulorum . Minucius Felix , p . m . 89 , '90 . Wenn der Christ Octavius in eben diesem Gespräche de« Minucius lix , diese unverschämte Lästerung widerleget , so beobachtet er , daß dieser Zeuge , den man wider ihn augeführet , Fronto geheißen , und daß man ihn nicht als einen Zeugen , der feine Anlage tyut , sondern als einen Redner , der da lästert , ansehen müsse . 8ic de ifto et tuus Fronto , non vt affirmator teftinionium fecit , fed conuicium vt Orator afperfit . Ebendas . zc - z S . Man hat also keine Ursache , zu zweifeln , daß nicht ein Redner , Namen« Fronto , eine abscheuliche Lästerschrift wider die Chri -
Fugger . 551
sten gemachet hätte ; allein , die Frage ist , ob dieser Fronto , und berjeni - ge , der den Marcus AureliuS in der Redekunst unterwiesen hat , einer« ley sind . Der RechtSgelehrte , FranciscnS Balduin , i „ Prolegom . ad Minutiiun Felicem , ist dieser Meynung zngethan , und eignet diese Rede lieber dem Redner Cornelius Fronto , de« Marcus Aurelius Lehrmeister , als den , NechtSgclehrten Papvrius Fronto zu , dessen in den Pandecren gedacht wird . Rigaut billiger diese Meynung Balduins in Notis ad Minut . Felic , pag . tn . 89 . Er führet den Lampridius , an statt Capitolin« an ; denn es ist Capitolin und nicht Lampridius , welcher erzahlet , daß Cor - nelius Fronto dem Marcus AureliuS die Redekunst gelehret hat . Etliche andre Ausleger , als Wower und Elmenhorst , versichern ausdrücklich , daß der RednerCorneliuS Fronto , des Marcus AureliuS Lehrmeister , derjenige ist , von dem in dem Gespräche des Minutius geredet wird . Dalläu« versichert ebendasselbe ohne das geringste Bedenken ; er hat dadurch da« wahre Alter des Minutius fest gesetzt , und rechtfertiget sich wegen de« Zeitrechnungfehlers , den man ihm vorgeworfen , «nd welchen man inder Art , wie er einiae Namen geordnet har , zu finden geglaubet hat - Er hatte den Minutius Felix vor dem Irenaus und Clemens von Alexandrien ge - seht . <£a i ( r mir nicht unbewußt ( * > saget er , daß ihn euer Bcl - larmin nach dem Termllian seyer , und daß Rigaud , der andren nicht ju gedenken , gleiche Meynung davon bar . Allein ich habe meine Ursachen , anders davon zu urrbeilen . Zvcnn Minut . in Oöau . pag . 3n und 92 redet von dem Redner Fronto , ans der Sradr Cirte in Africa gebürtig , als von einem iTitnfchen feinev Seit , und als von dem Freunde^desjenigen - Heiden Cäcitius . den cravius in eben diesem Gespräche zum Chriskcnchume bekrlirc hat . Nun isi es gewiß , Saß Fronto bereits unter dem I Anto« nin gelebt hat , welcher ungefähr im i9i Jahre unstrs Heiland» gestorben , und daß er des Antonin Verus ( Hier , in Melit Libr . deScrip . Ecclefj und des Marcus Aurelitis ( * ) Replique a Adam et aCottiby ] III Partie , chap . Vlir , p . m . 187 . Ich setze seine Anführungen , ohne etwas darinnen zu andern , her ; ich bemerke nur , daß die ans dem Marcus de Vita fua , Libr . XU , nicht richtig ist , er hätte des IB . 8 Cap . anführen sollen .
