Creator:
Bayle, Pierre Gottsched, Johann Christoph La Croze, Maturin Veyssiere
PURL:
https://dibiki.ub.uni-kiel.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:8:2-4263

Camden .
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nixas conieöuras vcnditandi audacia aift inani pruritu , fed ex de - fettu debitae authoritatis auf mentis non femper attcntae variis - que cogitationibus diftraöae laflitudine admilTos , qui vel vigilan - tilKmo obrepere pollint , exprobrare , aut illud Omnibus nunieris nondum fuifle abfolutum miftis querelis mira : i debet . In hoc foecundi ingenii partu pulchra quidem lineamenta apparuere , et nullo vitio diftorta compagcs , quibus nouos colores intrgriimque vigorem indidhira eilet maturior aetas . Hoc nempe erat pluriutn annorum et cunuilatioris experientiae negotium , vt lucubrationes iftae , faepc repetitis curis recognitae , limaque accuratiori per . politae , nouis audlariis , in iiikam decoramque molem denuim crefcerent . Ebciidas . 15 S . Diese ganze Stelle verdienet erwogen jn werden .
( E ) ÜZin erzürnter Mensch hat sein Britannien angegriffen v . s . rv . ^> Dieser Mensch , Namens Raoul Brook , ist Wapenherold , unter dem Titel , von Port , gewesen . Nachdem er Camdens Britan - nien zwey Jahre untersuchet , so bat er in englischer Sprache ein Buch Herausaegeben , dessen Titel daraus hinaus kömmt : Lmdeckun ? der Irrtbümer , welche den Familien »nd Erbschaften drs alten Adels dieses Rönigreichs , Unrecht und Nachthell , in Sem sehr berühmten Buche , Britannia , Machen tonnen . Er hat es ohne gung und ohne Benennung des Buchhändler« und des Buchdruckers herausgegeben . Er begnüget sich nid ) t , den Camden wegen der genea - logischen Materien anzugreifen , er beschuldiget ihn auch de« gelehrten Diebstahls bey allen andern Sachen , nämlich , daß er die Schriften des ge . lehrten Lelands geplündert hätte . Herr Smith beklaget sich darüber , daß der Urheber einer Kirchenhistorie von England diese Anklage des Raoul Brook wider aufgewarmet hat : Ciiiu , folius autoritäre ftiltus fcri . ptor quidam ex noftratibus , vtinam ob mentis folertiam et iudi . cium pariter ac ob ingenium et induftriam commendandus , eain - dem calumniam credule reque penitus inexplorata arripit : Smith , in Vita Camdeni , pag . 24 . setzet auf den Rand : In Hiftoria Ecclefia -
ftica Britanniae ( hoc enim magnifico titulo iftam Rhapfodiam infi - gnire placuit , Libr . V , pag . 198 . und er belehret un« , daß Camdens Antwort der fünften Ausgabe der Britannia , zum Anhange dienet , welches 1600 ersd ) ienen , und der Königin» Elisabeth zugeschrieben ist . ( die erste Ausgabe ist dem Wilhelm Cecile zugeschrieben gewesen . ) Die - ser Schriftsteller berühret anfänglich die genealogischen Materien nur obenhin ; allein seit dem er Wapenkönig geworden war , harte er sie aus dem Grunde studiert , ( Smith , S . ) feine Bedienung hat es er - fordert , und er hat sich durch dieses Mittel geschickt gemacht , in seiner Antwort tausend Dunkelheiten ben dieser Materie , auf eine gelehrte Art zu erhellen . Er hat die Schuld gestanden , wenn er erkannt , daß er sich betrogen , und leugnet nicht , daß ihm diejenigen durch die Hände gegangen , die von der Wapeukunst geschrieben haben ; allein , da er ruhmlich von ihnen geredet hat , wer kann sich darüber beklagen ? Das bisher gesagte zeiget , daß die Ausgabe von 1600 die vorhergehenden Übertrifft ; allein sie steht weit unter derjenigen , von 1607 . Camden bat sich darinnen selbst übertroffen , und damals hat er hauptsächlich die Lobsprüche des britannischen Varro , Strabo und PausaniaS verdienet , die man ihm beyaeleget hat . Diese letzte Ausgabe ist mit Landkarten und Figuren versehen . Sie ist in Folio , die drey erstem sind in 8 . und die Zwo folgenden in Ebendaf . 