Creator:
Bayle, Pierre Gottsched, Johann Christoph La Croze, Maturin Veyssiere
PURL:
https://dibiki.ub.uni-kiel.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:8:2-6981

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d , K«K . Aa . III . Sc . l . Jedoch ist es falsch , daß das Alterthum diese Thal gelobet Härte . Der heil . EpiphaniuS , in Ancorato , pag . in . 106 . wirft den Heiden vor , daß sie der Lehre des Diagoras , kein Gehör ge - qeben ; und hieraiff erzählet er die That dieses Mannes , wider Her - kuls Götzenbild , ziemlich lang . Clemens von Alexandrien , hat sie auch angeführt . Admonit . ad Galt . p . >5 -
( * * ) Ich weis nicht , ob dieses vom Diagoras gesaget worden : lerius MariMuS in des I B . IV Cap . Num . z . erzählet es vomPnblius Claudius .
( Q ) Wnige Gelehrte muthmafien , daß das Buch , welches ihm Tarian nieignet , von den Geheimnisten der Gottinn Labels gehandelt Hat . ] Voßius Hat dieses geglaubet ; denn nachdem er die Worte TatianS angeführet hat , so setzet auf der 437 S . von den grie - tischen Geschichtschreibern , dar ; « : Phrygios fermones fuifle arbiitror hiftoriam eorum , quae ad Cybeien fiue matrem Fhrygiam et eins fa . cra pertinerent , atque ab eo efle fine hoc confcriptam , vt a facris illius homines auerteret . Mich dünkt , daßTatian die allergottloftsten Schriften des Diagoras hat anführen sollen , und folglich diejenigen , da - von wir die Titel in dem . fresnchiuS Illustrius , und in dem Suidas se - Heu . Diese zween Schriftsteller erzählen , daß , als er den Wohlstand feines gelehrten Diebes gesehen , er ein Werk wegen feiner Absagung der Religion herausgegeben habe ; das heißt , daß er die Bewegungsgründe der alleräußersten von allen Abtrünnigkeiten , nach seiner Mevnung die BewegnngSgründe feiner Bekehrung , kund gemacht habe . Evreföe * S
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t5« »r»fl to Säov Sc^ ( . Quam ob rein moeftus Diagoras aoytst feri - pfit ccxoirvgyifyjrzi ; , quae defe & ionis caufam a cominüni de I ) iis per - luafione continebanr . Hefych . Illuftrius , in Ataylgui , nach der lieber ; fttzung des Hadrian ZuniuS . Aemilills PortuS , der Uebersetzer des Suidas , saget , quae contincnt refutationem opinionis de diuino NU . mine . Dieses Werk hatte zum Titel Ao'yoi üironveyl & rri ; . Hadrian Junius will , dieses bedeute Reden , die von einem hohen Thurms herunter stursten , quali orationes de turribus praeeipitantes dicas . Aemiliiis PortuS , der Uebersetzer des Suidas erkläret diesen Titel , als wenn er Reden bedeutete , rvelclie Thürme und Vesiungen umfihmiste , kiirriuiii ac munitionum detlru & rices . Vielleicht hat der Urheber an - deuten wollen , daß sein Werk eine Vestung wäre , welche mit sehr guten Thürmen wider alle Pfeile der GotteSgelenrten versehen sey . Nach des Junius Begriffe , müßte sich dieser GotteSverleugner gerühmt Kaben , daß er alle Gottheiten von dem Himmel in den Abgrund des Nichts gestürzt hätte ; nach dem Begriffe des AemiliuS PortuS , hätte er sich gerühmt , alle Wälle umgeworfen zu haben , mit welchen sich die Reli - L>on verschanzt gehabt . Vielleicht ist er gerade auf die Cybele gerichtet gewesen , wie Voßius will ; auf die Cybele . sage ich , die Mutter der Göt - «r , die Göttinn , welche ganz mit Thürmen bedeckt gewesen :
Qualis Berecyntia mater Inuehitur curru Phrygias tvrrita per vrbes ,
Laeta Deuni partu , centum complexa nepotes Omnes coelicolas , omnes fupera aita tenentes .
