Creator:
Bayle, Pierre Gottsched, Johann Christoph La Croze, Maturin Veyssiere
PURL:
https://dibiki.ub.uni-kiel.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:8:2-6464

Daille .
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in tem Tagebuch ? der Gelehrten vom 2 Jenner 1675 nickt Vallie gesaget haben , wenn er mehr Kenntniß von den Werken dieses Predigers ge - habt . Balzac saget fast allezeit , wie es seyn muß , Daille ; allein ich habe D' Allie in dem XXXVII Briefe des IX B . Ausgabe in Folio gesehen .
( B ) Er ist einer der gelehrtesten Gottesgelehrten des X VII Jahr - - hunderrs gewesen . ] Die Resormirten in Frankreich haben gemeinig - lich qesager , das ; man seit dem Calvin keine bessere Feder , als des Dal - laus seine gehabt . „ Ein ehrlicher Mann von dieser Partey hat mir „ gesaget , daß sie seit dem Calvin keinen so großen Mann , als den Dal - „ laus gehabt , und ich kenne ihn . Die Juden haben von ihrem Rabbi „ Moses Maimonides gesaget , daß a Mofe antiquo ad Mofcni noftrum „ non furrexit inaior Mofe : ich will es wohl zu geben . „ Also redet Pann im CCCCV Briefe auf der 202 S . des dritten Bandes , genfer Ausgabe . Siebe auch den VXXVII Brief . Patin , aus welchem ich diese Stelle entlehnet , redet an einem andern Orte alsiv tig drucket man 5» Genf ein neues Buch de« Dallatrs , reformir - ren Predigers zu Lharemon , welcher , wie die - Hugonotten sä - gen . der größte Mann ist , den sie seit Sem Calvin gehabt . VI Brief 46 0 . des dritten Bandes . Dasjenige , was er in dem CCCCXVIII Briefe saget , verdienet angeführt zu werden . Er hat mit einem Hugenotten geredet . Mir den Gesetzbüchern habe ich nichts 5» thun : allein diejenigen , welche eure 'Religion betreffen , liebe ich ; Senn man findet darinnen viel zulernen , vornehmlich wenn sie von dem rverthe der Schriften des Dalläus sind . Ebeudas . 241 , 242 S . Siehe auch die 464 S . desselben Bandes . Ich habe oben M den : Artikel Aubertin eine Stelle aus dem Arnauld angeführet , wo - hin ich meinen Leser verweise . Hier ist eine wichtige vom Colomies : va ich mich , saget er , Opufcul . pag . Ys . nach Paris begeben harre , den ältesten Valesius , zu besuchen , so sagte er unter an - dern Dingen zu mir , daß es zwar eine Menge Ä . eure gäbe , die Bücher schrieben , daß er aber sehr wenige kenne , die so wohl schrieben , als Dalläus .
( CT ) l£c hielt so wenig von der Nunbarkeir der Reisen , daß er seine ganze Lebenszeit über die zwev Jahre bedauert hat , Sie er darauf verwendet harre . ] „ Wir haben von demjenigen , des - „ sen Historie wir beschreiben , öfters diese zwey Jahre bedauern hören , „ die er fast für verlohren gehalten , weil er sie in der Studierstube weit „ nützlicher zubringen können . „ Dieß saget sein Sohn in dem zuges den er von dem Leben des Dalläus gemacht har , auf der 8S .
