Creator:
Bayle, Pierre Gottsched, Johann Christoph La Croze, Maturin Veyssiere
PURL:
https://dibiki.ub.uni-kiel.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:8:2-7675

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Elichmaim . Elias .
zu Äicarpurg , veyaesugr . Alan wollte lyn deswegen zur Verantwortung z - eyen ; allem er lies oavon , unvwarv rom , fchrakl ) o ! isci ) c . Dieß ist nur ein Theil des Bösen , das man in dem Gedruckten von ihm saget , das ich anführe . Er hat 1609 zu Frankfurt ein ander Buch herausgegeben , unter dem Titel : Innocentius , Lue de Miferia hominis libri tres , in iguominiam et confu - lioncxn fupcrborum editi .
ä ) Cum praefatione fpurca et pietati moribusque aduerfa . Tobias Tandlerus , in Repulfione CaUim . Elichii . b ) Plurimi libri fcholiis enormibus ac non tokrandis confpurcati . Ebendas . c ) Ebendas .
tenberg , angegriffen , der im 1606 Jahre eine Rede , de Faftino et In . cantatione , herausgegeben harte . Dieser Taiüler hat , da er es , nebst andern Stücken von dieser Art , im iboz Jahr« wieder drucken lassen , eine sehr kurze Antwort auf die Lästerungen des ElichiuS dazu gefüger . Diese ist es , woraus ich die Materie dicsts Artikels genommen habe .
( A ) Kr ließ sein Vucli ; u Frankfurt im >607 Jahre drucken . ^
Er hat ihm den Titel gegeben : de vaemonomagia , de vaeinonis ca - curgia et Lamiarum energia . Er hat diejenigen trotzig widerleget , welche dasjenige in Zweifel ziehen , was von den Hexen und ihrer wirk - lichen Reife zu den Versammlungen des SabbathS gesaget wird . Er hat namentlich Tobias Tandlern , Professor 11 der Arzneykunst zu Wit -
Elichlttantt , gebürtig aus Schlesien , trieb die Arzneykunst zu Leiden Er verheirathete sich im 1638 Jahre mit einer Frauensperson , die aus einer Familie der Bürgermeister war b . Er genoß dieselbe nicht lange Zeit ; denn er starb im 1659 Jahre £ . Er hat 16 Sprachen wohl verstanden d , und ist in der persischen so fettig gewesen , daß Europa , nach des «salmasius Urtheile , keinen Mensche» , jemals hervorgebracht , der ihm darinnen gleich gekommen wäre , und vielleicht auch niemals dergleichen wie - der hervorbringen würde Er glaubet , die deutsche und persische Sprache kämen aus einer Quelle * , und gab deswegen vieler - ley Gründe an f . Er hat einen Brief in arabischer Sprache geschrieben s der im 1636 Jahre zu Jena gedruckt worden» Seine Dissertation : I ) e tennino vitae fecirnduin mentetn Orientalium h , ist 1639 erschienen . Sie würde viel länger ge - wesen seyn , wenn er nicht über der Arbeit gestorben wäre . Seine lateinische Ueberseßung der Tafel des Cebes ist , nebst der arabischen und griechischen Dolmetschung , durch Besorgung des Salmasius , 1649 zu Leiden gedruckt worden , welcher eine sehr weitläuftige Vorrede dazu gefüget hat .
a ) Crenius inPraefat . Fafcis I . Exercitationurn Philologico - Hiftoricarum . b~ ) Bcuerouicius de Vitae termino , P . III . p . m . 139 . c ) Koenig . Biblioth . p . 270 . d~ ) Chriftian . Raums , p . 12 . primae Panegyricae , beym CreniuS , ebendas . Salmatius Praefal . in " la - bul . Arabic . Cebetis . f ) Ebendas . g ) De Vfu Linguae Arabicae in Medicina . Siehe Königs Bibliothek , - 76 S . ö ) Sie ist zu Ende des III Th . von dem Werke des BeveroviciuS , de rermino Vitae .
funt , quos Gennanus intelligat . Wem aber dieses Wunder nimmt , der darf nur bedenken , daß alle oceidentatische Völker aus dem Oriente ihren Ursprung haben , und daß folglich auch die Deut - schen vormals in Asien gewohnec , und also der Perser Nachbarn gewesen seyn können . Diese« stimmt mit beS Herrn von Leibnitz Meymmg . vom Ursprünge der Franken , sehr wohl überein . Siehe dessen Diflert . de Orig . Franc , die 1709 in jj . lateinisch , und fran» zösisch in de» ! Recueil de " diverf . Piec . de Mr . Leib . New» Clarke etc . herausgekommen . Bon den alten Scylhen ist dieses gewiß , und vcn diesen stammen wir unstreitig her . Wenn Beea - NUÄ IN seinen prancicis , Libr . IL p . zo . Recht hat , sv sind die alten Franken von dem mavtischen See , wo sie unter den eimme - rischen Völkern gewesen , au» der Cheribnncfo Ciinmerica , oder rrimmischen Tartarey an die Küsten der Ostsee gezogen , wo die Meklenduraer und Hollsteiner wohnen , und haben dieser schen Ehersonneso Eimbriea den Namen gegeben . Will man ober diesem nicht Glauben beymessen , so ist es doch auegemacht , haß die Gothen , die vormals an der Ostsee , in Pommern , und Preußen gewohnt , immer weiter ostwertS gezogen , und eine lan - ge Weile in der kleinen Tartarey gewöhnet , bis sie endlich längst der Donau heraufgekommen , und so wohl dem griechischen , als la - teiniselien Kaijerthume im fünften und sechsten Jahrhunderte viel $u ^>affen gemacht ; wie der obbelobte Herr Professor Wächter in der angezogenen Vorrede seines Gloflarii gewiesen hat . Sind nun die deutschen Völker so lange an den asiatischen Grenzen ge - wesen , so können sie wohl eine Anzahl persischer Wörter nommen . oder den Persern etliche von den ihrigen mirgetheilet haben . Ja , wer weis , ob nicht beyde Völker aus einem gemein - schaftlichen Ursprünge herrühren ! Hat doch ein gewisser WackiuS beweisen wollen , eeltisch sey so gut , als chaldäisch ; und dieses mit einer Menge steyermärkischer Wörter darzuthun gesuchtt , die ev daher leitet . G .