Virgil . Aen . Libr . VI . verf . 785 .
Vielleicht hat er sich eingebildet , durch Vernichtung der Mutter , die ganze Familie zu vernichten , ohne daß er sich die Mühe nehmen dörfen . jeden Gort ins besondre anzugreifen . Nach dieser Muthmaßung , die mir nicht sehr gegründet zu seyn scheint , würde man den Tatian mit dem Suidas und Hesyckius , wegen des Titels von dem Werke des Diagoras , leichtlich vergleichen .
( H ) Andre sagen , daß er dem GeseNgebev der Mantineer , sehr gerechte Gesetze angegeben Habe . ^ Es wird nichts in dieser Anmerkung seyn , das nicht der Aufmerksamkeit würdig wäre . Nach - dem Aelian in des II Buch XXII Capir . var . Hiftor . gesaget , daß die Gesetze von Mantinea sehr gerecht und so gut wären , als die lokrischen , cretsschen , laeedämonischen und atkeniensischen , so füget er dazu , daß derjenige , welcher diese Gesehe dem Volke zu Mantinea gegeben , der durch seine Siege sehr berühmte Kämpfer Nikodorus gewesen : wel - cher aber , da er sich bey seinen alten Tagen auf die Verfertigung der Ge , sehe gelegt , feinem Vaterlande einen viel nützlichem Dienst geleistet , als ihm die Ausrufung der Preise seyn können , damit er beehret gewesen , Die griechischen Städte schätzten es für ein großes Glück , und für einen Ruhm , wenn diejenigen , welche den Preis bey den öffentlichen Spielen erhalten , von lhren Einwohnern gewesen . 04 * rj« tjw« . - , »V nsric
T> ) v yj } »o / ioftr« * vro7 ( lyfvero , thth a^ov ? rcAiriiitA .
Hivo ? rf xecTfiot rüv H^vyiiäruv rüv I» to7 ( ? «äio / { Aetatis fnac pore . et exafta pugilatione lcgislator eis extitit , longe vtiliorem fe patriae in ea re praeftans , quam quum publice viftor in ftadiis pro - clamaretur . Aelian . Var . Hift . Libr . II . cap . XXIII . Dieß ist nicht alles : Aelian bemerket , daß diese Geseke , nach der gemeinen Meynung , vom Diagoras aufgefebet worden , der sie dem Nikodorus , feinem Freun - de , ganz fertig gegeben hätte . Endlich saget Aelian , daß viele Dinge vom Nikodorus zu sagen wären , davon er aber nichts sagen wolle : weil die Lobspruche , die er ihm geben müßte , auch für den Diagoras zu gehö - reu , scheinen würden . Dieß ist etwas merkwürdiges : ein offenbarer und unverstellter GotteSverleugner , der einem Staate so gerechte Gesetze giebt . als Solons und Lykurgs ihre gewesen . An der andern Seite , ist hier ein Priester , der sich zu einen 'Geschichtschreiber auswirft , und die Lobeserhebungen unterdrückt , welche Nikodorus mit dem größten Rechte verdient bat ; der sie darum unterdrückt , saqe ich , weil der Ruhm davon auf den Diagoras zurück fallen möchte . Nicht darum , daß Diagoras die Lobsprüche nicht verdienet hatte ; sondern weil er die Gottheit leugnete , so dorfte diesem zu Folge der Geschichtschreiber gegen ihn nicht die Billig - keit beobachten : er mußte ein Uebertteter der historischen Gesetze seyn , weil dieses einem GotteSverleugner das Gut raubte , das man ihm schul - big war Man würde über eine so verderbte Sittenlehre weit weniger erstaunen , wenn man nicht bedächte , daß es ein heidnischer Priester >vä - re , der sie vorbringet . Arme Leute ! ihr haltet euch dafür , als wenn ihr Gott unentbehrlich wäret , und als ob er des politischen Gebrauche« nö - thig hätte , den ihr mit euer - , Lästerungen und Lobeserhebungen übet . Ihr würdet dieses nicht glauben , wenn ihr den Ausspruche» Hieb« , im Xlll Cap . v . 7 . Glauben beymaßet . , r» ^
r Wir wollen hier einen großen Fehltritt deS RechtSgelehrten , Baldu - Ins , bemerken . Er erzählet dasjenige , ivas den Gesetzgeber von Manti -
Diagoras . 301
