Creator:
Bayle, Pierre Gottsched, Johann Christoph La Croze, Maturin Veyssiere
PURL:
https://dibiki.ub.uni-kiel.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:8:2-9264

Franciscus .
529
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^Exempel ist , welches vielmehr ? u bewundern als nachzuahmen sey , ^und es ist eine allzugroße Verwegenheit darbey , sich >0 viel zu zutrauen . , , Beauval , Hiftoire des Ouvrages des Savan« , im Tfprilnionfltfc 1689 , pag . 164 , 16 ; . in dem Auszuge der A«Storni» Sanflorum Maii , Tom . V ] , et VII . <^eit nicht gedacht hat ; denn sie hätte ihm zu einem vortresfli - chen Nothnagel dienen können . Aldhelm , der bey einer Frauensperson geschlafen , und dabey , Trotz der Versuchung , Gott gelobet , und mitten unter einr so großen Gefahr einen vollkommenen Sieg erhalten , hat dennoch einen Platz unter den Heiligen bekommen , und diese Ehre durch eine große Anzahl Wunderwerke verdienet . Warum sollte man es denn für so etwas seltsames halten , daß sich der selige Robert von Arbrissel mit einer von seinen Nonnen in ein Bette geleget , um einen Sieg zu erhalten , der um so viel verdienstlicher gewesen , je schwerer er zu gewin - nen war ? Wenn man dieses tadeln will , wie es in der That sehr ver - werflich ist , so müßte man zum wenigsten durch das Exempel des schen Bijchofs erkennen , daß dieses die Gabe der Wunderwerke nicht verhindere .
Ich habe in dem Artikel Lomevraud von einem guten Einsiedler geredet , der sein Breviarium bey Erblickung zwoer Personen fallen lassen , die sich im Liebesspiele ergehet . Hätte er die Stärke des heil . AldhelmS gehabt , so würde solches nicht geschehen seyn . Dieser Heilige , ob er gleich eine hübsche Frauensperson an seiner Seite gehabt , hat nicht ein Wort von seinem Breviar und Psalter vergessen , und ich zweifle nicht , daß wenn man ihm den Gewissensfall vorgelegt hätte , welchen Peter Da - mian untersucht hat , er nicht eben so geantwortet haben wurde , wie Peter Damian gethan hat . Man findet die Sache in dem la Mvthe le Bayer . Agnes , saget er in der 20 akademischen Homilie , im XIV Bande seiner Werke pag . 291 . Heinrichs des II Witwe , ( es sollte heißen Heinrichs des III , ) hat durch einen Bischof diese schöne Frage bey dem Peter Damian , einem von den erlenchtesten Geistlichen seiner Zeit thun lassen , Vtrnm liceret hornini , intcr ipluni debiti naturalis egerium , aliquid ruminare Pfalinorum ( < * ) : Ein Zweifel , der mit Ja beant - wertet worden , wie uns Baron ius belehret , und zwar »ach dem Zeug - Nisse des Textes in der ersten Epistel Pauli an den Timotheus II , wel - cher enthalt , daß man zu Gott überall bethen könne . Ist eS auchmog - lich , daß sich eine Kaiserinn gefunden hat , welche vermögend geweje» , dergleichen Fragen vorzulegen ? Und wen» die Neubegierde einer Frau so weit gehen können , mußten denn ernsthafte GewiijenSprufer derglei - chen Dinge ergründen ? Man hat das größte Recht , zu sagen , der meMch - liche Geist lasse nichts in Ruhe . Die dunkelsten und finstersten Winkel sind für ihn nicht unzngänglich : er bemüht sich darinnen , Trotz den Gesetzen des Wohlstandes , eine Fackel anzuzünden . Beylaufig will ich bemerken , daß einer von den berühmtesten Auslegern des Aristoteles , diese Frage der Kaiserinn ganz anders beantwortet haben würde , als Peter Damian gethan hat . Er würde behauptet haben , es erfordere das gemeine Beste , baß man sich bey dergleichen