Creator:
Bayle, Pierre Gottsched, Johann Christoph La Croze, Maturin Veyssiere
PURL:
https://dibiki.ub.uni-kiel.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:8:2-7502

Durant . Dürer . z ; z
gm keine Ursache der Unwissenheit verwenden können . Dem sey , wie Mitteln durch das Veyspiel vieler großen Männer , welchen dergleichen ihm wolle , so wundere ick mich , daß ich in keinem einzigen Ausleqer Fehler entwischt sind : Seiieca , saget er , Luite de la Defenfe de Voi - ( doch rühme ich mich nicht alle zu Rache gezogen zu haben , ) eine Be - tu , e , pag . hat dem Stilpo einen Svruch de« Bias , und dem Ovi - rrachruiig über die zwo Arten geieh> . habe , mit wichen man die nächt , dlus einen Vers de« TibulluS gegeben . Dieser Vers heißt : lichen Ehrenbezeigungen des Duellms erzählet hat . Die Verschiedenheit . . , . . . . . . . . betrifft nicht Kleiniqkeiten : es ist daben viel für den Duellius zugewin - Arida ncc P II ! ! , yPvl " PH ! ; , . . nen oder zu verliehren : und gleichwohl mache ich diese Betrachtung nicht Siehe den Scneca , Quacft . Naf . Libr IV , cap . I . diesenvegen ; sondern nur nm jungen Leuten anzugewöhnen , unter den „ Nach dem Plutarch , ist eSHiero , der unrechlnuilZiger Besitzer von Sy< - Verändemngen der Geschichtschreiber die Ursache der größten Wahr - . . racusa , gewesen , dem , eine Gemahlinn so bescheiden geantwortet Hot : scheinlickkeiten zu suchen . , >vu tliust Unrectit , dick ; u beklagen , icb verliehe mich nickt auf w , N ? an aiebr vor , Sast feine t - bfrau ein Hobes Alter er - " öen 2ltbem , öc5 Mannspersonen ; ich habe geglaubt , daß alle reicht , ohne fa wiflen , ob ibc Obmann , welcher einen Übelrie - 'ÄS'Äfel Gle . chwohlist die , e kluge und chenden ArKem aebabt , hierinnm von andern Mannspersonen •»$ Antwort , noch dem Erasmus , von der Cesran dieses Duellius , »vel - m . " rfchi ? ^n^ewefen . 1 Duellius hat sich eL Tages gegen seine » tSE ^ b " Alten von
phanit Biliam virginem duxit , vxorem tantae pudicitiae , vt lllo quo - unb L « , , f * a . * U daß
que faeculo pro exemplo fi . erit , quo impudicitia Monstrum erat , g« t^ ^ den Hiero und seine
non Vitium . Is iam fenex et trementi corpore in quodam mrgio 2frt^tn^n / rÄU^ , W3» " " bekannt
audiuit exprobrari fibi os foetidmti , et trifti» fe domutn contulit . gwg " • " J ? * b , eR^ wn f - " le5
Cumque vxoriqueftuseflet : quare nunquam fe monuiflet , vt huic vi - ? ? ^ ! t
0 • L L hart und ungerecht , daß man den Costar beschuldiget , vorgegeben zu ha .
( L ) - - - Costar bar nicht Ursache gehabt , den Trasmus ben , es habe Erasmus einen groben Schnitzer begangen , der seinen
Wegen der Antwort dieser Frau anzuführen . ] Er hatte dem Ci - Nachruhm ungemein verimehrre . Costa» hat nichts weniger vorgegeben ,
eero dasjenige zugeeignet , was er bloß dem Brutus schuldig war , und als dieses ; sein eigner Nutzen verband chn , diejeS Versehen für sehr
war diesenvegen getadelt worden : er rechtfertiget sich unter andern leicht auszugeben .
Durant , ( Samuel ) reformirter Prediger zu Charenton , erwarb sich durch viele schöne Eigenschaften die Liebe und Hechachtung seiner Heerde . Er ist für einen großen Prediger gehalten worden . Nach Wnem Bedünken ist er im 1626 Jahre gestorben , und seine cretär des Königes
Prediqten , welche im . 627 Jabre gedruckt worden , sr . eori^ ^^anye . m , , e . n hat diese sieben Predigten zu Genf drucken lassen , und die Zuschrift dazu gemacht
a ) Siehe das Leben des DallauS auf der 12 S . 5 ) Siehe die Anmerkung ( B ) des Artikels Spanheim .
