Creator:
Bayle, Pierre Gottsched, Johann Christoph La Croze, Maturin Veyssiere
PURL:
https://dibiki.ub.uni-kiel.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:8:2-9465

Ii'tnt * ge -
oder 1 ) 1 . 2»
MI
te
lierte
pm
) urg ) en , ; des «ins pfem m .
. ) »
eine
litzer
mit et ist .
zrvo er ,
ist zu >ween
ectur I tabu -
depitK
ffoilti ES ftyn ,
: Biese
allen ioben rn die ' seine
I'Ar - . Don Noti« ltis il .
ian in
XIV
Ii - er - fürst - Utt Na -
* <$ * »upt , r von dein
Fronto . 549
dem Geistlichm herausgegeben , dle dergleichen Gattung von Poesien gemacht haben ( B ) . Moreri hätte nicht versichern sollen , daß Johann Sleidan den Froissard ins Lateinische übersetzet hat ( C ) . Er hat noch etliche andre Schnitzer gemacht , die in der ersten Anmerkung angezeiget werden sollen .
La Popeliniere beschuldiget den Froissard , daß er den Engländern allzuviel Lob ( - ) , und den Franzosen nicht genug gegv . den habe : weil ihm diese seine Arbeiten nicht bezahlt , und weil er von den andern ein gutes Gehalt empfangen hätte f .
« ) Voflius , de Hilter . Latin , p . 54Z . Valer . Andr . Biblioth . Belg . p . 503 . bekriegt sich , wenn er dieseHistorie im IZ55 Jahre gen läßt . La Popcliniere , Hift . des Hiftoires , p . 434 . läßt sie im >33 ; Jahre anfangen . ^ » ) Siehe eine artige Beschreibung hu
^ullart , Acadein . des Arts et des Sciences , Tom . I . p . 125 . din , Meth . Hift . cip . IV . p . m . 58 .
r ) La Popeliniere , Hift , des Hift . Liv . VIII . p . 434 .
„ . ervon im Siehe auch den Bo -
( X ) Br hat im XIV Jahrhunderte geblüht . ^ Ich begreife nicht , wie sich Voßius hier hat verirren können : er bekennet , daß sich Froissard lange Zeit an dem Hofe der Prinzeßinn Philipp« , einer Tech - ter des Grafen von Hennegau , und Gemahlinn Eduards des III , niges von England , aufgehalten . Diu fc & atus eft regum prineipum - que familias , imprimis Philippae . . . Eduardi III , Anglornm kreis , vxoris . Voflius , de Hiftor . Lat . p . 543 . 544 . Hätte man ihn also zu Anfange des XI Jahrhunderts , nicht als einen Greis ansehen müssen ? Bullart , Academ . des Sciences , Toni . I . p . 12fi . leget ihm UM dieselbe Zeit 67 Jahre bey . Warum saget er denn , daß Froissard unter dem KaiserthuMe Ruperts , d . i . vom 1400 Jahre angefangen hat , be - rühmt zu werden ? Man muß wissen , daß Froissard gereiser ist , der Prineeßirm Philippa , Eduards III Gemahlinn , die ersten Bücher seiner Historie zu überreiche» . Moreri , der sich vom Voßius verführen lassen , sehet diesen Historienschreiber ins XV Jahrhunderte . La Croix Du Maine ist auf das Widerspiel gefallen , indem er ihn im 1326 Jahre , sie - ven ^ahre vor seiner Geburt , blühen läßt . Er ist ungefähr im 133z Iah - re aebohren worden , wie man aus feinen Schriften sehen kann . Eben - daselbst . Moreri ist um soviel weniger zu entschuldigen , da er gesaget , daß dieser Schriftsteller seine Cbronike Eduarden dem III , ge von Btgelland , , »geschrieben hätte . Jedermann weis , daß die , jer Monarche im 1377 Jahre sehr alt gestorben ist . Und wie Moreri anderswo erkannt , daß diese Chronike bis aufs 1400 Jahr geht , so ist leicht zu sehen , daß seine Ausdrücke wegen dieser Zuschrift nicht rich - tig sind .
( B ) Menage würde ihn dem Verzeichnisse beigefügte haben , Das or von den Geistlichen gegeben hat , die verliebte Verse ge - macht haben . Z Denn der einzige Titel von Froissards Gedichten te ihn belehren können , daß er hier eine sehr geschickte Materie hatte , ihn in dieses Verzeichniß zu setzen . Hier ist dasjenige , was man indem Pasquier findet . Recnerches , de la France , Liv . VII . chap . V . p . 612 . Derjenige , der diese neue Poesie , wie ich sehe , ( nämlich die konigli - chen Gesänge , iBalladen , Rondeaux und Pastoralen , ) sehr befördert Hat , ist Johann Froissard gewesen , der uns awd> mit dieser gen Historie besthenket hat , die wir von ihm von den Zeiten , Philipps von Valois , bis aufs 1400 Jahr haben . Und ich wun , vre mich , warum er von dem Alrerthume nicht als ein Poer angepriesen worden : denn ich habe ehmals in der Bibliothek
„ Gefängnis , königliche Gesänge zur Ehre unsrer lieben Frauen , „ das Stücke von dem verliebten Spinerre , Dalladen , Virelaix „ und Rondeaux , die Vereheidigung der Rost und Viole . , , Ich habe diese Titulatur von tt>ort ; u tPorte anführen wollen ; um so viel mehr , da unsre ganze Dichtkunst seit langer Zeit in dergleichen Tändeleien bestanden hat . Das Verzeichniß des Me - nage steht im Ii Bande des Antibaillet , auf der 334 u . f . Seite .