nea betrifft , und machet diese Betrachtung dabey , daß die Gottlosigkeit nicht allein eine große Wunde der Geseke , sondern auch eine große Ver - wüstung der Staaten ist ; und daß man vielmehr wünschen müsse , es gäbe weder Gesetze , »och Gerichtbarkeit , noch bürgerliche Gesellschaft , als daß man die Gerechtigkeit in den Händen der Gottlosigkeit sehe , » sollte , und daß er jederzeit behaupten würde , es wären die Gesetze des Diagoras verdächtig . Narrat Aelianus , quendam olim pugilem codorum , apud Mantinenfes fadhim efle praeftantiflimuiii Legislato - rem : nec alio quam Diagorae athei hominis confilio vfum eile , ab eoque leges aecepiile , quas ferret . De Diocletiano , et ipfis adeo Romani iuris auctoribiis , idem dici pofle videtur . Ego vero in ea perfto fententia , magnani efle et legum Iädern , et ciuitatum perni - cieni , impietateiii : etuotiusquam haec ius dicat , optandutneile , nul - lam plane efle iurisdiflionem , nnllam legem , ciuitatem millam . Fremant licet Epicuraei huius aetatis legulei : ego tarnen Diagorae leges fufpeftas eile contendam . Francifc . Balduin , ad Edicta Princ . Romanor . de Chriftianis , pag . m . m . Ein richtiger Verstand hatte nicht auf diese Art geredet ; er hätte dasjenige mit mehr Richtigkeit be . merket , was unterlchiebeii werden müssen . Wenn diejenigen , welche die Gerechtigkeit entweder durch Einführung der Gesetze , oder streckung der Befehle , und Verordnungen des Gesetzgebers , handhaben , alle zusammen im Grunde GotteSverleugner , und allem dem zuwider wären , was zur Gottesfurcht imd Tugeiid gehört : fo würde es gewiß weit besser seyn , ohne Gesetze uud ohne Richterstühle zn leben , als einer solchen Gerichtsbarkeit unterworfen zu seyn . Allein wenn sie , unaeach - t«t ihrer Gottesverleugnung , einen Eifer für das gemeine Beste hätten , und sich einen Ruhm daraus machten , diejenigen Verordnungen zu be« haupten , die sie für die geschicktesten achten , die Missethäter im Zaume zu halten , den Betrügereyen vorzukommen , die Rechte der Witwen nnd Waisen , den guten Glauben in der Handelschaft , die Einigkeit in den Familien , u . d m . zu erhalten : wer sollte wohl zweifeln , daß es nicht un - vergleichlich besser wäre , unter solchen Gesetzgebern , oder solchen Rich - tern , als ohne Gerichtsbarkeit , zu leben ? * Allein damit man den fal - fchen Geist Balduins , den er bey Verfertigung dieses Theils feines Wer , keS gehabt , desto besser erkennen könne ; so darf man nur zweyericy trachten : erstlich , daß er , da er keine andre Kenntniß von den Gesetzen des Diagoras gehabt , als die er sich durch Lesung des Aelianus schafft , gleichwohl saget , daß sie verdächtig sind ; und unterdessen hat sie Aelian , so geneigt er auch gewesen , dem Diagoras keine Gerechtigkeit wiederfahren zu lassen , dennoch auf das prächtigste gelobet . Zum an - dern muß man bemerken , daß Balduin den Kaiser Dioeletian , uiid die Urheber des römischen Rechtes , mit dem Gesetzgeber von Mantinea ver - gleicht , der vom Diagoras regieret worden . Er bewundert die schönen Gesetze , die sie gemacht haben ; er erstaunt nur , daß gottlose Leute etwas so vortreffliches haben verfertigen können : und drey Zeilen darauf saget er uns , daß es besser wäre , weder Gesetz noch Policen , als solche Versas . sungen zu haben , die von der Gottlosigkeit verordnet morden . das heißt , von den Kaisern , welche die Christen verfolget baden : Eqmdem cum faepe cogito , in rebus ciuiiibus praeftantilliir . os fuifle legislatores , quos haftenus Ecclefiae hoftes acerrimos fuifle dixi : et eorum quo . tidie nomina et tituli in iis , quos faepe voluinuis , libris Iuris Ciuilis ©ccurrant , faepe etiam attonicus obftupefco tarn et a vera religione auerfam eile fapientuui , ( vt vocantur ) dominum mentem , tarnque oiniiium prope regnorum imperiorumque omnem conftitutionem efle a reöa pietate alienain et abhorrentem : vt quos alioqui pru - dentiffimos nomothetas laudare folemus , infanos carnifices in hac eau ( a exfecrari cogarmir Ebendas . Je mehr ich lese , je mehrüberzeu - ge ich mich , daß es nicht so schwer ist , Scribenten zu finden , die schöne und gute Gedanken haben ; als solche , die sie vorbringen , ohne daß sie sich in einen ubeln Vernunftschluß verwickeln : ein guter Logicuö ist seit - samer , als man denket .
