Creator:
Bayle, Pierre Gottsched, Johann Christoph La Croze, Maturin Veyssiere
PURL:
https://dibiki.ub.uni-kiel.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:8:2-7629

Eginhart .
? 6 ;
Sein Scheliaff entlehnet die Erklärung dieses Räthsels au« dem Mim - nermus , lind mnschreibt sie also : dt«v <5 fyxaüx 2^« ? vj ] y i^ri .
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ngi ; tk AiKTf« iyw' r« ? n<'Sjeit . Der Scholiaste Homers i> . Iliad , Libr . V . verf . 412 . saget , ohne auf das Lob Acht zu haben , das sein Text der Aegialäa giebt , daß sie eine Frau gewesen , die den Verlust ihres Ge - mabls ungemein bedauert hat , ( Statin« Sylv . V . Libr . III . setzet die Aegialäa unter die ihre» Ehmännern sehr getreuen Frauen . ) daß sie vor Liebe rasend gewesen : eV * »«» wopttm <6 ; i trätm rj» rü» vfm faixicc : cvyz0 ? ' " «' Man sehe den Eustathius über
den 4«6 Vers des Dionysius Periegeta , wo er einen Namen für den andern genommen hat . , saget er , zfrvu * tü rs ko^'t« :
et sollte sagen , k 69 ? zu Paris verdammt worden , das Leben auf einer Blutbühne zu verlieren , nachdem sie ihr Verbrechen bekannt . Dieß beweist nicht , daß er seiner Frau alle die Freyheit ge - lassen , die sie wünschen können . Mit einem Worte , wenn der
satz des Sittenrichter« Cato , ( ich werde in der Anmerkung ( Q_ ) nes Artikels unter dem Worte porrius davon reden . ) daß eben die , selben Frauen , die Ehebrecherinnen sind , auch Giftmischerinnen sind , zu derjenigen Zeit wahr gewesen ist , da die Römer erst angefangen , die Un - ordnungei , der Ueppigkeit zu gebrauchen , so ist er es nicht zu den Zeiten der äußersten Verderbniß gewesen , und ist es auch heutiges Tages nicht ; denn nach dem Maße , da sich das Verderbniß gemehrt , gewöhnt man sich auch an die Hahnreyschaft , Man halt sie für etivaS geringes ; man trägt die Hörner geduldig ; und dadurch entwaffnet man die Ehbreche , rinn , man zwingt sie nicht , zudem Arme ihres Bihlers oder zum Gifte Zuflucht zu nehmen .
<5 ) lSnnodius giebt vor - * , dast Diomedes den Lob« spruch von der ersten Aufführung seiner Gemahlinn gemacht . ] Man stndet unter den Werken des Ennodiiis eme kleine Rede , die den Tire ! bat , Verbs Diomedis , cum vxoris adulteria cognouiflet . Sielst die XXIV unter denen , dieviQiones betitelt sind . Sie stehtaufderzz , S . desXVTHeils von der Bibliothek der Väter , pariser Ausgabe von 1644 . DiomedeS bekennet darinnen , daß seine Gemahlinn ein Spiegel der Keusch - heit gewesen . Die Natur und Erziehung waren zusammen getreten , sie keusch zu machen ; so daß man sie unter dem Schübe dieser zivey Boll - werke zu keiner unreinen That vermögend gehalten hat . V« gemino defenfa propugnaculo nullatenus facinorum crederetur i & ibus fub - iacere , nec dura caftimoniae obfcoenitatis ciiifceratione niollire . Ebendaselbst . Sie harte kein Belieben gehabt , sich mit Golde und Per - len zu schmücken , und sich jederzeit als eine ehrliebende Frau betragen . In fiimina , beschließt man , talis periit , quales folent a maritis lacry - mas irnpetrare . Circaeo , vt aiunt , poculo a fe translata eft , et in votum migrauit adulteri . Ebendas . Diese Worte machen dem Dio - medes Ehre : sie sind weise , und enthalten nichts von einer unqerech» ten Heftigkeit , die man bey dergleichen Fällen in den Reden unzähliger Männer finden würde . Sie würden zu der Zeit alle guten Eigenschaf» ten ihrer Ehgattinnen vergessen ; sie wurden alle die Tugend , die sie hät - ten sehen lassen , Scheinheiligkeit , Heucheley , und Verrälherey nennen . Wir müssen auch sagen , daß diefts Werkchen des Ennodius eine gefähr» liehe Sittenlehre ist . Sie kann den allervergnügtesten Ehmännern ein Mistrauen einblasen : denn wenn eine Frau von so auserleftner Tu - gend , als des DiomedeS seine , in der Abwesenheit ihre« Gemahls nicht die Probe hält : wie soll man denn von der Enthaltung derer versichert seyn , die den Putz lieben , und weder von der Natur , noch von Er - Ziehung die nöthigen Hülssmittel erhalten haben ? Allein es ist auch wahr , daß wenige Männer von ihrem Hause so lange abwesend sind , als DiomedeS ; und wenn die griechischen Heerführer , die sich zehn Jahre bey der Belagerung von Troja aufgehalten , bey ihrer Zurückkunft gesun - den , daß ihre Gemahlinnen nicht ohne Liebhaber haben leben können ; s» müssen sie sich einen Theil des Fehlers zuschreiben . Warum haben sie dieselben so viele Jahre allein gelassen ? Man häkle ihnen , da sie abge - reist , eben denselben Rath geben sollen , den eineKebsftau eines Prälaten einsmalS ihrem Liebhaber gab . „ Da der Herr E - - - eines Ta - „ ges von der Frau Gräfinn von V » - - Abschied nehmen wollte , „ die er liebte : so bezeugte er den Verdruß , den er darüber hätte , sich von „ ihr zu entfernen , ob eS gleich nur auf eine kurze Zeit seyn würde . „ Nach einer Menge gegenseitiger Wortgepränge , erhob sich Jöerr 2 - - ■
„ von - - - wegzugehen , und die Gräfinn sagte bey der Zurück» „ begleitung gegen ihn : Uebrigens , mein Herr , richtet eure Reise so kurz „ ein , als es möglich ist , und erinnert euch , daß eine Liebste einePftünde ist , „ die zur personlichen Anwesenheit verbindet . . . Menagiana , pag . erster holländischer Ausgabe .
daß die vertraut gelebt hätte .
aus
einige diese
ne , die er " von Carln dem großen , ieß ist ein schlechter Grund ; dieß kann
Eginhart
diesem Volke entsprossen ist
Kunj^richter veranlasset , zu _ . cl - r . .
