Creator:
Bayle, Pierre Gottsched, Johann Christoph La Croze, Maturin Veyssiere
PURL:
https://dibiki.ub.uni-kiel.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:8:2-9389

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Franciscus der I .
von demjenigen verursachet worden , der ihm nachfolgen solfte . Dieje : nigen , die den Herzog von Orleans vergeben , haben vielleicht zweymal
inferior ! 2 Rege patefieri . Akiat . Epiftola XXIII , intcr Gndianas
- vw . WW . . . . I . pag . i°9 - Er hat auch zur Belohnung jährlich ein Gehalt von - cx - « , '
hundert tausend Menschen da« Leben erhalten ; und vielleicht auch Frank - Thaiern an guten Pfründen gefordert . Die Zuversicht , niit welcher reich der kläglichen Schande überhoben , die Ordnung der Erbfolge zu stö - er geredet , ist Ursache gewesen , daß sich Franciscus überredet : es müsse ren . Siehe die Anmerkung ( S ) des Artikels - Heinrich der II . etwas wirkliches in den außerordentlichen Versprechungen dieses Man -
( 8 ) Der Zuname des großen , ver ihm nach seinem Tode bevge - " es seyn . Er ist nach zwoen Lehrstunden zurück geschickt , und mit ei» legt worden , ist von keiner Dauer gewesen . ] Daß man ihm diesen nf ? v ? e^e' S * °° , n begnadiget worden . Ebendaselbst . Zunamen nach seinem Tode gegeben hat , belehret mich Theodor Beza , in . ^ Orleans , der andere Sohn Franc , stus
der Historie der resormirten Kirchen . I B . z» Ende der 66 S . Allein , daß die . des I . hat den protestantischen Fürsten m Deutschland angebo - sts nur ein Uebergang gewesen , schließe ich daraus , weil die ganze Welt ^ » bLe Ent^ckung
saqet und schreibt , Franciscus Verl , und nicht Franciscus dergroße . iU verdanken . Er hat
Man saget , man schreibt , - Heinrici ) Oer vierte , oder - Heinrich der Bargasbekannt gemacht , die
große . Dieses ist einerley . Es würde eben so mit Franciscus der n U i3cm Spanischen ubersetzt , und mir vielen lehr gründlichen An - evjie , und mit Franciscus dergrofie seyn , wenn dieser lebte Titel nicht gleich nach seiner Geburt wieder weggefallen wäre . Es ist nicht nöthig , zu erinnern , daß der große Ronig Franciscus der I , und Franciscus der große , von sthr unterschiedener Bedeutung sind .
( T ) Verfahren vergessen sollten , welckes ihm und ihnen von besagtem Raiscr begegnet , , und im Falle sie sich deswegen nicht rächten , wenn er es bey feinem Heben nicht selbst tbun konnte , wie er hoffte ; daß er ihnen alsdann seinen Fluch gäbe . Addit . aux Me' - nioires de Caftelnau , Tom . I , pag . 420 .
( U ) Man hat falschlich vorgegeben , daß Franciscus der I , nach einer langen Unfruchtbarkeit seiner Mutter , gebohren wor , den . ] Viele von denen , die das Leben des Franciscus von Paula her , ausgegeben , haben versichert , daß die Prinzeßinn Louise von Savoyen ,
Carls von Dalois Gemahlinn , bey diesem heiligen Manne das Unglück ihrer Unfruchtbarkeit betveint ; und sie hat , fetzen sie dazu , diese Unvoll - kommcnheit sehr lange empfunden . I ) m fterili . Theoph . Raynaud .