78 S . Man hat einen Auszug von die , fem Werke und eine englische Ueberfekung . Reimer Bitellins von Ziriesee ist der Urbeber des Auszug« : Philemon Holland , ein englischer Arzt , ist der Urheber der Uebersetzung . Ebend . Es hat sich ein Schrift - steiler gefunden , der sich stark gerühmer hat , daß er unendliche Fehler in Camdens Britannia entdeckt hätte ; allein bis auf diese Stunde hat er fein Versprechen noch nicht erfüllt . Illud ditifliinum et vberrirnuin Antiquitatum Britannicarum penu , non minore fide et iudicio quam cura et methodo digeftum ordinatumque , omnes harum re - rtim ftudiofi bonique iudices agnouerunt , excepto vnico D . Simond - ( 10 Dewefio , qui nefcio quo inuidiae oeftro percitus , fe in magnac Britanniae , quam molitus eft , Hiftoria , vix vnam in iffius deni toties celebrata Britannia paginam fuis carere erroribus often . fiirum contendit . Sed hoc decantatum opus Hiftoricum nec ipfe nec alii poft quinquaginta annos hac . tenus in lucem produxerunt . Ebendaf . 4 ? , 46 S . Ersetzet aus den Rand : in Littcris ad Iac . Vfler . 28 Sept . datis quae cxftant in Vflerianarum Epiftolarum Sylloge , p . 496 . Also ist es Dewesius gewesen , der so viele Fehler zeigen sollte .
Seit der ersten Ausgabe dieses Wörterbuches , habe ich ein Werk in Folio gesehen , welches 1^95 zu London gedruckt worden , und den Titel hat : Camden's Britannia newly translated into English : with lar - ge Additions and improvements publish'd by Edmund Gibfon , of Queens . Colledge in Oxford ; das heisse : Britannien des ( Eam * dcnus von neuem ins Englische übersetzt , mit vielen sehr weit - lauftigen Zusätzen , herausgegeben durch Edmund Gibson , von dem Tollegio der Röniginn 5» Grford . Einer von den Bewe - gungsgrunden , die zu dieser neuen englischen Uebersetzung Anlaß gege - ben , die von den unterschiedenen Personen herausgegeben worden , ist . daß der Doetor Holland , welcher die andere gemacht hat , viele Dinge von feiner Arbeit dazu gesetzt hatte . Dieser Misckmasch , welchen viele Leser nicht merkten , ist Ursache gewesen , daß sich einige Schriftstel - lcr des Ansehens und Zeugnisses Camdens bedienet , Sachen zu beweisen , die er nicht gesager hat . Sie nehmen dasjenige für das Original , ches sie nur als Stücke hätten ansehen sollen , die der Uebersetzer daran geflicker hat . Gibson hat also geglaubet , damit man nicht weiter in diese Verwirrung fallen sollte , daß man eine Uebersetzung Camdens ge - ben müsse , die von allem gereiniget wäre , was von einer andern Hand gekommen ist . Dieses wird diejenigen , welche künftighin den Camde - >ms anführen wollen , vor der Gefahr behüten , daß sie in keine falsche Anführung verfallen . Weil aber dieZuiapedes Doetor Hollands manch - mal gut sind , und man in der Welt geglaubet hat , daß er den Camde - nus zu Rache gezogen habe , wo er Dunkelheiten gefunden hatte ; so hat sie Gibson beybehalten : er hat sie unter dem Texte mit viel kleinem Buchstaben gesetzt . Hier sind noch andere Dinge , welche den Werth dieser neuen Ausgabe ungemein erheben . Mai , hat zu Ende einer jeden Provinz Anmerkungen darzu gesetzt ? theils dasjenige zu tigen , was Camden gesaget , thn's einen umständlichem Bericht von denen Oettern zn geben , die er beschrieben , oder eine Beschreibung von de , nen Oettern , von welchen er nicht geredet hat . Jeder Theil des Tex - res , welcher Verwandtschaft mit diesen Zusätzen hat , ist mit einem
sraben bemerket , welcher die darzu gehörige Auslegung leicht finden läßt . Gibson hat ein Verzeichniß der Personen darzu gesetzt , welche ihm die Materialien an die Hand gegeben . Es ist sehr geschickt , seinen Anmer - kungm ein gutes Vorurtheil zu verschaffen , und zu zeigen , taß mm» in England an der Erläuterung von den Alterthümern de« Landes und an den richtigsten Landesbeschreibungm fleißig arbeitet . Er hat auch ein Leben von unserm Camden gegeben . Es ist fast nichts weiter , als ein Auszug desjenigen , welches Smith herausgegeben hatte . Bey Gele - genheit hat er drey englische Briefe Camdens , an den Docror James bekannt gemacht , welche sich nicht in der Sammlung des Herrn Smith befinden . Man merke seine Beobachtung , daß innerhalb drey Jahren in London drey Ausgaben von Camdens Britannia gemacht worden .