( D ) Er hat den Vorrheil gehabt , mit dem Fr« - Paolo ver - traulich bekannt zu werden . ] Wir wollen seinen Sohn weiter hö - ren : Die einzige Frucht , die er , wie er gesagt ! , aus dieser Reise gezogen , ist die Bekanntschaft und Oer Umgang mir dem Fra - Paoto gewesen . - - - Du Pleßis , der einen Briefwechsel mit ihm gehabt , hatte ihm auf eine ganz besondere Arr seine Enkel , und ihren - Hofmeister anbefohlen ; so daß er gar bald in sein Vertrauen aufgenommen worden , und kein Tag vergangen ist , da er ihn nicht " besucht und einige Stunden ein besonderes Gespräche mit ihm gehabt hatte . Der ehrliche parcr hat auch eine solche Zuneigung auf ihn geworfen , daß er nebst einem franzosischen Arzte von unserer Religion und seinem vertraute - sten Freunde , Namens Asselineau , alle seine Rrafte angewen - der , ihn zu vermögen , in Venedig zu bleiben . Ebendaselbst 9 S - Er har auch seine Gnade und Ansehen angewendet , ihm von der Nepu - blik das sichere Geleite , und die nothigen Pässe wegen des verstorbenen Körpers zu erhalten , welchen man nach Frankreich wollte führen lassen . Ebendaf . 8 S . Vielleicht haben sich die Religionestreiter bereits dieser Stelle aus dem Leben des Dalläus bedienet , zu beweisen , daß Fra - Paolo unter dem Mönchskleide eine der protestantischen Lehre ganz er - gebene Seele verborgen gehabt .
( E ) Seine predigten . ^ Er hatte derselben bis auf XIX Bande herausgegeben , und furz vor seinem Tode har er die letzten nach Genf geschickt , die er über das XII Cap . des Briefes an die Ebräer gehalten . Sie machen den zwanzigsten Band aus . Dieß sind keine Predigten , worinnen eine so tiefe Gelehrsamkeit , als in des Mestrezat seinen ist ; allein sie sind von einer großen Richtigkeit , so wohl was den Ausdruck , als was die Einrichtung der Materien betrifft . Man hat ihm den ge - lehrten Diebstahl gegen den Davenantius , in Ansehung der Erklärung des Briefes an die Colosser , schuld gegeben . Man sehe , was er dem Cottiby deswegen geantworter . welcher ihm überdieß viele Wiederho - lungen vorgeworfen hat . Daille , Replique a Adam et a Cottiby , Pavt . III . chap . V . pag . m . 172 .
( F . ) Er war mit keiner Familie überladen . ] Er bat sich i» Niederpo . tou im Maymonate >6 - 5 verheiralher . Abrege' de fa Vie> pajj . i2 . Seine Ehfrau ist den zi May 1631 gestorben . Ebendas . 17S - und hat ihm nur einen Sohn hinterlassen , mit welchem sie bey dem holländischen Abgesandten , dem Baron von Languerack den z> des Wein - monats >628 nieder gekommen war . Ebendas . > ; S . Sie war dahin geflüchtet , weil die Reformirten befürchtet , es möchte die Zeitung von der Eroberung Rochelle Emvörungen wider sie erregen . Dieser einzige Sohn , Namens - Hadrian Dalläus , ist im 1Ä53 Jahre zum Prediger angenommen worden . Er hatte bey seinem Vater seit etlichen Jahren sein theologisches Studium forrgejetzt , als er von dem Kirchengerichte von Röchelte verlangt wurde . Ebendas . 29 S . Der Varer und Sohn haben der Zuneigung und der verbindlichen Vorsorge der - Herren Drelincourt so wohl des Varers , als Sohnes , welcher Prediger zu Rochelle gewesen , einen so ansehnlichen Beruf zu verdanken ge - habt Sie haben ihn mit Freuden angenommen , und sind zu - sammen im Mon ; re April " 54 abgereist . weil der Varer seinen Kandidaten nicht verlassen wollen , bis er ihn selbst w dieses bei , - vmt einaeführt . welchem er , l , n von seiner zarten Rmd - Sevdieser Reise har er seine altenBe - kimntschaften in Touraine , IN An . ou undm poitou erneuert , und die XirrlL » , rf - hatfllcwiit , wo er gebohren worden , sowohl als die zu Saumur und la Forest , welche^die erkken Früchte s« - nes Predigramrs genost ! n . hatten^nock
bamwer ihrer ^erfamniluntf * u botest , aitcb vevfcbteöe ,
ttemal zu RocI'elle . und zu Rockefoucaut gcpred'gr . wo ttfeu tun Sohn dem Sxnodo vorstellen müssen , welcher an den^außer , sten Grenzen der Provinz gehalten ward . Und nachdem h
- II Band .