( C ) Moreri hatte nicht versichern sollen , daß Sleidan den Lroisiard ins Latein übersehet hane . ^ Sleidan hat nur Auszüge aus dem Froissard gemacht , und wie dieler Geschicht>chreiber sehr weit» läuftig , und mir vielen unnützen Umständen sehr überladen ist ; so hat sich« gefunden , daß Sleidan . da er nur die nützlichen Sachen auögelestn , einen großen Band in ein kleines Buch gebracht hat , das man in die Tasckc stecken kanu . Ich habe diesen lateinischen Atiszug iho nicht bey der Hand , ich bediene mich also der ftauzösiichen Ucbcr>ebung , um ei» Stück aus der Vorrede anzuführen , welches meinem Leser Froissards Lehrart zu erkennen geben wird . „ Es ist zwar der ftanzösische Band
%
. ungen . oder Abhandlungen und Sittenlehren sind , welche . . - Herr Johann Froissard , Priester und Chorherr zu Canay , «aus der Grafschaft - Hennegau , und zwar aus der Stadr Va , „ lentianes gebürtig , mit - Hülfe Gottes , und der Ä . »ebe , ; ur Tbtt «rrachmng vieler Edlen und Tapfer» hat aufschreiben , und , n S , Ordnung bringen lasten , und dieselben im 1362 Jabre der Gna» „ de angefangen , und im 1394 Jahre der Gnade beschlossen hat .
— M» - * — Hand«
der
^Die'Ursache ist ; weil der Urheber jede Sache weitläustig ausführet : „ und die Wahrheit zu sagen . er halt sich zuweilen allzulange auf , und „ ist allzuüberflüßig , wenn er die Kriegszurüstungen , die Scharmützel , die „ Zweykämpfe einzelner Personen , die wider einige Oerter vorgenomme - „ nen Stürme , die Anschläge und Entwürfe der Prinzen beschreibt ; um „ so vielmehr , sage ich , da an der Erzählung solcher Dinge nicht viel ge - „ legen ist ; so habe ich dafür gehalten , daß es im geringsten nicht nöthig „ sey , dieselben einzuschalten ; sondern mich nur an dasjenige gehalten , „ was das vornehmste ist , und worinnen der Nutzen besteht , den man „ von der Lesung dieses Werkes erwarten soll „
§ - Ich habe nichts bemerket , daß die gothischen Ausgaben dieses Geschichrschrelbers , zu Paris , bey Johann Petit , ohne Jahrzahl , und ben Anton Berard , auch zu Paris , und gleichfalls ohne Jahrzahl , im Grunde von denen , vom Dionysius Sauvage , zu Lion 1559 . und zu Pa - ris 1574 , uuterschieden wären ; allein , diese sind weder getreu noch rich - tiq , die einsaitige Sprache des Verfassers findet sich auch nicht mehr darinnen . Sorel . Bibl . Fr . ch . n , p . 198 , Ausgabe von 1664 . Wie die Framosen den Froissard der Parteilichkeit gegen die Engländer beschuldi - a - n , so haben sie seine Historie hin und wieder verstummelt , von cher man gic . chwohl ein sehr vollständige« Manuseript , mit schönen klet - nen Malereyen geziert , auf der St . Elisabeth Bibliothek in der Stadt Breslau verwahret . Non nego inagnarn pidhirarum eleeantiarn eile : ( es wird von diesemManuscripte gehandelt ) fed rnaiora hic funt , quae aniuuim meum ameiunt . Putat Orbis eruditus , fetextum Froillardi egregie poflidere , quem Dionysius Saluagius , Regis Hen - ticilliuffu quinquagefimo nono fuperioris feculi anno , Lugduni pu - blicauit , fed foede deeipitur , cum codex hic impofturam detegit , et Saluagii manu , omnia quae aulae Galjicae difplicebant , deleta , vix . que decimani Hiitoriae partem integrain reliäani eile manifeftuia reddit . Gottlieb Kranz , in seinen Memorabilibus Bibliothecae Elifabe thanae Wratislauienfis . Breslau 1699 .