Ich werde hierbcy drcy Dinge sagen : I . Daß e« nicht gewiß ist . ob Minutius von dem Redner Fronto , als . von einem Manne seiner Zeit und Freunde de« Heiden Caciliu« geredet hat ; denn die Worte fis noftri können nur bedeuten , daß Cäeiliüs und derjenige , mit welchem er redet , aus eben demselben Lande , al« dieser Redner gewesen sind . Ein Normann , der 60 Jahre nach dem Tode des Malherbe qebohren worden , würde keine Schwierigkeit machen , denselben unstrn Malber - be zu nenen . Es ist ganz gewöhnlich , daß ein Engländer , ein Deut» scher , und andre Nationen , einen Schriftsteller ihres Landes , unsern der und der anführt , obgleich ein solcher schon vor etlichen Jahrhunderten gestorben ist . Wenn Dalläu« in der von mir angeführten Stelle zum P . Adam saget : Euer Dellarmin , so will er nicht sagen , daß diese zween Jesuiten zu gleicher Zeit gelebt haben . II . Dieser Ausdruck de« Dalläu ? , es ist gewiß , daß Fronto bereits unter dem I Antonin gelebt hat , ist nicht von einem Manne , der sich erinnert haben kann , daß Fronto unter dem Kaiser Hadrian dem ersten , unter den Sachwal - tern zu Rom den obersten Platz behauptet hat . Siehe oben in der Armer» kung ( 0 ) die angeführte Stelle Xiphilins . III . Im Grunde nehme ich die Meynung de« Dalläus an ; ich glaube , daß unser Cornelius Front» ebenderselbe ist , den Minutius Felix angeführet hat : und also wissen wir sein Baterland , er ist von Cirthe in Numidien gewesen . Man werfe mir nicht ein , es fey mchr wahrscheinlich , daß ein so geschickter Mann , ein so berühmter Redner , die rhörichten Mährchen und schändlichen Lä , sterungen in einem Buche angenommen hätte , welche parteyische unk» unvernünftige Gemüther wider die Christen ausgestreuet . Wir wollen von jenen Jahrhunderten nach dem 16 und 17 urtheilen . Wo sind mehr Leute , welche die allersälschesten und allerheftigsten Beschuldigungen wi» der die Gegenpartey aus eine wüthendere Art ausstreuen , als unter den öffentlichen Rednern ? Sind es nicht diese gewesen , welche im XVl Jahrhunderte die Protestanten auf das allervenvegenste verleumdet ha , den ? Dieses Exempel mag statt aller andern dienen : Sic vrntrn inllar ornniurn !
Fuggev ( Huldrich ) gebohren zu Augspurg , aus einer , wegen ihres Alters und Reichthums ,
ju— \ - c - r , . . . »umö . , sehr ansehnlichen Famk - ^
lie ( A ) , verdienet hier wegen der Neigung einen Platz , die er gegen die Wislenschaften und Gelehrten bezeugt hat . Er ist Kammerer Pabsis Pauls des IU gewesen , und hat nach diesem die protestantische Religion angenommen . Er hat viel Geld verwendet , die guten Manuskripte der Alten zu sammlen , und sie dmcken zu lassen ; und in dieser Absicht hat er den ten Heinrich Stephan einige Zeit in seiner Besoldung gehabt . Seine Familie ist weaen dieses Aufwandes so übel mit ihm zu - frieden gewesen , daß sie einen Proceß wider ihn angestellet , und ihn der Verwaltung seiner Güter unfähig erklären lassen . E» beobachten einige , ohne ein Wort von der Aufhebung dieses Urtheilö zu sagen , daß ihn , der wider ihn gefällte Ausspruch in eine Schwermuch gestürzet , die ihn fast bis ins Grab begleitet habe« . Allein seine Grabschrift bezeuget , daß er bey diesem har» ten Stoße unbeweglich geblieben ; daß er in den Besitz seiner Güter wieder eingesetzt worden , und daß er von seinem Bruder geerbet habe^k ) . Er hatte sich nach Heidelberg begeben , wo er im 58 Jahre seines Alters , im Brachmonate i5S4 , jqtot - bett , welcher sehr ansehnlich gewesen h und ein Capital zur Unterhaltung voi , 6 Studenten , . . . für die Armen gemacht , wie man auf seinem Grabmaale sieht . Er hatte die Bibli - Gassarus , gekauft , und dieses ist ein guter Handel gewesen ; denn dieser Arzt war ein rechter Helluo Librorum , wenn wir dem Melchior Adam hierinnen glauben c . Uebri'qens ist Huldreich Fulger nicht der erste von seiner Familie gewesen , der eine schöne Bibliothek gehabt . Wir lesen im Melchior Adam % daß Hieronymus
Wolf , da er nach Augspurg ~ —1e s~ »' *
die Vorsorge der berühmten '
Wissenschaften gewesen : 6 . . , , . . . . —— _ _
kardinale von Granvelle in Hochachtung gestanden , der ihm öfters geschrieben hat . Alan hat 1692 f einen Brief geben , den er den 21 des Heumonats 1564 in italienischer Sprache an ihn geschrieben hat .
Beatus Rhenanus machet uns einen großen Begriff von der Pracht und dem Geschmacke 2lntono und Napmundo Fug - gero . Er deschreibt die Schönheit ihrer Häuser und lhrer Gärten . Man hat darinnen vottreffliche Schildereyen , die wich -
1 / . . - . j . . . - s . ur— ^Man sehe den Brief , den er an den Lelbar ; < -
. t— " den philologischen Briefen , die
• ) Pa -
f

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.