diese Gesellschaft , nach den nothigen Versuchen , aufgenommen , so sind sie nach Rochelle zurück gekehrt ; und nachdem dies« zahlreich« - Heerde den Vortrag des neuen Predigers mir fa lle angehört , so har ihm sein Vater Sonnrags den des - Herr - monats die Auflegung der - Hände errheilt . Vierzehn Tage auf har er sich von der Rirche durch eine Absckiedspredigt de - vrlaubr , und von allen predigten dieser Reise bar man eine Sammlung gemacht , davon zween Drucke , einer zu Saumur und der andere zu Genf herausgekommen . Endlich ist er von Ro - chelle abgereist , um seinen Xveg nach Paris wieder zu nehmen . Ebendas . 30 S . Fünf Jahre darauf , hat er die Freude genossen , seinen Sohn zum Amtsgenossen zu haben . Hadrian Dalläus ist im ><>58 Jahre , an die Stelle des Mestrezat , zum Prediger in Paris erwählt worden . Cottiby brinat über die Materie der Berufe von Nochelle und Paris , weiche Dalläus der Sohn , hinter einander erhalten hat , eine kurzweili - ge Erzählung vor . Cottiby , Replique a Mr . Daille , pag . 20 . Diese Beleidigung , die ihr meinen Bitren erweiset , ( er redet den Vater an . ) erinnert mich der curigen bev einer Reise , die ich mir euch von Paris nach Chastelleraut gethan habe . Diese Birten sind , ohne Lügen , wohl gewürzt gewesen , unter dem Scheine , daß ihr diesen lieben Sohn begleitet , welcher euer einziger ist , um Prediger zu Rockelle zu seyn : hättet ihr euch nicht mit gutem Rechte dem Erzvater Abraham und ihn den Isäac vergleichen können , Sei» ihr opfern wollen , weil ihr ihn von Paris entfernt i ( Ich will , ohne dieses für eine Wahrheit auszugeben , bemerken , daß es eine ziemliche Krankheit der Pariser ist , zu glauben , daß der Aufenthalt in deii Provinzen eine beweinenswürdige Verbannung ist ) . hat weirer nichts gefehlt , die Allegorie vollkommen zu «tacken , als daß eii» Engel gekommen , euren Apti zurück gehalten den Streich gehindert , und euch genothiger Hätte , euren N ? eg zurück zuneh - men , und dieses junge Opfer gesund und unbcschädigel in euer - Haus zurück zuführen . Allein ihr habet seitdem Anstaltvarzt» gemacht ; dieser Engel ist ein gewisser Secrerär des Roniges gewesen , dessen Namen ich vergessen habe : ( in dem Leben des Dalläus auf der z> S . wird der Aelreste des Kirchengerichts zu Cha - rentvn , welcher nach Rochelle abgeschickt worden , um den Sohn des Dalläus anzuhalten , Herr Dlrpin genennt . ) Er ist milder Post von Paris abgereist , die zu Rochelle zu überfallen und ungeachtet aller Versicherungen , die ihr diesen armen beuten gegeben habet , ih - nen euren Sohn ohne Bedingung zu widmen , und ihn von ih - nen niemals wieder zu fordern , und dieses dem - Herrn Drelincourt zuwider , welcher , sager man , bezeuget , daß er denscinigen zurück rufen wollen ; wider alle diese Gelübde , vermöge welcher ihr sein Predi^tamr diesen - Herren bestimmet habet , und welche , da sie viel formlicher als diejenigen gewesen , welche n . ; ch eurer Rech , nung mein Sohn bey den Mönchen zu poitiers gethan har , auch viel unverletzlicher seyn sollren ; ungeachtet , säge ick . aller dieser Verbindungen har sick dieser Engel , den man für einen sehr eigennünigen'Menschen halten konnte , an die Prediger des Synodus vonXaintonge gewendet , welcke bereits durck Briefe eingenommen waren , und har ihnen , ohne den Parteien Muße zu lasten , ihr Recht zu vcrrhcidigcn , diesen Isaac entführt und ihnen eine weitläuftige Materie gegeben , sick immerwährend , so wohl über die Treue des Vaters , als über Sei» Verlust des Sohnes zu beklagen , wenn er eine solange Bedaurung verdienet . Dalläus nennet dieses einen Roman , eine fabelhafte Erzählung . Repli . quea Adam , et a Cottiby , Partie III , chap . III , pag . m . ix ? .
