Creator:
Bayle, Pierre Gottsched, Johann Christoph La Croze, Maturin Veyssiere
PURL:
https://dibiki.ub.uni-kiel.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:8:2-7233

326 Donzellinus . Dorieus . Drabicius .
Ghilini beobachtet , daß die Libraria des Dom , in zween Theile ge - von der Partey der Gibellinen gewesen , lieber Florenz verlassen , als znge - theilt ist ; allein Teißier reder anders davon : La Libraria , saget er in ben wollen , daß selbiges seine Mauern einbüßen sollte . Leander Alberti , OataloZo Autorum etc . p . 22 . genfer Ausgabe von 1686 , divifa in tre Defcritt . di tutta l'Italia , auf der Gegenseite des 44 Bl . erzählet die l'rattati : Nel primo fono fcriti Ii Antori volgari , con cento e piu Sache anders , und ohne daß er etwas vom Doni saget . Er hat eine Difcorfi fopra di quelli : Nel fecondo , fono dati in luce tutti i Libri Frauensperson von Fiesola geheirathet , aus dieser Heirath sind cke l'Autore ka ved»ti a penna , il nomc de componitori dell' ope - dene Familien entsprossen , die sich zu Pistoja , in Ungarn und in dem re , i titoli , etc . le materie : Nel terzo , fi legge 1' inventione dell' Königreiche NeapoliS niedergelassen haben . Salvin Doni war aus je - Academie , inileme con i fopranomi , i motti , le imprefe , et l' opere ner entsprossen . Er hat ein Soimett gemacht , auf welches Dantes ge» falte da tutti Ii Academici . In Vinegia appreflo Gabriel Giolito antwortet , und welches sich in einer Sammlung von alten Stücken de Ferrari , 1557 . in 12 . et ibidem apud Altobellum Salicatum , 1580 . gedruckt findet . Aus einem Briese des Doni , welcher zu Ende seiner in 12 . Zucca , auf dem 314 Blatte gedruckt steht . Das Wörterbuch des Mo -
( B ) einen Brief gelesen , der aus Como vom Benedetto Volpe geschrieben haben .
war , in welchem man bemerket , daß er der Urenkel des Galvino Doni Man muß merken , daß nicht alle Doni adlich sind ; es giebt einige ,
gewesen , der mir dem Dantes zu gleicher Zeit gelebt , und ein guter Dich - die von einem Fnctore abstimmen , der den Namen feines Herrn ange -
ter gewesen . Io non ho gia la Poefia per heredita , come voi , che nommen Hat . Euui im' altra parte de Doni , che fon nati d'un Fat -
fete Figliuolo d'un Nipote de Salvino Doni , che fu compagno di tore , il quäle faceva le facende loro , come ne fono molti nella
Guitton Saluti Mefler Cino , et Dante , Francefchin noftro , et tutta Gitta di Firenze , i quali ufurpono fpefl'o la robba et i norni delle
quella fchierra . La Zucca del Doni , folio ? >2 . verfo . Doni Hat ge - cafe nobili , dove hanno fatto la fattoria molto tempo ; cofa molto
antwortet , daß er von einem Manne entsprossen wäre , welcher das ge - infam ? er vituperofa - . - vifaprodirequalifonoiDoni . no -
schenkte Wapen von Rom an die Florentiner überbracht ; daß die Nach - biji difceli dalla vera cafa , et quali fono i plcbei venuti per via di
kommenschaft dieses Mannes in Florenz , bis zur Zeit des Farinara de fattorie . Doni in seiner Zucca , auf der Gegenseite des 314 und dem
gl« Uberti bestanden ; daß um diese Zeit ein Francesco Doni , welcher 315 Blatte .
/ ( Hieronymus ) ein gelehrter italienischer Arzt , und Urheber einiger Bücher ( A ) , blühte im XVI hunderte . Er war von Orzinuovi , in dem Gebiethe von Brescia gebürtig , und trieb die Ar . zneykunst in Brescia einige Zelt : allein er war wegen eines Federkriegs gezwungen , diese Stadt zu verlassen , in welchen er sich wider den Binzens Ealzaveglia , für den Joseph Valdagne , eingelassen hatte « . Dieses waren zween Aerzte , davon der erste ein Buch wider den andern gegeben hatte , und welcher aus eine so entsetzliche Art , vom Donzellinus , widerleget worden war , daß Joseph Valdagne , und sein Verrheidiger , die Stadt Brescia verlassen mußten . Dieser flüchtete nach Venedig , und practicirte daselbst mit großem Fort - gange ; allein man giebt vor , daß er daselbst ein klägliches Ende genommen , und aus die Anklage , daß er die Majestät der Re» ligion und des Staats , auf eine abscheuliche Art , beleidiget hätte , verdammt worden , ersauft zu werden h . Cozzando , der mir diesen Artikel dargebothen , setzet dieses ins 1560 Jahr . Man eignet diesem Arzte ein Buch zu , welches wohl von einem andern Hieronymus Donzellinus seyn könnte ( 6 ) .
