Creator:
Bayle, Pierre Gottsched, Johann Christoph La Croze, Maturin Veyssiere
PURL:
https://dibiki.ub.uni-kiel.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:8:2-4250

Camden .
mals darein willigen wollen , dieselbe bey seinem Leven herauszugeben , und er hat . allen Vorfällen vorzubauen , eine Abschrift davon an den Peter Du Puy nach Paris geschickt Einige haben sagen wollen , es hätte der König Jacob verschiedene Dinge aus dem ersten Theile , zum Vortheile der Königinn , sc' diese Erzählung ,
^gnugce " " seine ^eder'zum Dienste der Republik der Gelehrten angewendet zu haben , wollte auch sein Vermögen zur Stiftung einer Lchrstunde in der Historie auf der Akademie zu Oxford anwenden . Er überlieferte die Titel von dieser Stiftung im Iah - re 1622 , und ernannte den Degoreus Whear zum ersten öffentlichen Lehrer . Er ist den 9 des WinterrnonatS »62z auf einem Landhause gestorben * , wo er seit dem Jahre 1609 alle seine Zeit zugebracht hatte , die er außerhalb London seyn können . Er hatte in seinem letzten Willen verordnet , daß man ihn begraben sollte , wo er sterben würde ; allein , die Vollstrecker dieses staments sind hierinnen seiner Absicht nicht gefolgt : Sie haben ihn mit aller Pracht in der Kirche zu Westmünftcr begraben . Die Akademie zu Oxford erwies ihm große Ehre , und sie erweist ihm dieselbe auch noch . Zum Beschlüsse wollen wir sagen , daß er nicht weniger wegen seiner Tugenden , als wegen seiner Wissenschaften berühmt gewesen . Er war in seiner Religion eis -
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England und in fremden Landern gehabt . Seme 1
reisen , und sich in den Ehestand einzulassen ( I> IWWWfl _ .
1691 vom Smith heraus gegeben worden , der ein sehr merkwürdiges und wohlgeschriebenes ^>tuck von seiner Arbeit dazu ge - füget hat ; nämlicb , das Leben Wilhelm Camdens . Man findet viel besondere Umstände darinnen , davon derjenige nicht der
roße Liebe zu den Studien hat ihn verhindert , aus seinem ( ^l ^ allen Neubegierigen sehr empfindlich ist . Nach mit Unrecht einbilden , daß Camden die Jahrbücher der
richten , deren er sich zur Verfertigung seiner Jahrbücher bedienet hat meinen : Bedünken , würde man sich zu Folge einer stelle Casaubons 1 Königinn Elisabeth nur in das Lateinische überseht hätte ( N ) .
<0 Dieß ist Gabriel geivefen . £ ) Regiae Scholae in ifthoc illuftri Collegio a Sereniflima Regina Elizabetha beatae memoriae fundatac . - Hypedidafcaluin - - conjtituit . Thomas Smithus , in Vita Camdeni , pag . 8 . « ) Siehe die Anmerkung ju Ende . <0 Smith , in Vita Camdeni pag . 78 . e ) Nullo aut ambitionis aut auaritiae oeftro percitus , fui plus aequo negligertior . Amici non itcin , vt feculum apud poileros abfoluerent , quafi optinie meritos , inter quos Camdenus iure recenfendus , neglexifl'et . Smith , in Vita Camdeni , pag . 17 . f ) Er hat Ioi>an» PierS geh'eissen . g ) Im Jahre 1599 . b Das ganze Werk ist vom Paul von Belligenr , Sachwaltern in Paus . in« Französische überseht worden . Man hat es auch ins Englische übersetzt . » ) Siehe die kung - H ) . * ) Ts war zu Cbesilhurst , zehn Meilen von London . / ) Nämlich die bischöfliche , m ) Ans seinem Leben vom Thema« Smith , welches vor seinen Driefel , steht , die von demselben zu London 1691 in 4 herausgegeben worden .
