Creator:
Bayle, Pierre Gottsched, Johann Christoph La Croze, Maturin Veyssiere
PURL:
https://dibiki.ub.uni-kiel.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:8:2-7660

Eimeric . Eisleber . Eysengrein . Elich .
Z69
luit quam Ciceronianc , et quod voluit aflequutiis eft . Erasmus , in Cicereniano , p . m . 72 . Ghilini saget aucl ) , Theatro , P . I . p . 97 . daß sich Egnatius durch seine Lehre und durch seine Sitten beliebt äemacht hat : ? er Ig fingulare fua dottrina e integrita di coftutni . Der heber der Zuschrift , Kessenich bereits gedacht habe , läßt sich hierüber weitläuscig und auf eine sehr bejahende Art heraus ; denn nachdem er die Gaben des Geistes ausgelegt hat ; ich will sagen , das Gedächtniß . die Einbildungskraft , die Wissenschaft , die Beredsamkeit de« Egnatius , seine Geschicklichkeit , das angenehme und ernsthafte in seinen Beurtheilun - gen gehörig zu verbinden , und die Jugend zu unterweisen , so beschließt er mit diesen Worten : Poftremo vero , fi omncs eins mores dili - genter infpicias , perfeöuin fane atque abfolutum innocentiflimae vitae exemplar fefe offert . Vniuerfa enim eins vita , nihil aliud quam ardentiflimam religionem , Chriftianamque pietatem fpirat . Poterat omnis Veneta eimtas in hoc vno perinde atque in puriffimo fpeculo fefe ad omnem pietatem , eruditionemque componere . Mar - cus Molinus , Epift . Dedicat . Exemplorum Egnatii . Siehe auch die Anmerkung ( K ) , zu Ende . Er scheint in seiner Sache so gewiß zu seyn , daß er sich die Mühe nimnit , diejenigen zu widerlegen , die in einem sa - tirischen Briefe ausgesprenget halten , daß Egnatius ohne Religion ge -
tritii fanguinis familias Molinam , Lauretanam , et Bragadenam , fupremis tabulis heredes inftituit ; qua in hereditate praeeipue nu . meratur copiofa librorum fuppcllex , numis antiquis aureis , ar . genteis et aereis , aliisque praeterea veteris aeui monumentis in . ftru & iflima .
( G ) Teißiers Beurtheilung - t - tonnte auch auf das Griginal erstreckt werden . ] Erstlich wollen wir die Worte des du Ryer besehen : Johann Baptista Egnatius war von Venedig , aus einen , „ guten Hause , aber arm , und ist ein Schüler des Angelo Politio ge - „ wesen ; welcher die fast erstorbenen guten Wissenschaften in Italien wie - „ der eingesühret , und nachdem er vierzig Jahre mit Bewunderung ganz „ Italiens gelehret hatte , diese Gnade von dem Rache erhalten hat , u . s . f . Dn Nyer , Uebersetzung ThuariS , vom Teißier , im l Bande , auf der 74 S . angefuhret , Ausgabe von 1696 . Dieß ist Teißiers kung , auf der 7 , Seite , ebendas . rvenn man fiel ? an die tikalische U ? ortfügung des Du Ryer halten will . ss wird es scheinen , daß Angelo politio , der Sie guten Wissenschaften in Italien wieder eingesühret , auch vierzig Jahre durck , in Vene , dig gelehret hat . Unterdesien ijk e« gewiß , daßThuanus vom Egnatius reden wollen , und daß politio , der einer von den ge / lehrtesten und zierlichsten Scribenten seiner Feit gewesen , in nem vierzigsten Jahre , 155z , gestorben ist . Dieß ist ein ler , es sollte 1494 heißen , wie in der ersten Ausgabe Teißiers . Dieftr Kunstrichter hätte noch zwey andere Dinge bemerken können : erstlich , daß das lateinische 3Bort Pontianus , durch Politien , und nicht durch Politio hätte überlebet werden sollen , welches ein unbekannter Name in der Republik der Gelehrten ist , wenn von dem berühmten Angelus ntianus die Rede ist : zum andern , daß ThuanuS keine unschuldige Ur - - fache , von dem Jrrthume seines Uebersehers ist : denn die Fügung seiner Worte leidet keine bessere Uebersetzung , als des Du Ryers seine . Hic et annus abftulit , saget er Libr . XII . pag . - 5z . Ioannem Baptiftam Egnatium familia honefta , fed in tenui re , Venetiis natum , Angeli Politiani , qui bonas litteras in ltalia intermortuas excitauit , difeipu - lum , quique eas non medioeri ftudio illuftrauit , et feriptis et blica xl annorimi profeflione cum funima totius Italiae admira - tione . PerizoniuS hat beobachtet , ( siehe seine Schriften wider den
cancius , ) daß die neuern Schriftsteller zuwnlenUrsackeander Runkel -
ir und den Zweideutigkeiten des Latein« durch die üble Stellung sind , die ihren Wörtern geben .