Syntagm . de Libris propriis Art . LVI , pag . 6z . Apopompaei . Fran , ciftus von Paula hat sie , durchsein Gebeth , davon befreyt , und des -
WW grundlichen . . . . Merklingen geziert hat . Er hat unter den papieren des Cardinal« von Granvelle , den Verhaltungsbefehl gefunden , den der Herzog von Orleans seinem Secretar und Rammerdiener gegeben , als er ihn zu dem - Herzoge von Sachsen , den Landgrafen von - Hessen , uni» andern protestantischen - Herren geschickt , welche in Frankfurt zu , fammen kommen follteN . I - e Vaflor , Lettres et Me'moires de Vargas , pag . 24 , 25 . Ausgabe von 1700^ Er ist zu Reims , den 8 des Herbstmo - natö 1543 unterfchrieben , und fangt also an : „ Man eröffne ihnen die „ große Begierde , die wir durch Gottes Gnade haben , daß das h . Evan - „ gelium durch das ganze Königreich Frankreich geprediget werden möchte , „ wo wir gern itzv damit einen Anfang gemacht haben wollten . Und „ weil wir , aus Furcht und kindlicher Ehrerbiethung und brüderlicher Liebe , die wir gegen den allerchristlichsten Konig , unfern hochgeehrtesten „ Herrn und Vater , und den Dauphin , unfern ältcsten Bruder , haben , „ uns hüten müssen , dasselbe ftey in unserm Herzegthume Orleans pre - „ digen zu lassen ; weil es unter dem Gehorsame , und der LehnSpsiicht „ unsers besagten Herrn und Vaters steht , zumal da der Pabst , der Kai» „ ( er und andere Prinzen unö hierinnen zuwider seyn könnten , und we - „ gen anderer gegründeten Ursachen , die wir ihnen bey gelegener Zeit „ zu eröffnen uns vorbehalten : so haben wir uns bey den durchlauchtige , » und vortrefflichen Prinzen , dem Herzoge von Sachsen , Landgrafe« „ von dessen , und andern protestantischen Herren treulich vorgesehen , „ um ihnen zu melden ; daß wir ihnen , nach gepflogenem Rache , nament - „ lich und ohne den geringsten Vorbehalt versprechen , dasselbe in dem „ Herzogthume Luxemburg predigen zu lassen , dessen und anderer Länder „ ruhigen Genuß , die uns vermöge des Kriegsrecht« zugehören , von be« „ sagtem Herrn Könige uns gelassen werden wird , wie wir hoffen . Al - „ lein wir wollten , daß es besagten Herrn Protestanten gefallen möchte , „ uns in ein Schutz - und Trutz - Bündniß mit ihnen anzunehmen : wel - „ chewirfehr inständig ersuchen , uns diese gerechte und billige Bitte „ nicht abzuschlagen ; nicht daß sie uns mit ihrer Macht und ihrem Bey - „ stände wider irgend einen besondern Prinzen , sondern nur darinnei» „ helfen sollen , was die Sache der christlichen Religion betrifft , deren „ Vermehrung wir höchlich und vor allen Dingen wünschen ; diese wir» „ durch dieses Mittel in unsern andern Landern , und besagtem König - „ reiche gar leichtlich ins Licht geseht werden , wenn derselbe Herr König , . unser Vater , uns also mit besagten meinen Herrn im Bundnisse sieht , ' . . welche Ursache haben werden , ihm den guten Eifer erklaren zulassen , . 'den man an diesem Orte hat ; und so werden wir uns beständig bey ihm „ entschuldigen , und gegen uniere Widerfahr vertheidigen können . Die -
weaen hat sie den Sohn , mit welchem sie niedergekommen , Franciscus „ entschuldigen , und gegen uniere Wider act>er vertheidigen können . Die nennen lassen . So erzählen sie es . Thcophilus Raynaud hat , auf das „ serwcgen wird es besagten Herrn gefallen , daß , fo bald man besagtes Eu Wort dieser Scribenren , in feiner Trinitas Patriarcharum eben diese „ anaelmm in gemeldetem . verzogthume Luxemburg zu predigen wir !
lich , daß der - Herzog von Orleans dieses nicht ohne Vor'wißeir seines Vaters gcrhan hat . £r redet allzukühn von dem starke» Eifer dieses Roniges , er hiethet die ganze Macht Francis«»« dcs I , allzufre / an . £r machet allzugroße - Hoffnung von dem - jenigen , was geschehen wird , so bald »hn die Prorestanten in ih - ren 2öund aufgenommen haben werden . Alles dieses setzet vor« aus , daß Vater und Sohn gemeinschaftlich gehandelt haben . Ebendaselbst 27 S . Diejenigen , welche sagen , daß die Herzoginn von Erampe ? im Herzen dem Lutherthume angehangen habe , und daß sie zum Vortheile dcs Herzogs von Orleans , und zum Nachtheile deöDau - phin« heimliche Anschläge geschmiedet , ( Siehe oben die Anmcrkuna ( H " i
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chen der Jesuiren , und des heil , $wmcifcu$ von Paula , Patriarchen der Graumönd ) e , vortragt . Allein mau hat ihm gesaget , daß dieses eine große Lügen gewesen , weil Louise von Savoyen , im >y Jahre Witwe gewor - den , und schon Mutter von der Prinzeßinn Margaretha , und dem Pnn , zen Franciscus gewesen war , welches unumstößlich beweist , daß sie ihre lange Unfruchtbarkeit bey dem Francifcus von Paula nicht hat beweinen können . Hoc correflione indiget , saget er ebendas . I^equc emm longam fterilitatem fuam deplorare potuit Ludouica , quae anno actatis vndeuicefimo vidua relidta , dupliectn iam prolem enixa erat ,
Margaritam filiam natam Engolifinae XIAprilis anno 1492 , et Fran . eifeuro , Cognaci editum , anno 1494 , XII Septembris . Er setzet dazu , es habe Hilarion von Coste , der nach diesem geschrieben , dieses in dem Leben des Stifters der Minoriten beobachtet , und t— ihren Beysall dazu gefügt , ( Attipulantur l - '
I^ilir . X , p . <>27 . ebeud . ) weil sie sagen , daßLouise vonSavoyen im »47 ? »wcht , sich mit dem Kaiser zu verbinden , ( Siehe die Anmerknnä Jahre gebohrei , worden ; daß sie Carln von Orleans , Grafen von Angou , ^ Artikels iLtamoes . ) da sie erkannt hat , daß das Glück« »»> , hi« ! lerne im 1488 Jahre geheirathet , daß sie den 12 des Herbstmonats 1494 , fev Seite günstiger seyn könnte . Vielleicht werden sich einiae einbilden mit dem Franciscus niedergekommen , und daß sie ihren Gemahl den der König sich heimlicher weise , in die heimliche Verbindung seines , Jenner »496 verlohren hat . Hier ist also eineUnrichtigkeit^die aus eine Sohnes mit eingelassen , ohne daß er den geringsten Vorfak aebabt der * ift . 6 . in 3WW«> ( der —L
ii bedie -
WWW>W^^W^WW^W>WWWDDMW sich den , daß er die Glaubensverbe^ernng zur gelegenen " Zeit und Stunde annchmen würde , wenn er seine Rechnung'darbey fände . Ich glaube , daß le Bassors Entdeckung die Neubegierigen ermuntern wird , den Grunl» und das Ende dieser Sache aufzusuchen , und baß sie Schriften finden werden , die dieselbe erläutem können .