Verrichtung so viel , und noch mehr als bey einer andern , des hoc age erinnern , und alle Zerstreuung vermeiden müsse ; denn er will , eö sey die Ursache , warum die Kinder witziger und gelehrter Leute gemeiniglich Thoren nnd blödes Verstandes find , daß ihre Väter bey dem ehlichen Werke , ihre Gedanken mehr auf andere Sachen , als auf diese herum gehen lassen . Hingegen , saget er , sieht man tunime Tölpel , welche Kinder zeugen , deren Witz und Geist unver - gleichlich ist ; darum , weil man allen Fleiß auf derselben Zeugung wen - det , und sie nicht aus bloßer Schuldigkeit verrichtet : man denket wohl was man thul , und man denket allein darauf ; man ist verliebt darein . Man lese dieseWorte : AlexanderAphrodifaeus magno fe labore confk it , dum cau - fain conatur inueftigare et tradere , cur non raro contingat , vt craflus quispiam , tardus ac propemoduni hebes , liberos gignat folertes , pru - dentes et aeutos . Cuius rei caufarn hanc tandem ftatuit , quod qui tardiore eft ingenio , is in ipfo coitu ita fe totum praefenti volupta - ti pereipiendae addicit , vt nihil aliud animo cogitet , quem totum corpori immerfum detinet . Itaque ex eo corpore dudfum et hau - fluni fernen , cui fpiritus admixti funt , raultum habet ipfius faculta - tis intelligendi : quo fit , vt liheri nafeantur ipfo patre prudentiores . E diuerfo , qui ingenio liint acuto , aut etiam eruditione praeftant , quia eorum animus in perpetua quadam cogitatione verfatur , in ipfo venereo complexu alias res agunt . Qiiare feinen quod tunc profluit , quum nihil nifi corporeum habeat ( animo nempe tum pe - regrinante ) non multum illius praeftantillimae facultatis habet . Cor - raiius , Not . V , in Arreftum Parlenienti Tholof . pag . m . ai . Er führet Alex . Aphrod . Prob . Libr . XXIX , an . Eine , ehr große Anzahl Arznei , kundiger haben diesm schönen Lehrsatz vorgebracht . Man lese nur den Caspar von Reies in der 76 Frage , wo er unter andern Dingen saget , daß kluge und nachdenkende Leute weniger aus Neigung , als aus Unterhaltung des Hausfriedens zur ehlichen Pflicht schreiten , und daß auch ihre Kinder aus der Art schlagen , weil sie auch mitten unter dieser Verrichtung ihren Geist auf philosophische Gedanken richten . Er setzet noch darzu , daß hingegen dieHurkinder gemeiniglich viel Witz und Stär - ke hätten . Nec ipfo quidem venereo congrelfu , omnino a rerum lhi - dio , et contemplatione defiftunt prudentes , a quibus cerebrum bile redditur , quo fit , vt plerumque tales minus falaces , minusque feruidi fint , et qui non magnopere hanc monomachiam ardentius expetant , imo detreöent potius , et velut inuiti accedant , tantummo - do , vt vxoribiu gratificentur , easque pacatiores experiantur , fieque ad coneubitus debitum foluendum magis videntur accedere , quam auide expetere . Gafpar a Reies , in Iucundo Elyfiar . Quaeft . Campo , Quaeft LXXVI , pag . 103 ; . Er giebt Rathschläge , die von der Lehre der Rabbinen , ( siehe die Anmerkung des Artikels Arsvon . ) and der Entscheidung sehr weit entfernet find , die der Kaiserinn Agnes zuge - schickt worden . Igitur qui optimae et fimilis prolis defiderio tenen - tur , non fecus ac bruta , totos fe Veneri tradtre debent , et illius ille - cebris cum vxoribus attentos efle necefle eft , alioquin Ii aliter ima - ginationem occupatam habeant , vel conceptus impedietur , vel pro - pofito optimae prolis fine minime potientur . Ebendas . >oz6S .