( A ) Er ist aus einer eben nickt ftbc ansebnlicken Familie ge , wesen . 1 Sein Vater , welcher zu Lichsield , in der Provinz Stafford ge - bohren g»wesen , hat sich zu London verheirathet , und daselbst die Ma - lerkunst getrieben . Er hat bey seinem Absterben sehr wenig Ver - mögen hinterlassen , so , daß sein Svh " , der noch ein klein Kind war , im Waisenhause unterhalten worden . Camden ist bey seiner größten Erhe - bung so weit davon entfernet gewesen , seine geringe Familie der öffent - lichen Kenntniß zu entziehen , daß er der Malerinnnng in seinem letz - ten Willen einen vergoldeten Becher , der >6 Pfund Sterlings , welches bey nahe hundert Thaler ist . gekostet , mit dieser Inschrift vermacht ; Guil . Camdenus Clarenceus , filius Sampfonis , Piftoris Londinenfis , do - no dedit . Dieß ist einer von den Bechern gewesen , deren man sich bey dieser Innung , bey feyerlichen Zusammenkünsten bedienet . Camden hat von seiner Mutter Seite einer alten Familie , nämlich der Cur - weus , welche von Gosparric , Grafen von Norrbumberland abstammet , angehöret . Aus Caindens Leben de« Thomas Smilhs , a S .
fB ) Er hat ju Grford st»dicrr , obrtc Änncbmung eines ves \ Ich bemerke dieses . damit ich Gelegenheit habe , zu sagen , daß er im Jahre > ; 88 , da ihn sein Ruhm , über den Titel emes Meisters der fteyen Künste , erhoben hatte , welchen di ? Akademie zu Oxford denen zu eriheilen gewohnt ist . die ihren siebenjährigen Lauf vollendet haben , um die Ertheilnng dieses Grads angehalten hat . Man gab ihm zur Ant - wort . daß es geschehen sollte , er solle sich nur bey der nächsten sammlung der Akademie melden . Er hatte nicht die Zeit , dahin zu gehen : allein im Jahre >6> ; ist er vor der Akademie erschienen , wo - hin er gegangen war , dem Leichenbegängnisse des Thomas Bodley bey - zuwohnen , und hat den Magistertitel der fteyen Künste erhalten . Dieß war eine große Ehre für diese berühmte hohe Schule , das ein Mann von solchem Alter , und so großem Ansehen , diesen Titel zu haben ge - wünscht Ebelidas . 6 , 7 S
Mail merke , daß sich Schriftsteller finden , welche versichern , daß ihm die Akademie denselben angebothen , er aber denselben damals nicht nö - thig zu haben geglaubet , und ihn , der meisten Wahrscheinlichkeit nach , auch nicht angenommen habe . Dieß ist die Meynum Herrn Gibsons im Leben CamdenS . ( siehe unten in der Anmerkung F ) zu Ende , die daraus angeführte Grelle ) und er unterstützet dieselbe mit dem Zeug - nisse de« Herrn Woods
( Q Er bar fem Sack . Britannia , ; u London , im Jahre 1586 , drucken lassen . ] Durch diese Iahrzahl widerlegt man diejenigen , wel - che sagen , daß König Jacob dem Wilhelm Camden Befehl gegeben ,
England zu beschreiben . Diese Beschreibung ist fünfmal der vor dem Tode der Königinn Elisabeth zu London gedruckt worden . Es scheint nicht , daß diese Prinzeßinn an dem Vorhaben des Berfas - sers Theil gehabt : Er ist zu dieser Untersuchung , durch den Geschmack , oder durch seine natürliche Neigung , angetrieben worden , und er hat seine Reisen und sein Wachen zur Ausführung seines Entwurfs angewandt , ohne daß e« scheint , wie ich schon gesager habe , daß ihm der Hof in dieser Materie etwas aufgetragen , oder ihm einige Befolduna versprochen hätte . Smith , auf der 10 S giebt bloß z« verstehen , daß Philipp Sid - ney den Verfasser aufgemuntert , und ihm seine Freundschaft anbiechen lassen . Es ist also ein Fehler in der Stelle , die ich anfübren will : ich werde sie ein wenig weitläuftig anfuhren , weil sie ein Lob enthält , das nicht verdächtig feyn kann : man erinnert sich der qered'ten Klagen , wel - che der Bericht des Sorbiere auszustoßen , Anlaß gegeben hat . - ften : Sprar hat im Englischen einen Tractar wider den Bericht des Sor - biere herausgegeben , welcher Tractar ins Französische übersehet , von dem Uebersetzer vermehret , und zu Amsterdam gedruckt worden ist :