( Z ) ! Jcb will unten zeigen , was Mezerai für Ansdrückun - gen gebraucht hat . ^ „ Francsseus der l , der eine edle Liebe zu allen schö» „ nen Sachen gehabt , hat ein außerordentliches Vergnügen an gem Staate gefunden ; weil er geglaubt , day derselbe dienlich wäre , seine „ Hoheit zu zeigen - und wie er in der Einbildung gestanden , baß die „ Schönheit der Damen den Glanz seiner Pracht erheben würde , und dabey „ von verliebter Natur gewesen ; hat er die , es , chöne GeWecht am ersten „ gewöhnt , den Hof zu besuchen . Anfänglich hat dieses sehrgute kungen nach sich gezogen , ba die^ liebenewürdige Geschlecht die Höf - „ lichkeit und Artigttit daselbst einführte , und den edlen Seelen lebend , - „ ge Eindrucke der Großmuth gegeben : allein seit dem sich die Unreinig , „ keit damit vermischt , und das Beyspiel der Grös^rn das Verderbniß „ gerechtfertiget ; fo ist dasjenige , was zuvor eine fchöne Quelle der Ehre „ und Tugend war , eine unflätige Pfütze aller Laster geworden . Die Un - „ ehrbarkeit hat sich in Ansehen gebracht , die Schande hat sich der Gna - „ de bemächtiget ; man hat diefelbe durch dieses Mittel erlangt und sich „ darinnen erhalten ; kurz die Acmter und die Wohlthatcn sind nach der V ? V % Phan ,
io ^ zu Rache zu ziehen . Wenn man sie zu Rathe gezogen
hätte , >0 wurde man nicht gesaget haben , daß eine Frauensperson , die im 1 ? Jahre mit einer Tochter , und im 17 mit einem Sohne nieberge - kommen ist , wegen ihrer langen Unfruchtbarkeit geseufzet und geächtzet hätte , und davon nicht eher befteyet worden wäre , als durch das Gebeth eines heiligen Mannes . Wollte Gott , daß nichts , als Einfalt und Leickt , qläubigkeit , bey dem Vorgeben dieses falschen Wunderwerks wäre ; und daß die Bedursnijie und der Nutzen seiner Kirche , davon ich in der An , merkung ( N ) des Artikels Franciscus von Aßisis geredet , die Mino - riten nicht bewegt hatten , ihren Patriarchen mit diesem falschen Ruhme iu schmucken .
( X ) wenigen Leuten ist ein besonderer Umstand bekannt , den wan einem Briefe des Andreas Alciars hat fthen können , der erstlich im >697 Jahre herausgegeben worden . ^ Dieser Brief ist von Dourges den z deS Herbstmonats , ? ; o geschrieben . Akiat erzählet darinnen , daß ein gewisser Julius CamilluS , ein gelehrter Mann , Fran - nscus dem I , angebothen habe , ihn in einem Monate Griechisch und Lateinisch , jn Pvefa und in Versen , mit so vieler Zierlichkeit , al« De - mosthenes und Cicero , als Homer nnd Virgil , reden zu lehren . Der Komg sollte des Tages mir eine Stunde dazu aussetzen : allein Ca - millus har mit diesem Monarchen allein seyn wollen , weil er ge - glaubt , daß ein so großes Geheimniß niemand , als gekrönten Haup - lern , mitgetheilt werden solle . Nolle cimn ca arcana cuiqnain


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