a ) Ein Arzt zu Brescia , und gebürtig von Verona , b ) Leonardo Cozzando , della Libraria Brefciana , p . 197 . 19L .
( A ) Er ist der Urheber einiger Sücher . Z Er hat den Tractat hier oben geredet habe ; allein ich zweifle , ob dieses recht sey : denn der
des Galenus , de Ptifana , und acht Reden des Themistius aus dem Donzellinus , der das Remedium ferendarum Iniuriarum verfertiget ,
Griechischen ins Lateinische übersetzet , welä ) e zu Basel bey Peter Per - wird auf dem Titel dieses Werks , Veronenfis zugenamet ; und es ist ge -
nam 1559 in 8 gedruckt sind . Epit . Gesneri , pag . m . 775 . Seine Gon . wiß , daß der andre Brixienfis zugenamet wird . Epit . Gesneri , p . Z47 .
filia et Epiftolae Medicae , finden sich in der Sammlung , welche Schol - Wenn Cozzando das kläglich« Ende des letztern unter dem 1560 Jahre
zius im 1598 Jahre zu Frankfurt herausgegeben . Sein Brief , de na . wohl bemerket hat , so würde er ossenbarlich Unrecht haben , ihm dasRe -
tura , caufis , et curatione Febris peftilentis , vbi infuper de Theria - medium ferendarum Iniuriartim zuzueignen , eil ? Werk , welches derUr -
cae natura et viribus exaöius difieritur , ist zu Venedig , im 1570 Jahre Heber dem P . Sixtus Vieedomini , Bischofen zu Modena , und einem
jn 4 gedruckt worden . Siehe den Lindenius renouartus , p . 419 . 420 . Sohne , von der Schwester des Cardinais Moron , zugeschrieben har .
Dieser Cardinal hat bis 1580 gelebt , und er war gestorben , da die
( L ) Man eignet diesem Arzte ein Z>ucb ; u , welches wohl Zuschrift des Remedii ferendarum iniuriarum geschrieben worden ,
von einem andern - Hieronymus Donzellinus feyn konnte . ) Es Dieser Tractat ist mit einer sehr guten Sittenlehre angesüllet : der
hat den Titel : Remedium ferendarum Iniuriarum , iiue de compe - Verfasser hat sich darinnen erklaret , daß er nicht von denen ist , weiche den
feenda Ira , und ist zu Venedig im 1586 Jahre in 4 , zu Alters im 1587 Beweis von der Unsterblichkeit derSeele , aus philosophischen Gründen ,
Jahre in 8 , und zu Leiden , im >6z5 Jahre in 12 gedruckt worden , für unmöglich halten ; und er bestrebet sich , den Galenus zu rechtfertige» .
Diese Ausgabe enthält - ; 6 Seiten . Das Bücherverzeichniß von Oxford , den man beschuldiget , daß er das Temperament des Körpers nicht un ,
der Lindenius renouatus , Leonhards Cozzando , König u . a . m . geben es terfchieden hätte . Donzell . Remed . ferend . Iniur . p . 14z . 144 . leidnischer
eben demselben Verfasser , der die Bücher gemacht hat , von welchem ich Ausgabe von 163s .
2 ) 0Wtl£ t ein Sohn des Diagoraö von RhoduS , erwarb sich bey den öffentlichen Spielen Griechenlands , einen unver - qleichlichen Ruhm . Er schlug nicht aus der Art ; denn sein Vater hatte einen sehr ansehnlichen Rang unter denen erhalten , wel - che den Preis bey diesen Spielen gewonnen hatten . Dorieus erhielt Kronen auf den olympischen . Spielen . Er erlangte die - selben achtmal hintereinander auf den isthmischen , und trug derselben sieben auf den nemäischen Spielen davon Man sehe die Fortsetzung seiner Historie , in dem Artikel Diagorao K
a ) Ex Paufania , Lib . VI . p . 184 . 6 ) Ein berühmter Kämpfer , in der Anmerkung ( D ) .