( A ) Er hat unter andern Freunden den ArnaulO , Generalge - verwandten Papisten geworden , so hat er sein Misvergnügen
genschreiber der Reste , gehabt . ^ Dieses beobachte ich darum , damit öffentlich darüber bezeigt Er und seine Schwestern haben drmSa -
man Gelegenheit zu zeigen hat , daß es viele reformirte Personen in Ar - muel Durant bis ans Ende einen besonder» ^eystand geleistet ,
naulds Familie gegeben hat . Derjenige , davon ich rede , hat sich Spanheim in der Zuschrift der sieben Predigten DurantS . Die vcn
sehr angelegen styn lassen sich * u Charenton einzufinden , und mir angeführte Zuschrift gedenket de« Montfermeil , seines Neffen ,
diejenigen dahin zu ziehen , die ihn angiengen , unv er hat sowohl Man kann dieses mit dem letzten Theile der Anmerkung ( D ) des Ar -
feine Mühe als seine Mittel zur Beförderung des Gonesdien - tikels Anton Arnauld , der Sachwalter , verbinden , stes aus treuem - Herzen angewender . Da einige unter seinen An«
Dürer ( Albrecht ) ursprünglich aus Ungarn ( A ) , und gebohren zu Nürnberg den 20 May 1471 % ist einer von den besten Kupferstechern und vortrefflichsten Malern seiner Zeit gewesen K „ Nachdem er tn dem Laden seines Vaterö , der ein Goldschmid gewesen , einen leichten Anfang mit dem Bleystisre gemacht , so begab er sich zu etnem mittelmäßige Maler , Na - 'mens Martin Hupft , der ihn das Kupferstechen und mit den Farben umgehen lehrte . Aibrecht ließ sich auch in der Rechenkunst , " in der Perspectiv und in der Meökunst unterrichten , worauf er im 27 Jahre unternahm Welt seine Arbeit mitzurheilen . " Das erste Werk semeS Grabstichels waren die drey Huldgöttinnen durch drey nackende Frauenspersonen vorgestellt , welche «eine Kugel auf ihren Köpfen hatten , auf welcher die ^ahrzchl 1497 gestochen war . Er hat - - - verschiedene Stücke „ der Paßion gemacht , die so hoch geachtet worden , daß sich Marcus Antonius von Bononien , ein sehr erfahrner Kupferstecher „ zu Venedig , daran gemacht , sie abzucopiren ( B ) , und das Zeichen des Urhebers darunter zu sehen , damit sie fürOriginale gelten „ sollten . - - - Weil er nicht so viel mit dem Pinsel , als mit dem Grabstichel , gearbeitet hat , so findet man nur wenig von „ seinen Gemälden in dem Pallaste des Kaisers und einiger regierenden Prinzen : sie sind auf eine so zierliche Art gemacht , „ daß man nichts schöners und nichts besser ausgedrucktes sehen kann ( C ) . . . Die umständliche Beschreibung , die man im Vasari A , von den Werken seines Grabstichels sieht , ist sehr merkwürdig ; und das Bekenntnis ; dieses italienischen Schrift - stellt ? r6 ist kein geringes Lob : daß die nach Italien gebrachten Kupferstiche Aibrecht Dürers , die Maler dieses Landes aufge - muntert , diesen Theil ihrer Kunst vollkommner zu machen , und ihnen zu einem schönen Miister gedient haben . Er giebt der Zärtlichkeit dieses vortrefflichen Kupferstechers , und der Fruchtbarkeit seiner schönen Echndung unendliche Lobeserhebungen . Es ist aewiß , daß Albrecht Dürer eine unerschöpfliche Erfindungskraft von Zeichnungen gehabt : und weil er sich nicht ver - sprechen kennte , dieselben alle aiiSzuführen , wenn er in Kupfer arbeitete ; denn es kostete ihm jedes Werk von dieser Art viele Zeit : so geriech er auf den Einfall in 5 " ' " - - ««fh . 'X i , . , . —^ « - • -
Enthauptung des heil . Johannes des
überreichet wird . Sie erschienen im , . . _
weis nicht , ob diejenigen , welche saaen , dch Albrecht Durer sehr ubel verheirathet gewesen , mit denjenigen so leicht zu verglei - chen sind , die vorgeben , daß er zur Abmaliing der Jungfrau Maria , daß Gesichte seiner Ehsrauen zum Muster und Originale genommen hatte ( E ) . Der Kaiser Maximilian hat ihn geliebt , und ganz besondere Hochachtung gegen ihn gehabt ; er hat ihm gute Jahrgelder s . auch Adelbriefe und zum Wapen drey silberne Schildlein im blauen Felde gegeben h . Carl der V , und Ferdinand , König von Ungarn , sein Bruder , haben dieser WohlgewvAenheit und Freygebi^keir Kaiser MarimilianS
nachgeahmt * ' ^ ' ' ' " ^ " " K^ ■
meine Kosten
aungen geliebt , allein auf eine Art , die den guten Sitten nicht zuwider war . Er ist tugendhaft und weise gewesen , und hat seine Kunst niemals zu unflathigen Vorstellungen angewendet ( G ) . Er hat etliche Bücher gemacht , d - e gedruckt worden sind . Dasjenige , welches er von den Regeln der Malerkiinst unternommen , ist auch gedruckt worden ; wie er aber von einem schweren Ge - schmacke auch gegen sich selbst war , so gieng es langsam damit von statten , und er hat d . e vollkommene Ausgabe diese« Wer . k ? s nicht erlebt ( tt ) . Er ist zu Nürnberg den 6 April 1528 gestorben / , ^und auf dem Gottesacker der Kirche des heil . Jo - bannes begraben worden , allwo ihm Bilibaldus Pirkheimer , fem guter freund , eine sehr rühmliche Grabschrist geweihet har . Vasari nennet ihn Dura Felibien , der ihn Dürer an dem Orte nennet , wo er weitlaustig von chm redet , nennet ihn an an - dern Stelle Düre Ich bemerke dieses nur , um eine Sache durch ein Beyspiel zu beweisen , die ich »n der Anmerkung ( 6 ) fceS Artikels Lphoruo sagen werde .
Mclch Adam , in Vitis Philof . Germ . pag . 66 . » ) Bullart Academie des S«ences , Tora . II . p . 3g3 , 384 . Er sollt - sagen im , a ? L ! Ü , hn S . begangen . <0 Giorgio Vafari , Vitp H p - • P ill uae m . 500 U . f . f ) Ebendaselbst 301 S . / ) Ebendaselbst , g ) Melch . Adam . Vitae Philof . German , pag . 67 .
Rnflf» Ar , ' / ji Scimccs Toni . II . pag . Z85 . ' ) Siehe die Grabschrist Albrecht Dürers , , m Melchior Adams Leben der deurschen Pb' ? °Äm , , o @ / ^Ebendaselbst 66 S . 0 Ebendaselbst 70 0 . Allem nach dem Neusner in viario . m . 55 . ist es geschehen . n» Im andern 11 ^ ^

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