( F ; Einige haben sagen wollen es hatte derR^nig Jacob ver , fchiedene Dinge aus dem ersten Theile , jtim Vortbeile ö r niginn , seiner Mutter , heraus nehmen und darzu setzen lajftn . ^ Ludwig Du Moulin . ein treuer Diener Cromwels , und hitziger Jude - pmdente bat in seiner zu Oxfort von ibm gehaltenen Rede vorgegeben , daß die Schmeichler des Koniqes Jacobs , Camdens Historie haßlich flecket hätten , indem sie viele Dinge , wider die Meynung des Urhebers , hineingerücket . Criminantur alii , inter quos ( Oratione in landen» G . Camdeni , zu Oxfort den 10 des Heumonats , 1652 . ) Ludouicus Mo - linaeus , in rebus Angliae turbandis a primis inipii belli ciuilis in . cendiis occupatiffimus , tyrannidis Cromwellianae ftrenuus afiertor , et poft aufpicatiffiir . nni R . Caroli II . reditum , aduerfus Ecclefiae An - glicauae rifis et difeiplinam Scriptor maledicentiflimus , aliam tna - num Mceflijfe , fraeter hattd Juhio mentem Aut hör is , " vnde ofut foede cetnmucularum futt , hifee corruptelis in Auiae Regiae adula - tores vt ille pro folito candore et modeftia loquitur , tradudtis de - riuatisque . Smith , in Vita Camdeni , pag . 54 . Herr Smith verwirft dieses . alseine entsetzliche Lästerung , und behauptet , daß Camden die Veränderungen von Schottland und die Begebenheiten der uxglückli - chen Königinn Maria . als ein ehrlicher Mann und getteuer Geichicht - schreib« anders habe erzählen können , als sie Bucha , , an erzählet hat ; und daß also Redlichkeit und Klugheit zusammen ihn bewogen , Dinge zu sagen , ivcld>c zur Rechtfertigung dieser Prinzeßinn gereichen . Er sei ? et darzu , man müsse vermuthen , daß , wenn Camden fem Buch der Benrtheilung des Kömges , seines Herm , unterworfen hätte , solches nur darum gesä , ehen sey , um dasjenige zu verbessern , was der richtigen Wahrheit nicht gemäß femi möchte . Neque alia de caufa Sereniflimi Regis Iacobi aut illius Nobiliüimi Viri a Rege fortean deputati , ad quem feripfit cenfurae Annalium fupplemcntum , vt
par eft credere , fubiecit , quam vt veritas magis magisque eruere - tur , et fi quiequam ipfi minus intento aut non probe cdoäo fub - repliflet , regiis curis limatum emendaretur . Ebenda^ . 55 S Es ist gewiß , daß Ludwig Du Moulin niä , t der erste gewesen , welcher gesa . get : man hätte Stücke an das Buch Camdens angeflickt ; denn schon im Jahre 1620 hat sich ein schottländischer Edelmann , tiefen ter in der schottländischer Unruhe sehr verwickelt gewesen , auf tiefe Art über Camdens Jahrbücher beklager : Quinquennio poft emifläm in dii lununis auraui Hiftoriam D . Metallamis de patris fui , Baroms Li - dingtoniae , qui turbatiffimis Scotiae rebus , RR . Maria et lacobo regnantibns , multum momenti et ponderis authoritate fua et con - filiis addiderat , fama folicitus , Camdeno molcftiam facefliuit , ac fi non motu proprio et ex fe , fed ex aliorum inuidia et in parentem malignitate claufulis infititiis eam exagitaflet . Ebend . 57 S .