, ( - - ) Die Casmsten , welche sich auf das päbstliche Recht gründen , ha - ten sich für die verneinende Partey erklärt . Johann Nevisan , L . br . I , Num . - s . seine« Foret nuptiale : In aflu coitus femper iinpedm . r ratio ab aft „ fuü ct in »mni illo aftu Prophetae non habebant in - Husum Spiritus prophetici , fecundiim Tabicnam in verbo Matr , . mmium . 11 j . § . j . ilU0 etiaIU m a ( ^u autriuionii quod elt tantum >a .
II S«»S .
cramentum , Spiritus Sanftus adelt vfque quo venitur ad copulam , quia tunc recedit . Cap . Connubia , xxxij . quaeft . ij . Siehe die neuen Menagianen , pariser Ausgabe von >715 / 1 Bande 367 S . ( Trit . Anm .
Uebrigens , hat Cicero der vorgegebenen Ursache von der Thorheit ge - wisser Kinder sehr wohl gespottet ; denn er saget , es sey die Seele der - maßen verschlungen , daß sie zu aller vernünftigen Verrichtung unfähig wäre . Cuius ( _vo / uptatis~ ) motusvt quifque eft maximus , ita eftini , mieiflimus philofophiae , congruere enim cum cogitatione magna vo - Iuptas corporis non poteft . Qiiis enim cum vtatur voluptate ea , quanulla poffit eflfe maior , attendere animo , inire rationem , cogita . re omnino quidquam poteft ? Cicero , in Hortehfio , beym Augustin contra Pelagium , Libr . IV . Er hat solches in einem andern Buche mit dem Zeugnisse eines großen pythagorischen Philosophen , des Archytas von Tarent , bekräftiget^ . Lum hoinini fiue natura , fiue quis Dens ni . nilmente praeftabilius dediflet : huic diuino muneri ac dono nihil efle tarn inimicum , quam voluptatem . Nec enim libidine te temperantiae lociun efle , neque omnino in voluptatis regno vir - tutem pofle confiftere , quod quo magis intelligi poflet , fingere mo iubebat , tanta incitatum aliquem voluptate corporis^ quanta pereipi poflet niaxima : nemini cenfebat fore dubium , quin tamdiu , dum ita gauderet , nihil agitare inente , nihil ratione , nihil co«itatio - ne confequi poflet , quocirca nihil efle tarn deteftabile , tamque pefti - ferum , quam voluptatem : fi quidem ea , cum maior eflet atque lon - gior , onme animi lumen exftingueret . Cicero , de Scneciute , c . XII . Siehe die folgende Anmerkung .
( v ) iBitt Zustand , Der m ] niv >»§> anb>t«» , ««
Si * J>yoc , iv raut >»3ow»i< rm ( jirsfi tu cctpgoSltix ( a'< Si to -
tiäiTiv tiuai ) vj ) ti hiogxuv miyyympifv naget ©iwv ircclim > rm ySovvv vbv iii riv oMytt$v xexr>tnhuv . Voluptas enim niaxime omnium temeraria : fertur enim de Venereis voluptatibus , quae ingentilfimae omnium aeftimantur , quod peierantibus illis Dii prorius ignofeunt , quafi pueri quidam voluptates fint , nullius intelligentiae compotes . Plato , in Philebo , pag . m . 405 C . Aristo« teles bemerket , daß die Wollüste der Kraft wohl zu denken eine Hinder , niß sind , und daß die Wollüste der Liebe , der Seele nicht erlauben »ach - zudenken , noch das allergeringste zu untersuchen , / et«
vti» ui $ioval' ottf ftiX^ov , pciXkov' ofov rj» Telv i^ifoäirUty'
uShot yäg av tuvuaScxi voijrxl ti »v airf . Heinde prudenter fentien - di facultatem impediunt voluptates , eoque magis quo quifque magis dele & atur : qualis eft ea , qiiae ex rebus venereis pereipitur . In ea voluptate enim neminem quiequam animo agitare , aut ratione ex - plicare pofle . Ariftot . Ethicor . Nicomach . Libr . VII , cap . XII , pag . m . 72 , C . Mvmagne ist nicht gänzlich dieser Meynung gewesen , und hat sich auf seine eigne Erfahrung gegründet . Man sehe seine Worte : Efläis , Livr . n , chap . XI , pag . m . 17a . „ Diejenigen , welche die Wol - „ lust zu bestreiten haben , brauchen diese Beurtheilung ganz gern , um zu „ weisen , daß sie durchaus lasterhaft und unvernünftig ist , und sich utw Jet , wenn sie sich in ihrer größten Starke befindet , auf eine solche Art „ bemeistert , daß die Vernunft nicht den geringsten Zutritt haben kann , „ und sie führen die Erfahrung an , die wir in dem Beyfchlafe empfinden :
„ . . . . Cum iam praefagit gaudia corpus ,
„ Atque in eo eft Venus , vt muliebria conferat arua ,
Lucret . Libr . IV , verC I099 .