„ England ist das Land , welches in der Welt am besten bekannt ist ; weil „ Camdenus , auf Befehl des Königes Jacob eine Beschreibung davon „ gemacht , zu welcher er vieljahrige Reifen angewendet . die er dieserwe - „ gen ausdrücklich gethan hat . Er ist dem Laufe der Flüße qefvlget , „ und beschreibt alles , was er zur Rechten und Linken gefunden . Er „ hat viele Reisen in dem platten Lande gethan , er ist in die Wälder und „ über die Gebürge gegangen ; so , daß er dasjenige entdeckt , was sich „ merkwürdiges darinnen gefunden , es bis auf die geringsten Schlosser „ an feinen richtigen Platz gesetzt , und im Vorbeygehen , die Historie , „ die Geschlechtsregisier und die Verschwägerungen aller ansehnlichen „ Familien angeführet hat . Sein Werk machet eines der merkwürdig - , . stm Theile von dem AtlaS des Herrn Blaeu aus . Sorbiere tion d'Angleterre , pag . 19 . holländischer Ausgabe , von 1666 . Smith bemerket , daß Camdens Biitannia den viertenTheil von dem Atlas des Zanfoniu« ausmacht , der im Jahre > * 59 zu Amsterdam gedruckt »vor - den ; daß es aber darinnen sehr verändert ist ; man beobachtet die Ord - nung des Urhebers nicht darinnen , man saget nicht alles , was er gesaget hat ; man setzet seinem Werke hier und dar dasjenige zu , was andre sagen , und man bemerket dasjenige nicht , was von ihm , oder was von andern Scribenren kommt . Nitidiflimis quidtm charadteribus , fed ordine plane diuerfo , multis omifiis , multis quoque e Ioannis Speedi alio - rumqne feriptis interpofitis adieftisqtie , vt quid ipfe Camdenus , quidue illi feripferint merito ambigatur . Smith , in Vita Camdeni , pag . - 8 - Wenn jemand dieses Werk wieder drucken wollte , so konnte man ibm mit vielen von dem Urheber gemachten Verbesserungen und Vermehrungen an die Hand gehen . Ebendas . Man sehe die kung >L ) zu Ende .
( . 0 ) - e - Man b«t es vielmal wieder gedruckt - - alle neue Ausgaben sind besser geworden . ] E« giebt che Materien ; man kann beständig etwas dazu sehen , weil man allezeit gewisse Dinge vergißt , die man hakte sagen können . Dieß ist das Schicksal der Wörterbücher . Es gicbt andere so schwere , dunkle und mir Nebenumständen überhäufte Materien , daß alles was man rhun kann , darinnen bestehr , daß inan sich dabey iiicht oft bekriegt . Mit & nein Worte : es giebt viele Ursachen , warum ein Buch durch öfteres Drucken und Wiederdrucken zur Vollkommenheit kommt Sehr oft wird es aus einem sehr schlechten , wie es anfänglich ans Licht tritt , gut . Dieß ist allezeit ein Nachrheil für den Verfasser ; denn man kann zu ibm sagen : daß er eu , wenig zu sehr geeilt , und daß fem Werk an - fanglich nichts , alseine elende frühzeitige Geburt gewesen Unser Camden aber ist nicht unter diesem Falle begriffen . Die lebte Aus - gäbe seines Britanniens ist unveraleichlich besser , als die erste : aber diesem ungeachtet bleibet die erste dennoch gut . Ich führe die Worte des Herrn Smith an , und ich halte mich versichert , da ? geschick t« Leler diese Anmerkung nicht verdammen werden : sie ist sebr geschickt , zu unterweisen , auf was für Art man von gewissen Werken nrtheilen soll . Allein , was ist nothwendiger , als das Unheil seines Lesers zu bilden , indem man ihm gewisse abgesonderte und auserlesene Gedanken eines andern Buches vor Augen leget ? Dieß ist die Bewegunqsur - fache , die mich antreibt , dergleichen Absonderungen in dieses Wörter - buch einzurücken , welches ein für allemal gesaget sey . Hier ist meine Anführung : Cum enim opus eiusmodi ex argumemonim , quae in lllo traftantur , varietate continui incrementi capax iit , et tarn ingenti rerum hacknus incognitarum , quanim origo auf obfeura aut incerta , copia et apparatu referciatur ; nemo , qui de hifee ftu - diis recte , et prout par eft , iudicandi facultate pollet , errores , fi qui in primis Editionibus reperirentur , non cx leuitate et incon - Äantia mentis , non ex praeeipiti inlulfas et nullo fundamento in -

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