Creator:
Bayle, Pierre Gottsched, Johann Christoph La Croze, Maturin Veyssiere
PURL:
https://dibiki.ub.uni-kiel.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:8:2-8351

438
Espine . Essars .
stellt . Siehe die Vorrede des Alontagne »u seiner Welt im Monde , i6 ; 6 in 8 zu Rouan gedruckt . Es ist die Uebersetzung eines englischen Buches .
Wir wollen diese Anmerkung ein wenig verlangern , die in der ersten Ausgabe allzukurz gewesen . Sorel de la Perfe & ion de l'Homme , riser Ausgabe 1655 , - 49 S - Jm 1623 Jahre ist ein 25uch 5« Paris gedruckt worden , LncKiridion ptiyiicse retUtutae betitelt , welches , wie man erfahren , ein tüevt Oes - Herrn Johann von Espagnet , Parlemenrsprasidcnten ; u Bourdcaux ist , welches einige perss - nen , die von seiner Bekanntschaft gewesen , versichert haben , und welches man auch Saraus gemmhmaßet , weil ; u 2lnfange Ves Buchs dieser Wahlspruch steht , Spes mea eft in agno , und vor der Abhandlung der Scheidekunsk , ? enes nos vndal'aZi , welches »ween Buchstabenwechscl seine» Namens sind . Man kann sagen , daß dieses das erste £>ttch ist , das in Frankreich er schienen , worinnen sich eine vollständige L ? amrlehre findet , die Oes Aristoteles seiner zuwider ist . Unterdessen giebr der Ver - fasser vor , daß es nichts anders , als die in ihre Rechte herge - stellte alte Xveltweisheit fey . Gleichwohl hat er viel Dinge von seiner Erfindung , binem gescnr Er widerleget die illep nung von der ersten Materie , welche man geglaubt , daß sie überall ausgedehnt wäre , ohne sie an einem emsigen as heißrder Elemente iß welche , saget man , von derselben hervorgebracht wor - den . Er beweist , daß dieser Grund der XTatav erdichter ist , daß in den Elementen nicht eine einzige Widerwärtigkeit sey , und Saß diejenige , die man darinnen spuret , nur von dcrUeber - maße ihrer Eigenschaften herkomme , und daß so bald sie gemaßi - get sind , sich keine Widerwärtigkeit mehr darinnen finde . Nichts desto weniger glauber er , daß es eine erste Materie gebe , rvocaus die Elemente entspringen , und die andre Materie der Dinge wer - den , welches das rvasier und Sie Erde ist ; denn die L . uft und das Feuer halt er für keine Elemente . Die Elemente verwandeln sich , nach seiner Meynung , nicht eines in das anbete ; das Xvas - fet allein steigt in Dünsten in Sie - Hohe , unS die Dünste werden durch vcn Rreislauf ; u Wasser , Da» wahre Leuer der Welt betreffend , so setzet er dasselbe in die Sonne * , welche er nicht al - lein für da» Auge des ganzen H ? eltgebaudes , sondern auch für das Auge des Schopfers dieses N ? eltt'cbändes ansiehr , vermittelst deinen er auf eine sinnliche Art seine sinnlichen Creaturen an - sieht , und welche die erste Wirksamkeit der Welt ist . In dem ganzen übrigen Theile seines Buckes finden sich viele hockst merkwürdige Umstände von dem Ursprünge der Dinge , ihrer Substanz und ihrer verschiedenen Veränderungen , welches sich sehr zu der Absicht schicket , die dieser neue Philosoph gehabt , von chemischen Sachen zu reden . Er hat auch nach diesem einen Tractat geschrieben , den er Arcanum Henneticae Philofophiae opus nennet ; in welchem er von der Materie des schen Steines und seinen Zubereitungen , von dem Grade des Feu - ers , von Oer Figur der Gefasse und des Gftns , ungleichen von der Zusammensetzung des Elixiers und seiner Vermehrung re - der . - - - Dieses Buch ist vor einigen Jahren ins Französische überseht worden , unter dem Namen La Philofophie des Anciens re - ftabüe en fa purete .
( * ) Man merke , daß er glaubet . es sey das Licht der Sonne und al - les andre Licht geistig , und unser materialisches Feuer einigermaaßen auch geistig - Ebendas . 250 S .
