Creator:
Bayle, Pierre Gottsched, Johann Christoph La Croze, Maturin Veyssiere
PURL:
https://dibiki.ub.uni-kiel.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:8:2-4244

Camden . 27
die Zuschrift seiner Briefe gemacht hat . Nun ist sie aber vor dem Iah - bewundert worden 1 ( Er ist EugeniuS des IV Nachfolger gewesen . )
re 1464 gemacht worden , welches des CoSmus Sterbejahr gewesen . Einige wollen , daß so wohl der eine , als der andre von diesen beydenPabsten
III . Zum dritten ist es der Florentiner Poggius gewesen , wieVoßius dedacht gewesen , ihn zum Cardinale zu machen . Varill . Anecdot . de Flo .
de Hiftor . Lat . pag . 556 . saget , welcher die Leichenrede dieses Generals rence . Wharton , Append . ad Cauc de Script . Ecclef . Dem sey wie
von Camaldoli gehalten . Nun ist Pogg>u6 im Jahre , 459 gestorben , ihm " wolle , diejenigen bekriegen sich , welche eine genaue Freundschaft
Also muß wohl dieser General bis 1490 gelebt haben . Das Vorgeben zwischen ihm und dem Politian vorgeben ; denn der letzte ist erstlich im
des Voßius , daß PoggiuS des Ambrosius Schuler gewesen , ist mir ein Jahre >454 auf die Welt gekommen . Valer . Curio , Praefat . in Diog .
wenig verdächtig ; denn Poggius muß schon eine Figur gemacht haben , Laert . beym Gesner Biblioth . foL 32 .
«he man vom Ambrosius geredet , und er ist alter gewesen , als er Er So weit war der Buchdrucker , als mir einer von meinen Freunden ,
hat ums , ahr 1407 angefangen , Secretar der Breven , zu seyn . Er ist , „ ämlich der Herr Larroque , den ich gebethen , den Auguftinus Florenti -
untet wahrender Kirchenversaimnlung zu Costnitz , ein Mann von Wich - m , s zu Rathe zu ziehen , zu wissen gethan , 1 , daß man darinnen fände ,
tlgkeir gewesen , weil er den Bericht von der Todesstrafe des Johann es ! ^ unser Ambrosius den 21 des SBeinmotwtS 1459 , nach seiner Zu -
Huß . im ^ahre >416 gemacht hat ; und weil er 1459 , im 80 Jahre sei - rückkunft von der Kirchenversammlung zu Florenz , die er mit unter -
MS Alters gestorben ist , so muß er im Jahre^379 seyn gebobren gewe - schrieben , gestorben ; ( Augiift . Florent . in Vita AmbroC caP . XXIX . )
feil . Nun ist Ambrosius zu der Zeit der Kirchenversammlung zuCost - und daß er vierzehn Jahre und zwey nnd zwanzig Tage alt ^ in» Jahre
Gewese " , und seineGeburt fallt . ns . ^0 in de . , Orden getreten . Ebend . IV Cap . - Daß Dom Thoma - ZK« ? , f , riZudenken , daß Pog - Minis , der Florentiner , welcher im Jahre - 606 das Verzeichnis der
^ n ^1« s - , n des Ambrosius Mitschüler , bey ftinen griechischen Stu - Heiligen , von dem Orden von Camaldoli , zu Florenz herausgegeben , auf
iFfrÄ ? ^UtVeroercns ; , ÄDe , n Cr b " " " recht' den Voßni - , in der 4 ; S . saget , es sey Ambrosius , der fünfunddrcyßigste Generali Ü & LJ ? " chenr / de we . ler sich , obgleich mit einer , 439 gestorben . Ich erstaune , daß Wharton , der das Werk ÄuguMiS
Bed>ngi>ng , mifdle falsche Meynung gründet , daß AmbronuS bis mS von Florenz in Händen gehabt , unsern Ambrosius im Jahre 144 - , blü - Jahr . 49° gelebt hat . Landing ^ot . inVollium de Hiftor . Latin , , und ihn noch lange Zeit leben läßt . Voßius , dm ihn im^ahre ^ WlU 12 Vorbeygehen emen Fehler des Morer . bemerken : blühen läßt , hat die Sache nicht recht eingesehen , und den Jacob
erjaget mit einer rückgängigen Ordnung , daß sich Ambrosius bey den von Bergamus nicht gut angeführt , der unfers Ambrosius unter dem
Kirckenversammlungen zu Basel und Costnih befunden . Wie will er Jahre 1431 aedcnkec , und nicht , wie Voßius saaet unter dem die Sache , in Ansehung des letzten Punct - , rechtfertigen ? IV . Zum 9 ' 3 ' ^
vierten berichtet uns Bartholini , Hodoeporicon Ambrofii , pag . vlt .