»Da« Paradies der Liebe , der Tempel der Ehre , eine Abha ^ , lung , worinnen er den LNonar May lobet , die Blürbe „ Margaretha , viele verliebte Stücke , Pastoralen , das verliebte
FrvNto ( Marcus Marcus Aurelkuö und Lucius richtung einer Bildsaule zu we^ ,
stund das Latein vollkommen c . Es ist eine Secte von denen entstanden . die ihn zum Muster ihrer^Beredfamkeit aVnömmV» . man hat sie Frvntonianer aenennet d . Man kann durch eine Aufschrist beweisen <■' , daß seine Nachkommen mir L» E ; late beehret worden . Es ist nicht außer aller Wahrscheinlichkeit , daß die Rechtsgelehrten , Namens ? ^ / Zlt in den Pandecten gedacht wird , von ihm abgestammet sind ; allein dieses ist ohne den geringsten Beweis . wenn Redner eben dieses Namens , in Aquitanien , und sonderlich in Auvergne zueignen wollte ( C ) . Einige wollen hJ Lei ? Fronto eben derselbe sey , dessen Plinius der jüngere gedenket , oder derjenige , von welchem in dem 56 Sinnaed . » , ^ ^ Martials geredet wird . Dieß ist nicht ohne Schwierigkeit ( 0 ) . Man würde sehr Unrecht tbun , wenn man t5n lichten demjenigen Fronto unterscheiden wollte , der unter dem Kaiser Nerva Eonsul gewesen . Er saget einen sebr aründiich - n lebr - spruch ( E ) . Es giebt Leute , welche vorgeben , daß unser Cornelius Fronto eine Rede wider die Christen aeinacbt ( F ) Er bat den Marcus Aurelius nicht nur die Redekunst gelehret ; er hat ihm auch sehr gute Sittenlehren gegeben s die eine febc aroße Verwandtschaft mit den Pflichten der Konige haben . '
<0 Ich weis nicht , woher Moreri den ersten Vornamen Pristus hergenommen hat , den er ihm giebt . i ) Capitolin . in M . Au , rel . C . 1 , UNd in Lucio Vcro C . 2 . c ) Aul . GclIiuS Lib . II , c . 26 , Lib . XIX , c . 8 / 10 und lz . d ) Frontoniani , Sidön . Apollinar . Ep I Lib . I . e ) Deym GtUteru6z69S . f ) Bertrand , de Iurisperitis , Lib . Ii , p . m . 290 . M . Aurelius de fe ipfc , Lib . l , n . 8 . *
( A ) T>ie Ehre des Tonsulats und die Aufncktung einer ^>ild> saule . Hier ist eine Stelle des AusoniuS ( in ( Zratiarurn aÄione p .
714 ) das Cdnsiilat betreffend . Vnica mibi ampIeSenda eft Frontonis unitatio , quem taraen Augufti magiftmm fic Confulatus ornauit , Vt praefeciura non cingeret . Sed Confulatus ille cuiusmodi ? ordinario ftifteäus , bimeftri ( patio interpofitus , in fexta anni parte confum - tns ; quaerenduni vt reliquerit tantus orator , quibus conlulibus gef - «erit confulatum . Man sehe dergleichen ^^edanken oben in dem Ani» kel^>albus . Diese Worte belehren uns , daß Fronto nur zweett Mona - re Consul gewesen , das heißt , daß er nur an die Stelle eines von den od - dentlichen Consuln , ins Consulat einqesebet worden , der zween Monate vor dem Ausgange des Jahres gestorben , oder abgesetzt worden war .
Dieses hat einen großen Unterschied unter der Wohlthat des Marcus Aurelius , und der Wohlthat Gratians gesetzt : denn Auson ist vom Gratian , seinem Schuld ? zuin ordentlichen Consul gemacht worden .
Dieser Poet hat befürchtet , er möchte sich , wenn er dies« Anmerkung in
seiner Danksagung gegen benGratian machte , dem Vorwurfe aussehen , daß er sich mit dem Fronto vergliche ; weswegen erdieser Einwendung aufeine sinnreiche Art vorgebeuget hat . Ich will feine Worte anführen , weil sie mit einen Beweis , so wohl von der Erkenntlichkeit des Marcus Aurelius ge« gen den Fronto , seinen Lehrmeister ; als von der Hochachtung , die man gegtn den Fronto gehabt , darbierhen Ecce aliud quod aliqms op - ponat . In tanti te ergo oratoris faftigiuin gloriofus attollit : Cui talia reqliirenti refpohdebo breuiter : Non ego me contendö Fron - tüni , fed Antonino praefero Gratianuin . Ebendas . Wir wollen noch «inen andern Beweis von eben dieser Erkenntlichkeit anziehen . Mul - tmn ex hisFröntoni detulit , cui et ftatuam inSenatu petiit ; ( hier ist die Ausrichtung der Bildsäule ) Proculum vero vsque ad Proconfula - tiim proueiit . Capitol . in M . Aurelio c . » . Weil Capitolin ket , daß Proculns , einer von den Svrachlehrern - die den Marens Aure - lius unterwiesen hatten , zum Proeonsulare erboben worden , m , d nicht gesagt , daß Fronto zur bürgermeisterliche» Würde gelanget sey : so muß

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.