Das Arcamim Hermeticae Philofophiae , wovon das Enchiridion Phyficae reftitutae nur eine Einleitung ist ; obgleich diese beydenBü -
eher fast von gleicher Größe sind , wird von demjenigen , die den _
der Weisen zu suchen , sich bestreben , für eine sichere aber räkelhafte Aus» Übung des großen Werke , und der Verfasser Johann von'Espagnet für einen Adeptus gehalten . Ich müßte mich sehr irren , wenn in der Vor - rede der französischen Uebersetzung der Briefe des Cosmopolites nicht auf diese Art von ihm aereder wird . Wenn mich übrigens mein Gedacht - niß nicht trüget : so versteht Herr Espagnet durch die alte Philosophie nichts anders , als die Grundsätze . der hermetischen Philosophie . Crit . Anmerkung . Biblioth . Fran^oife Tom . XXIX , Pare . II , p . 198 , 199 .
( B ) Er hat ein altes Manuscript herausgegeben , der Rosen» zweig der Rriege betitelt . ] Man hatte es zu Nerac in dem geheimen Zimmer des Königes gesunden , Espagnet hat geglaubtes wäre seine Ausga» de die erste und Ludwig XI wäre Verfasser dieses Buchs ; allein er hat sich be« trogen . Dieß Buch war schon im - 52z Jahre in Folio gedruckt worden ; und diese Ausgabe ist viel weitläuftiger , als die vom 1616 Jahre - Es hat in dem Manuscripte von Nerae der ganze andre Theil und die drey letzten Capitel des ersten gefehlt . Siehe den Naude in den Zusätzen zu der Historie Lude - wigs des XI» auf der 72 S . und in Syntagm . de studio militari , pag . rn . 73 . Der Eingang allein ist vermögend , uns zu überzeugen , daß Ludwig der XI nicht Urheber von dem Werke ist , wie man auf dem Titel versichert : Nichts destoweniger ist er es , der da redet , um dem Dauphin , seinem Sohne , Unterweisungen zu geben . Man sehe die auserlesene Biblis» thek des ColomieS auf der 15 S . und die Anmerkung ( Z ) Hey dem Artikel Ludwig der XI .
( C ) Von ihm redet der P . Abram in seiner Auslegung übev die Reden des Cicero . 1 Ich mache diese Anmerkung bloß denen z» Gefallen , welche sich bey Lesung dieser Worte nicht finden möchten - At - que etiarn nunc pueros a fagis rapifolere , et daemonibus deuouerl , teftatur Spagnetus in fua praefatione ad Petrum Anchoramim . Abram in Cicer . Orat . Tom . I , pag . 294 , col . 2 . Dieß will sagen , daß der Präsident von Espagnet in der Vorrede , die er vor ein Buch Peter» von Lancre , Parlemencsrachs zu Bourdeaux , gefttzt , bezeuget , daß die He - xen Kinder stehlen und sie dem Teufel widmen .
( v ) Er hat auch die Rechtschreibung auf das allergenausta beibehalten . Die von ihm deswegen angegebene Ursache kann eine Anmerkung bekräftigen , die ich über die neue Ausgabe vor» den J & ciefen Oes Cardinals von EsplM ( Johann von ) Prediger der resormirten Kirche . Siehe Spina .
Essars ( Charlotte ) König Heinrichs des IV , und dann des Cardinals von Guise Beyschläferknnhat sich mit Marschalle von Hospital vermahlt , wie ich anderswo gesaget Habe i ; allein hier muß ich einen Fehler verbessern , der entwischt ist ( A ) , und dazu sehen , daß sich dich Dame zu sehr in große Staatshändel gemischt hat ( B ) .
dem mir
<0 Siehe die Anmerkung ( B ) bey dem Artikel Guise ( Ludwig von Lothringen , Cardinals von ) b ) In der Anmerkung ( L ) zu dem Artikel dieses Marschalls .