daß der Pabst Eugenius der IV , nachdem er den Tod unfers General« ( F ) Sein Körper ruhet in der Capelle von Camaldoli , ohne
von Camaldoli erfahren , dadurch empfindlich sey gerührt worden . Dum Grabscdrifr und 3iec«th . ] Dom Mabillon , der sich darüber geär -
eius primum inaudita morte fubita vi doloris abreptus in laerymas gert , solches zu sehen , bemerket in seiner italienischen Reise die Betrach -
et aliquandiu quoque ingemifeens , cum ex nomine vocare non ces - tung , die er darüber gemacht hat : In Oratorio , saget er , Muf . Tom . L
faret , in has voces identidem erumpens , ambrosi , Fili , quis te pag . 180 . fepultus eft fine lapide et titulo magnus ille Ambrofius , Cal
( mihi eripuit , quis ecclesiae lvmen adeo intempeftiue ex - maldidenfium quondam fummus Praepofittis , tum coenobitanim ,
tinxit ? Dieser Pabst ist 1447 aus der Welt gegangen . Wenn nun tum eremitarum , qui fub Petro Delphino difcefllonem a coenobitis
Ambrosius vor ihm gestorben ist , was wollen denn so viele Schriftsteller fecerunt . Subit indignatio , vt cumPlinio iuniori loquamur , ( Lib . VI .
sagen , die einhällig bemerken , daß er sehr lange gelebt hat ? Exceflit e Epift . X . ) tan» viri poft tot annos reliquias negledhunque cinerem
vita plane fenex . Joutus . Obiit valde grandaeuus , non fine fandtitati * fine titulo , fine nomine iacere , cuiiis memoria orbem terrariim glo .
opinione . Wharton . Und woran bat Paul Jovius gedacht , wenn er ria peruagata eft . Sed potior Ambrofii apud Deum gloria eft ac
saget , daß Ambrosius vom Eugenias dem IV , und Nicolaus dem V , memoria .
Camden , ( Wilhelm ) einer von den geschicktesten und berühmtesten Männern seiner Zeit , war zu London den 2 Man im Jahre . 551 aus einer eben mcht sehr ansehnlichen Familie gebohren ( A ) . In seinem fünfzehnten Jahre wurde er nach Oxford geschickt . Er studierte daselvtt fünf ^ahre ohne Annehmung eines Grads ( B ) , und kam darauf wieder nach London wo er unter andern Gönnern den Gabriel und Gottfried Goodmann fand . Dieß waren zweene Brüder , welche da sie die schönen Gaben CamdenS erkannt , sich ein Vergnügen daraus machten , ihm Mittel zur Ausbesserung desselben an die Hand zu geben . Der eine davon " , Dechant zu Westmünster , gab ihm im ^ahre , 575 die Unteraufsichr der Schule , welche die Königinn Elisabeth in der Kirche zu Westmünster gestiftet hatte b . Camden , welcher schon ein so großer Humanist war daß er diesem Amte mit Würden vorstehen konnte , erfüllte alle dessen Verrichtungen auf das genauste , und vergaß dabey nicht , sich auf erhabenere Studien zu legen . Aus einer natürlichen Neigung legte er sich hauptsächlich auf die Untersuchung der Alterthümer seines Landes : und wieibmdie Schönheit seines WiheS , und die Tiefe seiner Urteilskraft , gar bald den ganzen Umfang dieses Vorhabens , und alle Hülssmittel entdeckten , die er nöthig hatte , darinnen glücklich zu seyn , so wendete er alle seine Gedanken und alle seine Arbeiten auf die Vorbereitungen desjenigen Werkes an , das er im Sinne hatte . Dieß war die Historie der alten britannischen Völker : er wollte ihren Ursprung , ihre Sitten und ihre Gesetze aus dem Grunde ab - handeln . Hierzu war nöthig , daß er nicht allein alles dasjenige , was die Griechen und Lateiner uns von Großbrittanien hin - terlassen hatten , sondern auch die alte Sprache dieser Insel , das alte Brittische und das alte Sächsische verstund . Er mußte die alten Reisebeschreibungen untersuchen , die Archive durchkriechen , und eine unzählige Menge alter Papiere durch , blättern . Er verabsäumte von allem diesem nichts : sein Fleiß und seine Mühe waren außerordentlich , und die Frucht deich - falls , die er daraus zog ; und weil sich sein Name auch in fremden Ländern ausgebreitet hatte , so fanden ihn diejenigen die von den Sachen zu urcheilen vermögend sind , besonders geschickt , dieses große Vorhaben auszuführen , und ermahnten ihn da - zu , und leisteten ihm , ein jeder nach seiner Einsicht , Hülfe dabey . Er wollte in Person von der Lage der Detter