( H ) ( £3 muß etwa» wider dm Moreri gesaget werden . ^
lebet hätte , und gestorben wäre . Er begnüget sich , - über ihre heit zu schreyen , und über ihre Thorheit zu spotten : IUud vnmn prae - terire nequeo , homunciones quosdam nefario fcelere audaces , in tarn Angularis , tamque omnium iudicio probati viri memoriam in . neöos : atque male confarcinata epiftola , ac vix cohaerenti tarn pla - cidos mancs violare fuille aufos . Vt iam exclamare libeat , o res , o tempora ! Vnde repente tarn inopinata atque immania mon - ftra ? Vnde ifti tarn infefti Calydonii apri , fpumofo ore in praecla - ram omnium virtutum fyluam debacchantes , vniuerfamque optiini ac dodiflimi viri famae exiftimationisque fegetem indigne deiiaftan - tes ? Ergo iterum opus eft Hercule ? Iam 13 inftat labor ? Dii ve - ftrarn fidem ! Sed attende quaefo , quid praeclari ifti Cenfores da - mnent . Egnatium parum Chriftiane vixifle , atque eadem , qua vi - xerit pietate , defunchim efle . Id nimiruin quod quemuis hominem Chriftianum offendere potuiflet . Sed qua tandern in vrbe hoc le - uiflimi homines mentiti funt ? Nempe in illa , quae hunc genuit , educauit , atque ad amplilT . honores fummo iudicio promouit , ac publicis decretis toties decorauit . O infignem audaciani , o manife - ftam calunmiam ! Vidcs quamlibere , quam confidenter pronun . cient , quam grauem notam defunclo honiini inurant . Qiiid quae - fo reliquum eritChriftiano honiini , fi religionem adimas non folum in caetera vita , fed etiam fub ipfum mortis tempus , quando vel perditiffimi homines refipifeere folent ? Verum ne tarn argututn lllorum mendacium non careret ratione , h'^luint protulerunt : quod etiam , ne praeter rerum feientiam , linguarum cognitionem illis deefle putes , Graece explicarunt läfoarw Ui < ? «5vr« , yü ano5mS» . Sed praeftiterit fortafle hanc illorum dementiam rjfifle .
Ebendas .
( F ) Er hat seine Güter und seinen schonen Bückervorratb vrey erlaubten Familien in Venedig hinterlassen . ] Er hat viel Schaumünzen und viel Alterthümer enthalten . Man lese diese Worte des Thuanus , im XIIB . auf der 253 Seite : Treis ampliflimas pa -
Ellneric , ( Nicolas ) ein Dominicaner und Generalkeßenichter in dem Königreiche Arragonien , im XIV Jahrhunderte . Seine Verordnungen für die Ketzerrichter sind zu Barcellona , 1503 , gedruckt worden . Francijcus Pegna hat zwo Ausgaben davon in Rom gemacht , die eine »m 1578 , und die andere im 1585 ^ahre .
Eisleber , siehe Iölebiensis .
Eysengrem , ( Martin ) lateinisch , cysenßreimm . Doctor der Gotte^elahrtheit , ^ im XVl^Iahrhunderte , hat viel Bü . cher herausgegeben , davon man f " * " * * eark'
erzuSruttgard , imWürtenberge re gestorben ist . Ich füge dieser von der protestantischen Religion gewesen
" ' " ? s Dem «eraerw , .
itte . Nichts destoweniger hat er sich , ungefähr i ; 6o c , zu der römi - eindseligkeit gegen die Protestanten bezeuget . Er bat sie durch viele
I . Hätte er nickt sagen sollen : daß Egnatius gegen das Ende des XV Jahrhunderts sehr hochgesclianet worden : dieser Ausdruck ist zu unbestimmt , in Ansehung eines Mannes , der 155z gestorben ist ;
II . hätte er dieß für keinen Beweis von dem Alter dieses Professors an - geben sollen , daß ihn Gesner im 154z Jahre zn Venedig gesehen ; er hatte sagen sollen : daß er noch zehen Jahre darnach gelebet hatte . Wie sich aber Voßiue auf der 678 S . vvn den lateinischen Gescliichtschrei - bern , nur dieser Beobachtung Gesners bedienet hatte : so wunderrs mich nicht , daß Moreri dabey stehen geblieben ist ; ich verwundere mich weit mehr darüber , daß Boßius dasjenige nicht gewußt hat , was ihn der Auszug Gesner« und Thuans von dem Sterbejahre des Egnatius hätten belehren können .