( A ) Ich muß hier einen Fehler verbessern , der mir entwischt ist . ] Ich habe mich auf den P . Anselm verlassen und geglaubt , daß sich der Marschall von Hospital zum andernmale im >6zz Jahre mit der Francisca Mignot vermählt , woraus ich geschlossen , daß er seine erste Gemahlinn Charlotten von Essars verstoßen hätte , uud einige tungen über diese Materie gemacht habe . Ich habe diese Folgerung daraus gezogen , tveil der P . Anselm den Tod der Charlotte von Essars ins >651 Jahr gesetzet hatte . Ich habe seit der andern Ausgabe diese« Wörterbuchs erfahren , daß die andere Heirath dieses Marschalls im , 653 Jahre vollzogen worden . Siehe die Druckfehler de« P . Anselms . Mandarf also nicht vorgeben , daß die erste für nichtig erklärt worden . Ich hatte beschlossen , meine Betrachtungen auszustreichen ; allein es ha - ben mir Leute , gegen welche ich viel Ehrerbiethung habe , gerarhen , die - selben zu lassen , wo sie wären . Sie haben mir vorgesteller , daß sie nicht anders falsch wären , als in der besonder« Anwendung auf die Charlotte von Essars , und daß , wenn ich meine Leser nur erinnerte , daß sie in die - sem Stücke verbessert werden müßten , man mir es nicht übel nehmen würde , daß ich eine Stelle erhalten hätte , die man bey vielen Vorfällen richtig anwenden könnte .
( B ) Sie har sich 51t sehr in Sraatshäirdel gemischt . ] Ich will nur ein Beyspiel davon anführen . Sie hatte einen Sohn in Diensten des Herzogs von Lothringen ; einen Sohn , sage ich , welcher Ritter von Remorantin hieß , und den sie mit dem Cardinale von Guise gezeugt hatte . ' Sie hat geglaubt , es sey das beste Mittel , ihn zu befördern , wenn sie dem Herzoge von Lothringen durch die Versöhnung mit Frank - reich und die Wiederherstellung in seine Staaten , einigen Dienst er - wiese . Sie hat also den Du Hallier ihren Gemahl , der in Lothringen commandirte , vermocht , dem Hofe von Frankreich anzurathen , mit dem Herzoge zu unterhandeln , und zu gleicher Zeit har sie die Prinzeßinn von
Cantecroix ersucht , welche dieser Herzog aeheirathet hatte , ob er gleich be , reits vermählt war , daß sie alle ihre Geschicklichkeit anwenden sollte , ihn zu diesem Vergleiche zu überreden . Memoires de Beauvau , pag . 70 , 71 . Die Unterhandlung tvard von beyden Theilen angenommen , und hat sich im 1641 Jahre durch den Vertrag zu St . Germain geendiget . AU lein da der Herzog seinen , Versprechen nicht nachkam und sich auch nicht im Stande sah . sich zu erhalten : so hat er sich mit seinem Kriegsvolke in seinen alten Posten zwischen die Sambre und Maaß zurück gezogen . „ Seme Zurückziehung wenigstens zu beschönigen , hat er an den Car - „ dinal von Richcllieu einen Bochen abgesertiget , und ihm durch selbige» „ gemeldet : daß ihn nicht das Vorhaben , seinen Vertrag zu brechen , „ genothiget , sich zunick zu ziehen ; sondern daß die Furcht , welche die „ Frau du Hallier bey ihm erregt , daß er willens wäre , ihn in Verhafr „ nehmen zu lassen , die einzige Ursache davon wäre . Zur Rechtferti , „ gung daß diese furcht nicht ungegründet sey , hat er ihm ein Briefchen „ uberschickt , welches von der Hand dieser Dame an die Priorinn de ? „ Jungfern von der Congregation zu Nanci , Namens Angelica , seine „ große Vertraute geschrieben , worinnen sie dieselbe ersucht , ihm zu mel« „ den , daß der Argwohn , den seine Aufführung an dem königlichen Hofe „ verursachte , Anlaß gäbe , aus Mittel zu denken , sich seiner Person zu „ versichern . Der Cardinal wurde durch die Kühnheit , welche die Frau „ du Hallier gehabt , diese Nachricht zu geben , dermaßen zum Zorne ge - „ reizt , daß ihr Gemahl , welcher damals mit der Wiedergewinnung der „ kleinen Plätze in Lothringen , und der Belagerung von Chate beschäff - „ tiget war , durch einen ausdrücklichen Bochen Befehl vom Könige be - „ kam , seine Gemahlinn in eines von seinen Häusern zuschicken ; den „ Major von der Besatzung in Nanci zu verändern , und an dessen „ Stelle einen gnvissenBeleastel zu setzen , der nicht sein Freund war , . »und gleich nach Wiedergewinnung von Chate nach Hofe zu kommen ,
und

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.