Erkundiguna einziehen , und es war kein Winkel in England , den er nicht auf das sorgfältigste untersuchte . Von allen diesen Arbeiten kam endlich nach zehen Jahren das Buch Britannia hervor , welches er zu London im Jahre 1586 drucken ließ ( C ) . Dieses Werk that der Hoff - nung ein Gnügen , welche sich die Gelehrten davon gemacht hatten : es wurde so bald verkauft , daß man es im folgenden Jahre wieder drucken mußte , und außer den Ausgaben in Deutschland , kann man auch die englischen vom Jahre 1590 , 1^4 1600 und 1607 noch zählen Diejenigen , welche die Art von dergleichen Werken kennen , haben nicht nöthig , daß man ihnen melde daß alle neue Ausgaben besser geworden ( D ) . Der große Fortgang dieses Buches , und die Lobeserhebungen , die es seinem Urheber von allen Seiten zuzog , benahmen dem bescheidenen Naturelle Camdens nichts , und bliesen ibm keine ttlaierte «in , den Schulstaub zu verlassen , den er lange Zeit als Subrector eingeschluckt hatte . Wenn seine Freunde nickt mehr ge für fein Glück getragen hätten , als er selbst , so wurde seine Nation und seine Zeit ißo die Schande haben daß sie eine so große Person im Staube hätten liegen lassen Allein man hat diesem vorgebeugt ; denn der Bischof von Salisbury f . gab ihm im Jahre 1588 die Pfründe von Jlfarcombe . Camden hat dieselbe seine ganze Lebenszeit genossen , ohne daß er daselbst gewohnt , und ohne daß er die heiligen Orden erhalten hatte . Er folgte im Jahre 1593 dem Edward Grant , welcher Oberauffehee bey der Schule zu Westmünster gewesen war ; und er verfertigte eine neue griechische Sprachlehre , welche im Jahre 1597 zum Vorscheine kam , und nicht allein in der Schule , darüber er die Aufsicht hatte , sondern auch in allen Schulen durch England eingeführet wurde . Er wurde in eben demselben Jahre aus dem Schulleben gezogen , um dem Richard Leigh zu folgen , der unter dem Titel von Clarence Wapenkönig gewesen war . Diese Würde - seßte ihn dem Zome eines Menschen aus , welcher , weil er dieselbe zu verdienen glaubte , und an deren Erlangung nicht gezweifelt hatte , es als eine Beschimpfung ansah , daß man dieselbe einem andern ziigetheilet hatte . Seinen Verdruß zu vertreiben , und sich wegen des Schimpfs zu rächen , den er dadurch erkalten zu haben meynre , griff er das Werk CamdenS an , und gab eine Beurtheilung s desselben , voller Bitter - keit und Heftigkeit heraus ( E ) . Camden antwortete ihm mit vieler Mäßigung ; er rechtfettigte sich auf eine sehr gelehtte Art , und überführte ihn vieler groben Scyniher . Hierauf glaubte er , seine Muße nicht besser anwenden zu können , als auf die Untersuchung der alten Geschichtschreiber der Nation . Er sammlete verschiedene , und ließ sie ^03 in Deutschland cken . Es ist Zeit , daß ich von seinen Jahrbüchern der Königinn Elisabeth rede ; ein Werk , welches ihm nicht weniger Ruhm erworben hat , als dasjenige , welches unter dem Titel Brirannia heraus gekommen ist . Als Camden im Jahre 1597 zur Würde eines Wapenköniges erhöben worden war , so ersuchte ihn Wilhelm Cecile . an der Historie dieser Königinn zu arbeiten , und versprach ihm alle Arten von Nachrichten ; Camden übernahm sie , allein der 5od Cecils , der das Jahr darauf erfolgte , minderte die Hche sehr , womit er sich bereits an dieses Werk gemacht hatte . Nachdem Tode der Königinn ward er noch we - niger dazu angerrieben , und verzögette diese Arbeit immer länger und langer , m der Hoffnung , daß jemand anders unter so vielen geschickten Leuten dieselbe unternehmen sollte , welche von dieser Prinzetzmn mit Wohlthaten waren überhäufet worden ; allem da er sah , daß sich niemand wagen wollte , eine Historie von einer so rühmlichen Regierung herauszugeben , so ergriff er seinen vorigen Vorsah mit Eifer wieder : er durchsuchte alle Arten von guten Quellen , und gab im Jahre 1615 die Jahrbücher von England und Irrland , vom Anfange der Regierung der Elisabeth biö auf daS Jahr . 589 , heraus . Dieses Werk , welches U Vttnd . D - Lateinisch

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