Sein Sohn ist noch am Leben gewesen , da das Edict von Nantrf wiederrnfen worden ; allein er ist wegen seiner Leibesschwachheiten seines AmtS erlassen worden . Er hat sich nach der Schweiz begeben , und ist gegen den Maymonat >690 , in Zürch gestorben . Alle seine Manu - scripte , unter welchen sich verschiedene Werke seines Vaters befunden , sind in den öffentlichen Büchersaal gebracht worden . Er hat sich unver - gleichlich auf die Bücher verstanden ; denn er hat nicht allein gewußt , ob sie gut sind , sondern ob sie sich auch aut verkaufen ; und ich habe gen hören , daß die Buchhändler niit dieser letzten Keniuniß nicht sehr vergnügt gewesen . Ballier gedenket seiner im ersten Bande seiner Anri und tadelt diejenigen mir Recht , die ihm einen zur römischen Gemein - schaft bekehrten Sohn gegeben haben . Ich will seine Worte gleich an - führen : sie sind aus einer Stelleseines Werkes genommen , wo er die Titel verschiedener Bücher angiebr , die man herauszugeben gedacht . Die allgemeine Verschwörung der Prorestanten und anderer Reyer von Mitrernackr und Abend wider die katholische Ric« che , welcke nack den Gesicktern und Eingebungen des Propbe , ren zu Rotterdam gcsckmicdet worden , nebst der - Historie von den Schwärmern be^derley Gesckleclits , welcke die Protestanten bis hieher gehabt . Durck den - Herrn Johann Dalläus R - B - T . einen Sohn Adrians , und Johannes Enkel . Ich müßte mich be - kriegen , saget Brillat , wenn bei ) dem Namen des Verfassers iuchts er - dichteteS wäre . Es ist wahr , daß Dalläus , welcher gegenwärtig in Zürch lebet , Adrian heißt , und daß sein Vater Johann geheißen ; allein ich habe nicht saqen hören , daß er einen Sohl» in Frankreichsgelassen , der sich bekehrt hat . Baillet im I Bande der Anti S . Man mer - ke , daß Dalläus der Vater in seinem 37 Jahre »um Witwer geworden , und sich niemals wieder verheirathet hat .
Picket , Professor der Gottesgelahrtheit zu Genf , da er dasjenige ge - lesen , was ich hier oben gesaqer habe , daß die Manuscriple von dem Sohne des Dalläus in die öffentliche Bibliothek zu Zürch gebracht wor - den , ( ich halte dieses in einem Briefe gelejeil , der kurz nach dem Tode Dalläus des Sohns , von Zürch geschrieben worden . ) so hvon» heil . Perms : verschiedene andere digten , die U ? iderlegung der Erklarunq des - Herrn von Condom : ein Tracrac vom Nachtmahle , wie Auberrins seiner
( G ) Ein so arbeitsamer Mann , wie er . ] Ich bin versichert , daß man hier dasjenige gern finden wird , was ich aus dem Leben des Dal - läus abschreiben will . „ Seine Bucber und sein Studieren sind sein vor - „ nehmster Zeilvertreib und seine größten Ergetzlichkeiten gewesen . Jöier
„ hat

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