„ wobey es ihnen deucht , es bringe uns die Wollust solchergestalt aut «uns selbst , daß unsere Vernunft alsdann ihr Amt nicht verrichte» kann , , . die von der Wollust ganz gelähmt und mit Gewalt weggerissen wird . „ Ich weis , daß es anders dabey gehen kann , und daß Man manchmal , „ wenn man will , in eben derselben Minute die Seele auf andere © * • „ danken zu lenken vermögend ist : allein man muß sie spannen und zur „ Wacht anstrengen . Ich weis , daß man die Gewalt der Wollust zäh , „ men kann : ich verstehe mich darauf , und ich habe die Venus , als keine . . so tyrannilche Gottinn gefunden , wie sie viele , und viel geschehen Leu - , . te , als ich , abschildern . , , Dieß würde eine elende Entschuldigung für die Mönche seyn , die wir hier bestreiten : die Beobachtung , die ein ita - lienifcher Arzt gemacht , ist unendlich geschickter , sie ihre Pflicht zu leh - ren . Der einzige Gedanke einer solchen That , saget Marcus Antonius Ulmus , Pbyfiologiae Barbae humanae Seck . II , cap . III , p . 128 . kehrt schon die Vernunft , und bläst eine Arr der Wuth ein . Atque vtinam in ipfo Veneris aftn duntaxat mente priuaremur , non etiam in praeuia meditatione ad euidem , quam furorem et rabiem di . xit et deferipfit Virgilius , Libr . III . Georg , hifee carminibus . ( hier setzet er »4 Verse de« Virgilius ) - - - Tranfimus confulto carmi - nis maieftatem , leporem , poflimtne apertioribus argumentis phyfice comprobari , quas furias addat fola ineditatio Veneris ; non homini tantum , fed et brutis quoque caeteris . ( Man muß merke» , daß er die Ursache untersuchet , warum die zur Zeugung bestimmten Glieder , Schaamglieder genennt werden . ) Pudenda itaque , vel partes repre - henfibiles exiftunt , quod animalia omnia in rabiem agant , naturae cancellis propriis amoueant , in homine vero maxime omnium iu - gulent ipfam rationalem animam . Wir werden in demArtikel ^rancoise in der Anmerkung ( B ) eine Stelle aus dem Melauchthon sehen , welche mit dieser einige Verwandtschaft hat ; allein den schönen Grundsah des heil AugustinS will ich nicht anders wohin verschieben . Er schließt , daß da die von dieser libermäßigen Wollust entzückte Seele zu aller ver - nünstigen Verrichtung unvermögend ist , ein wahrbaftig weiser , und von den heiligen Wollüsten gerührter Mensch , lieber haben würde , wenn es möglich wäre , daß die ehliche Pflicht von aller Empfindung der Wollust befreyet wäre , die sie begleitet . Atiguttin . ds Ciuit . Dei Libr . XIV , cap . XVI , pag . m . 129 . Hare autem ( lik'td» ) Ldi non folum totuin Xff corpus ,

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