Muthmaßung wird durch dle alten Manuscrifte widerlegtEinige sagen aufgesetzt , um so viel auftichtiger sey , da er lNlt diesem Prinzen nur erweisen , daß er eine bessere Kenntniß von S~ —6 ser Prinz erwiesen , nicht auch eine Verbindlich außerordentlichen Parceylichkeit beschuldiget des großen , glauben soll ( B ) .
a ) Voffius de Hiftor . Lat . p . 302 . b ) Der Graf Herrmann von Nuenar . c ) Siehe den P . Labbe de Script . Ecclcf Tom . I» p . 273 . d ) Sigebert . de Viris Illnftr . cap . LXXXIV . und aus demselben Voßius und P . Labbe wie oben .
( A ) Bin neuerer Schriftsteller hat ihn emer außerordentlichen Parteilichkeit beschuldiger . ] Er geht noch viel weiter ; er mißt ihm schändliche Bettiegereyen bey . Man sehe da« Buch L'Efpnt de Ger . Ton , chap . XXXV . pag . 204 . Es ist im 1691 Jahre in 12 gedruckt den . Er sager , daß dasjenige , was man von der Faulheit der Könige aus dem ersten Stamme vorgegeben hat , unbesonnene Fabeln sind : Diese Ränige haben sich aus einem bloßen Mangel des Alters nickt 5» erhalten vermocht , und die lacherliche Vorstellung ihrer Person auf einem durch Ochsen gezogenen Wagen , ist nichts , als eine unbesonnene Lügen des Äerrügers Eginhards ohne Grund und XDftbsfr® * gewesen . XXXVI Cap . 206 S . Er setzet dazu , daß Eainbart der Erfinder derjenige» Fabel sey , die so viele Scribenten , als ♦iii» aewisse Sache vorbringen : daß nämlich der Pabst Zacharias die
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im VVXVII Eav . aus der 217 «B . rv , Serleger die auf sein wort gebauet haben . Wir wollen sehen , wie er ihn
ist Caplan und eine Creatur Carl« , de« aroßen , gewesen , ÄJff ? fr trieben hat . Seine ganze Bemühung ist nichts " andZ SIfS a s eine . '«endliche Menge Fabeln vorzubringen , um
ÄS ®7S5Lm Sru63
. . P'pin« emFärbchen «njlreichcnunJ [ fS , ® , , ^n . . dieser Absicht hat - r au« einer lächerlicheri Unw ssenyen^ «moir^von . . acht Jahren Bätte , und denjenigen , d . e nockmZgewesen Minder gegeben , und junge Prinzen Mit Schandflecken schwar , ge .
„ macht , die keinen andern Mangel gehabt , als ein allzukurze« Leben , ihre „ Tugenden an den Tag zu legen : aus eben dieser Bosheit des Geistes „ hat er diejenige lächerliche Spazierfahrt der Könige , auf einem von „ Ochsen gezogenen SLagen am ersten Tage des May , und ihren dun - „ keln Aufenthalt auf dem Schlosse Mamaca erdichtet , das niemals da „ gewesen : denn zu der Zeit , da er diese Könige in diese erdichtete Einö - „ de einsperrt , kam , man dnrck ) Schriftsteller zeigen , die zu gleicher Zeit „ gelebt haben , daß sie sich an der Spitze ihrer Kriegsheere , oder in an - „ dem solchen Beschäfftigungen befunden , die ihnen ihr Alter erlauben « . koniite . Diese Bosheit Eginhards herrschet handgreiflich in dem gan - „ zen Fortgange seiner Historie ; wenn er aber von der 'Abdankung Chil - „ derichs reden »vollen , so hat er ! »n Pipin röllig zu entschuldigen ge - „ glaubt , wenn er den Pabst zum Mitschuldigen seiner Aewaltthätigkeit „ machte , und er hat dieses mir so weniger Vorsicht gethan , und mit ei - „ nem Zeitrechnungsfehler , der so voller Unwissenheit stecket , daß er auch „ gesaget , Childerich sey auf Befehl des Pabst Stephans abqescker , vor . „ den : Iufii , Stepham Pontificis exaiiöloratus : Und gleichwohl ist Pipit» . . zum Könige ausgerufen geivesen , ehe Stephan Pabst geworden , weil . . er erstlich zu Ende des Marzmonats des 752 Jahres in Rom zum Pabste „ erwählt worden , und die Ausrufung Pipins schon den ersten März ge - „ schehen ist . Er ist auch eins» übler Zeltrechner , ob er qleich fast zneben „ der Zeit gelebt , day er sager , es habe Pipin fünfzehn Jahre regiert , seit „ dem Childerich bescheren gewesen . ( Dieser Tadel ist übel gegründet , weil sich Eginhart dieser Redensart bedient hat , funftehn Jahre oder mehr , cum per 15 annos , aut eo amplius . Francis imperaret . In Vit *
3 Ü
Wie wenig ben

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