* Daß dieser gelehrte Mann nicht ganz im Zrrthume gestan - den . das kann durch eine Menge deutscher Wörter , die Mit den Persischen von gleicher Bedeutung , völlig übereinstimmen , dargelhan werden . Der gelehrte Herr Wächter hat in der Vorrede seine« kleinen Gloflarii Gennanici , im XVII § . ein ganzes Verzeichniß solcher Wörter gegeben , weld ) eS ihm , unser in den m crgenlanbischen und abendländischen Sprachen höchsterfahrne Herr Professor Clo - dius an die Hand gegeben . Es ist dasselbe mit sehr großer Rich - tigkeit abgesasset ; da hergegen andere Gelehrte . die dergleichen gegeben haben , oft das Persische mit dem Türkischen und mir dem Arabischen vermenger , und manches sehr unrecht geschrieben haben . Einige Exempel sollen die Sache klar machen : Bend heißt ein Band ; 2 ? cr , eine Baare ; Z5erbcr , ein Barbier ; be , sken , bevestigen ; Achter , Besser , plattdeutsch^Secter ; Dick , eine Pauke ; borden , tragen , plattdeutsch , barm , davon eine Bürde kömmt ; imgleid ) en DorOing , das ist eine Art der Ulrich# , womit die großen Schiffe aufgeladen werden : 2 ? rader , ^ ein Bruder ; Choda , Gott ; Cordes , ein Kürbis ; Der , die Thure ; plattdeufch Doer ; Docl ) ter , die Tochter ; Drug , der Betrug , oder Trug ; cnder , unter ; estaden , stehen , davon Stadt , Statt : < & bdi , die Kehle ; ghirifren , greifen , plattdeurich . gr^'pen ; ( Bbu tifttn , greinen , kreischen ; Gban , die Kuh , englisch , Cow , oder plattdeutsch , Rau , oder Roh ; Juck , das Jod ) ; tbal , kahl ; Risti , die Kiste ; SJb , die Lippe ; tNaoel ? , ein Maadchen ; Mader , Mutter ; ! Nohe . der Mond ; plattdeutsch , LNaan ; men . mein ; morden , sterben ; mordaniden , ermorden ; tlTuffb , eine Mau« ; Naf . der Nabel ; Nam , der Name : n . ed , nein ; neu , neu ; nu . neune ; Pater , Vater ; Poster , Polster ; ru * baden , rauben ; fanden , setzen ; schestb , sechs ; Srahre , Stern ; Tonder , Donner : c ic . Wer nun vieles erweget , den wird es nicht befremden , was der Herr von Leibnitz in seinem Otio Hanouerano , auf der 15 - S . N . XXX saget : Integri verfus Perfice fcnbi pof -
Elm6 f einer von den größten Propheten des alten Testaments , lebte unter der Regierung Achabs . Seine wahrhafte Historie findet sich in dem Wörterbuche des Moreri : ich verweise die Leser dahin , und begnüge mich , einige apokryphische Erzah - lungen anzuführen , die ihn betreffen . Es ist unter den Iüden eine sehr gemeine Sage gewesen welche enthält , daß er von dem Phineas , des Hohenpriesters EleazarS Sohne , nicht zu unterscheiden sey ( A ) , und daß der Prophet , der bald unter dem Namen Phineas , bald unter dem Namen Elias , unter den Menschen gelebt , kein Mensch , sondem ein Engel gewesen K Der heil . Epiphanius erzählet eine Sache , die eben so wenig anzunehmen ist , als diese ; ich rede von einem Gesichte Sobacs , des Elias Vaters . Er hat , nach der Niederkunft seiner Ehfrau , weisgekleidete Manner zu sehen glaubet , die den Neugebohrnen gegrüßt , ihn mit Flammen bedeckt , und ihn Flammen verschlingen lassen . Dieß sind die Windeln gewesen , worein sie den jungen Elias gewickelt hat . Hier ist die Milch , womit man ihn genähret hat . Sobac gieng , das Orakel in Jerusalem um Rath zu fragen , und erfuhr die Bedeutung dieses Gesichtes . Man versicherte ihn , daß sein Eohn im Lichte wohnen , u»o Israel durch Feuer und Schwerdt richten würde c ( B ) . . Es ist seit langer Zeit eine ganz gemeine Meynung unter den Christen gewesen , daß Elias nicht gestorben sey , und daß ihn Gott entweder in dem irrdischen Paradiese , oder in dem Himmel , oder an einem andern Otte lebendig erhalte , um sich desielben gegen das Ende der Welt , wider den Antichrist zu bedienen^ Es giebt einige , die versi - chern daß er alsdann den Märtyrertod leiden wird , und daß er und Henoch die beyden Zeugen sind , davon im Xl Cap . der Of -
r' < ' ^mtrh d ♦ ittih mi'o i« / m ihm mt1ß ! >r hf'ofom um * ^
MD P , .
Propheten , als von einer rechtmäßigen Geburt zu reden ( v ) . Man hat schon seit langer Zeir^ von einer mündlichen Sage ge - redet , die man fälschlich vom Elias ableitet , lind welche versichert , daß die Welt nur 6000 Jahre dauren wird , davon 2000
dasjenige

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