DmbiciuS , ( Nicolas ) ein berühmter Enthusiast des XVII Jahrhunderts , war ungefähr im 1587 Jahre a zu StrauS - ttitz in Mähren gebohren , wo fein Vater Bürgermeister gewesen . Er wurde im 1616 Jahre zum Prediger angenommen , und verwaltete dieses Amt zu Drahotutz ; und als er genöthiget war , wegen der strengen Befehle des Kaisers , wider die tische Religion , einen Aufenthalt in fremden Ländern zu suchen , so flüchtete er im , 629 Jahre nach Lednitz , einer Stadt in Un - garn h . Er hatte nicht die geringste Hoffnung , wieder zu seiner Kirche zu kommen ; dieserwegen wurde er ein Tuchhandler , wobey ihm seine Frau , welche die Tochter eines solchen Kaufmanns war , großen Nutzen brachte . Er bemühete sich , die andern Prediger zu überreden , gleichfalls eine weltliche Handthierung zu ergreifen , ungeachtet der Verordnungen , die man zur Verhü - tung dieser Ausschweifungen gemacht hatte ( A ) ; und er vergaß die Wohlanständigkeiten seines ersten Standes dermaßen , daß er einer von den besten Trinkern der Gegend wurde , und daß er sich alle weltliche Handlungen für erlaubt hielt ^ . Ais er sich bey der Zurückkunft von einer Messe , in Gefahr sah , bestohlen zu werden , so wehrte er sich , und wurde verwundet : und vielleicht wäre er mit einer Wunde nicht losgekommen , wenn man ihm nicht Benstand geleistet hätte . Die andern Prediger , welche sich von rechtswegen an seiner Aufführung ärgerten , gaben ihren Vorgesetzten Bericht davon . Diese ließen diese Sache in ei - nem Synodus untersuchen , der in Pohlen berufen ward . Es wurde verordnet , daß Drabicius des Predigtamts entsetzet seyn , und , wenn er kein erbaulicher Leben führen würde , die Kirchenzucht an ihm ausgeübet werden sollte d . Diese synodalische Scharfe nöthigte ihn , sich ehrbar aufzuführen ; allein es war ganz was anders , da er glaubte , ein Prophet geworden zu seyn . Er
hatte sein erstes Gesicht in der Nacht , den 23 Hornung i6z8 , und das andre des Nachts , am iz Ienner 1643 . Das erste sicht versprach ihm überhaupt große Kriegsheere von Mitternacht und Morgen , welche das Haus Oesterreich unterdrücken soll - teil : das andre bemerkte ins besondre , daß Ragoßki das Kriegöheer anführen würde , das von , Morgen kommen sollte , und be - fahl dem Drabicius , seinen Brüdern kund zu machen : daß sie Gort wieder in ihr Land führen , und die seinem Volke erwiesenen Beleidigungen rächen wollte ; imgleichen , daß sie sich zu ihrer Erlösung durch Fasten und Bethen zubereiten sollten . Er bekam Befehl , dasjenige zu schreiben , was ihm geoffenbaret worden , und wie die alten Propheten anzufangen : D«ovl ? ort deo Herrn schah zu mir e . Den Tag darauf eröffnete er sein Gesicht den Predigern , welche wie er , an eben denselben Ort geflüchtet wa - ren . Sie eröffneten sie den andern ; allein man machte sich nicht viel daraus . Diese zwey Gesichter wurden in eben demselben 1643 Jahre , von verschiedenen andern begleitet ; und es war eines darunter , welches befahl , daß man dem Comenius alles ver - trauen sollte f , welcher damals zu Elbingen in Preuffen war . Im Monate Ienner 1644 , hatte er eins Erscheinung , welche den DrabiciuS versicherte , daß die kaiserlichen Kriegcsvölker die Gezüchteten nicht vertilgen würden * . Sie richteten eine große Verheerung in den Landern des Ragotzki an ; sie plünderten die Stadt Lednitz , und belagerten das Schloß davon . Drabicius schloß sich in dasselbe ein , und es sey , daß er entweder seiner Erscheinung nicht recht rrauete , oder glaubte , daß das beste Recht der Hülfe nöthig habe : so wendete er die Zeit nicht aufs Bethen , sondern hielt sich nahe bey dem groben Geschütze auf , weiches man
auf

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