* So löblich es ist , unparteyisch zu seyn , und die Verdienste ner Person ohne Absicht auf ihre Religion nnd besondre V ! eynun - gen in Glaubenssachen zu erkennen : so gefährlich ist es die teilichkeit bis auf solche Leute auszudehnen , die selbst so unparteyisch nicht zu seyn pflegen . daß sie Leuten von unsrer Religion gleiches Recht wiederfahren ließen . Dem , da eine jede Gesellschaft auf ihre Erhaltung bedacht seyn muß , so ist ja nichts billiger , als alles das zu meiden , was ihr entweder offenbar , und auf einmal' oder nach und nach , und mit der Zeit , den Untergang drohet . Nun ist es aus der Erfahrung so vieler Jahrhunderte bekannt , daß gen , die sich einer solchen Unparteylichkeit . gegen Personen von der widrigen Pattcy bedienet , eben dadurch ihren Untergang befördert , und sich durch ihre Ehrlichkeit selbst zu Grunde gerichtet haben . Man sollte also Leute von guten Verdiensten , die aber von widri - gen Parteyen sind , die uns zu Kopfe wachsen konnten ; im Namen einer Republik , oder bürgerlichen Gesellschaft , aleichsäm also anre - dm : Wir erkennen deine Verdienste wohl ; wir sehen deinen Verstand , und so viele gute Eigenschaften zur Gnüge : allein du bist unser Feind ; und je geschickter du bist , je mehr bist du zu fürchten . Unsere Unparteylichkeit würde uns selbst schaden . Du würdest durch die Macht , die du bekämest , mehr Leuten von deiner Pattey fort - helfen : du würdest uns also den Untergang zubereiten , indem du den Deinen beistündest ; dazu du dich aber verbunden achtest . Es ist also nicht rathsam , deine Verdienste unter uns zu belohnen ; gehe zu den beinigen , und diene deneiiselben , da wo du uns nicht schaden kannst Wir werden auch unter uns geschickte Leute finden , diesen Aemtern vorzustehen , oder doch durch diesen patriotischen Eifer , andre auf - muntern , sich geschickter zu machen ; da wir sie hingegen nieder - schlagen würden , wenn wir ihnen Fremde vorzögen .
In dem Falle aber , davon Herr Bäyle redet' , ist es vollends Nicht rathsam , eines offenbaren Gottesleugners Verd enste lehr «l
• " " LfihK & S ? " " W - lin , Moitoi
gen bei Unverstandigen fthr . Taufend junge Leute , die zu einem unordentlichen Wandel Lust haben , berufen sich hernach auf solche Beispiele . LS heißt : dieser oder jener vornehme Mann hat auch nichts geglaubet , keine Religion gehabt , >a öffentlich alles , was heilig ist , verlachet ; und ist deswegen doch zu den wichtigsten Aem - 'rr ^ j 9et : was habe ich et also nöthig , frömmer zu seyn 'i ich wu doch wohl empor kommen , wenn ich gleich glaube und lebe , wie P p * Mir -

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