Ich füge diesem , , _ _ . . ,
ifthen Religion gewesen b . Er hatte sich auch in einem öffentlichen Werke erklaret , daß er bejiandig und un» veränderlich dabey verharren wollte , und es dem Vergerio , statt eines Glückwunsches , zugeschrieben , daß er die wahre Kirche erkannt , und die Partey des Widerchrists verlassen
schen Gemeinschaft begeben , und in der Folge viel . . ^
Schritten angegriffen , worinnen er die Religionsstreitlgkeit mit allerLi . > , c«gke , t und nach allen Grundsaßen der damaligen Zeit ab - handelt . George Liebler , Professor der Naturlehre auf der hohen schule zu Tübingen , hat eine von diesen Schriften get ( A ) . Ich weis nicht , ob unser Mann ein Anverwandter debjenlgen lvilheln , Eyftngreino gewesen ist , von dem ich an einem andern Orte geredet habe ( B ) .
a ) Georg . Lieblerus , in Scholiis ad Sermon . Mart . Eyfengreinii de Puero Iefu . p . 43 . b " ) Ebendas . 1 S . c ) Ebendas .
hi libet tuam imitari inanem loquacitatem , qua nihil aliud agis , quam vt multas paginas fruftra expleas , et magnos facias Iibros , in qtiibus res paucas bene et redle doceas . Ebendas ? S . Er beschließt mit einigen Anmerkungen über eine Predigt , woritinen Eysengrein Si - mconS Prophezeihung von dem Jesuskindlein erkläret hatte .
( L ) ~3cb weis nickt , ob er ein Anverwandter desjenigen tOib Helm iZyfengvtins gewesen ist / von dem ick an einem andern
( A ) George Liebler , - - - hat eine von semm Schriften roidcrleget . z Dieß ist eine deutsche Predigt , über das Evangelium des ersten Sonntags nach der Erscheinung Christi . Sie geht darauf , daß der Sohn Gorres im Tempel unter den Lehrern sitzend gesunden worden . Liebler hat sie ins Latein übersetzet , und in dieser Sprache , nebst Scholien , im 1575 Jahre herausgegeben , zu Tübingen , in 4 ; es ist eine Schrift von 86 Seiten . Er beschuldiget den Urheber , daß er die Well mit vielen kleinen Büchern beschwere , die nichts taugten . Tu fpreta niea fideli admonitione , ha & enus multos paruos et prauos edidifti libellos , quos an quisquam hacknus refponfo dignatus fit , haud feio . Mihi quidem cum initio aliqui veniflent in manu» , eis - oue refpondere Vellern , ita vifi funt indocti et inepti , vt chartarum ? t , iroiter contaminatarum vehementer mc mifereret , et omnino leflione poftea abftinerem . Sed cum infelici partu adeo fis foeci indus vt fubinde noua monftra per abortum edas , etc . Liebler . Scho in Sermon . Mart . Eyfengreinii , p . > . Er beschuldiget ihn auck v . e - ler Weitlauftigkeiten , womit er nur die Blätter anfülle : & queemm nu -
Orte geredet habe .
] In der Anmerkung ( E ) , bey dem Artikel Jllv - ricus . Er ist Domherr in Speyer , seinem Vaterlande , gewesen , und hat mit unserm Martin zu gleicher Zeit gelebet . Er hat 1566 zu In - golstadt ein Werk herausgegeben , das zum Titel hat : Centenarii XVI , continentes Defcriptioncm rerum memorabilium in Ecclefia , contra Matthiam Flacium Illyricum . Er hatte 1564 zu Dillingen Chroni . con Spirenfe herausgegeben , ein Merk , worinnen es viele Lügen aiebt , wie Christoph Lehmann in seiner Vorrede , zu den Jahrbüchern von Speyer , bemerket hat . Introdudho in Hiftor . Ecclef . vom Caspar Sa - gittariuS , 519 S .
er etwas ärgerliche Noten geschrieben hatte b . Alan nahm sie weg ) >nd schriftlich , diesen eitlen Studien abzusagen : nichts destoweniger
bey Ä - Haltener Aussuchun^ver , a ? ^v^ ? idlich^und . . . . . . .
hat er s^n Werk ju^Franksiirt im 1607 Jahre drucke , » lassen ( A ) , und eine beißende Vorrede , wider den akademischen Rath II Band
zu

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