Herr Smith beklaget sich auf der 5 - S . in dem Leben Camdms über einen neuen Schriftsteller , welcher den Camden beschuldiget : er habe warm und kalt au« einem Munde geblasen ; ich will sagen : er hätte dem Thuanus Nachrichten ertheilet , welche von demjenigen sehr unrersckicden wären , was er nach diesem in dm Jahrbuchern bekannt gemacht har . Der neuere Schriftsteller giebt vor , es hatte Thuanus sich darüber beklaget , und dem Camden diese Unbeständigkeit mit einigen Widerwillen vorge« werfen . Dieses betrifft hauptsächlich die Unruhen von Schottland , und bloß weaen dieses Artikels behaupten die Freunde Bnchanans und die Feinde der Mutter de« Königes Jacob , daß die Jahrbücher Cam - dens verfälscht wären . Smith bemerket anfänglich , daß dieser nei» dische Widersacher Wilhelm Camdens , nicht den geringsten Grund an - führe , welcher der Gewißheit des Vorwurfs , einigen schein gäbe ; und darauf beobachtet er , daß , nachdem Herr von Lisle , im Jahre 1606 eine Freundschaft und einen Briefwechsel , zwischen dem Thuanus und dein Camden gestiftet , dieser auf Thiianö Bitte auftichtig geantwortet ha - be . ( Lnteris per D . Infulanum . . . . anno M . D C . v 1 . mif - fis . Smith , in Vita Camdeni , pag . 52 . Wenn hier kein Druckfehler ist , so ist die Zeit in dem I Briefe Thuan« an den Camden nicht ivohl . bemerkt . Siehe weiter unten die aus seinen Briefen angeführte Stelle . ) Thuanus ftagre ihn , ob ihm feine Historie gefiele : Camden hat ihm zur Antwort gegeben , daß er wegen der sd ) ottlandischen Sachen verschiedene Erzählungen gefunden , welche keinen Grund , oder nur eine» schwachen Grund hatten , und einem Schriftsteller abgeborgt worden , welcher alle seine Bosheit und allen seinen Witz angewendet , die Koniginn Maria schwarz zu machen . Pro amore veritatis et amicitiac iure , id quo - que rogatus , monet quasdam rerum Scoticarum narrationes aut nullo' aut debili prorfus fiindamento niti , Buchananumque , a quo illas aeeeperat , omnes tum ingenii tum malitiae neruos contendifle , vt Mariae Reginae famam fpurciIiirais conuitiis laederet . Smith , in Vita Camdeni , pag . 52 . Herr Smith setzet darzu : I . daß Tkuanu« viel Rene bezeuget , daß er sich den Verweis und dm Zorn des Könige« Jacobe zugezogen , weil er sich allzu lehr an die Historie BuchanmiS ge - halten ; II . daß Camden , auf Befehl feine« Herrn , de« Königes , ein Verzeichniß der Unwahrheiten aufgesetzt , die man in dem Thuanus . in An - sehung der schottlandischen Unruhen , gesunden , und dasselbe diesem großen Geschichrschreiber zugeschickt habe , ( dieses Verzeichniß ist zu En - de der Briese CamdenS gedruckt ) ; III . daß Thuanus . wenn er diese Nachricht zu rechter Zeit bekommen hätte , nicht so partevisch wider die Königinn Maria und für den Grafen von Mourrai gewesen fevn . und darauf zu eiteln selbsterdachten Entschuldiqungen Zuflucht genommen haben würde ; IV . daß alle diejenigen , welche diese Anmerkungm wohl erwägm , überzeugt seyn würden , daß Camden an den Thuanus kein» Sachen geschrieben , welche von denjenigen unterschieden wären , die er nach diesem in den Jahrbüchem der Elisabeth bekannt gemacht . Hacc ferio penfitanti non aliter Canidenum ad Thuanmn , aut ab iis di .
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