Creator:
Bayle, Pierre Gottsched, Johann Christoph La Croze, Maturin Veyssiere
PURL:
https://dibiki.ub.uni-kiel.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:8:2-6444

Curtius . Curio .
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wissen gethan , wie er , da er von Amsterdam an den Sohn unsers Jo - bann von Croi , welcher ein Sachwalter zu Usez gewesen , dasjenige ge - schrieben , was ich hier nach einem Hörensagen von seiner Herkunst er - zahlet habe , zur Antwort erhalten , daß er aus dem Hause von Croi , auf ^ eine rechtmäßige Art abstamme , und daß man solches in der Forme be - weisen könne . Ich habe geantwortet , daß ich von ganzen Herzen die Nachricht in mein Werk einrücken wollte , die man mir so wohl über diese Materie , als über die gedruckten , und noch zu druckenden ten die , es geschickten Predigers zuzuschicken belieben würde . Bis ibo habe ich noch nichts erhalten .
( B ) Er hat verschiedene Sn - eicbücher französisch herausqe - gebend Er hat eines gemacht , da« Glaubensbekenntniß von Genf durch die Schrift zu beweisen , und hat es unserm Herrn Jefu Christo schrieben . Dieses Buch ist zu Genf 1645 in 8 gedruckt worden . Colo - nues Franc . Orient , pag . igy . Die andre Ausgabe ist von 1 * 50 , und tnthalt verschiedene Zusätze . Der Urheber hat noch zween andre Tra - ctate versprochen , den einen zur Bestätigung desselben Glaubensbekennt - nisses , durch die Zeugnisse der Väter ; den andern zur Bestätigung durch die Zeugnisse der Widersacher . Ebendaselbst . Er hat im , 65 ; Jahre ein Werk zu Genf herausgegeben , welches den Titel hat : Der schobene Augustin , oder Ursachen , welche feigen , daß die vier Sucher des Glaubensbekennrnisies , die man in den neunten Band & er ~9et * e - lugustins gesener hat , nicht von ihm , sondern von verschiedenen Schriftstellern sind , die dessen Namen rvider den Jefittten , p . Bernhard Meynier , angenommen haben . ColomieS beobachtet , daß man auch vom - Herrn von Croi ein Xverk hat , der überzeugte Simei , betitelt , und zu Gens in 8 , in verschiedenen den , gedruckt . Ebendaselbst 184 Ich glaube nicht , daß verschiedene Bcmde von diesem Werke sind : es dienet auf eine sehr verfängliche Schrift zur Antwort , welche den Titel hat : Die heilige Lrevheir der Rinder Gottes . Der Jesuit Meynier , welcher der Urheber davon ist ,
( man sehe den Nathane ! Sotuel , in Bibüoth . Scriptor . Societ . lefu , p . 122 . wo er saget , daß dieses Buch zwanzigmal gedruckt worden , und die letzte Ausgabe davon , die vonNimes , 1660 , je» ; ) redet darinnen als ein resormirter Prediger ; und deswegen hat er , Drelineourt . da er auf dieses Werk geantwortet , seine Antwort , der überzeugte falsche - Hiree , betitelt . Es ist im 1656 Jahre gedruckt worden , - vier ist dasjenige , was er zu Ende seiner Vorrede beobachtet : Ich erfahre , daß - Herr von Croi , Prediger ; u Use» , auf alles , rvas dieser falsche - Hirre in diese leyte Ausgabe seiner L , äskerschrifc , geftnet hat , weit - - lauftig und richtig antwortet , oder bereits geantwortet hat .
Dieserwegen übergebe ich ihm die Feder von ganzem - Herfen .
Denn ich kenne seine Wissenschaft und sein Verdienst , und weis , vasi er meines Beistandes nicht nothig hat . Ich habe von einem Buche reden hören , worinnen Herr von Croi beweisen will , daß der Ap .
Petrus niemals zu Rom gewesen ist . Siehe den CXXVI Brief des Sarravius , auf der 130 Seite der Ausgabe von Utrecht .
( C ) Seine lateinischen Xverke haben ihm vielmehr Ehre ge - JtMajt . ] jM 1632 Jahre , hat er ein Lpecimen Conieöurariun et Obferuationurn in . quaedam Originis , Irenaei et Tertulliani loca , herausgegeben . Zwölf Jahre darauf hat man Obferuationes Sacra * et Hiftoricas in Nouum Teftamentum , ans Sicht treten sehen , nen Heinsiu« entsetzlich gehechelt wird . In verschiedenen Stellen dieser zwey Werke , hat er etliche andre versprochen , welche vermuthlich niemals den Tag sehen werden . Es ist Schade darum ! denn man würde aus unendlich viel Dinge lernen können . Er hat sich nicht begnügt ,
Curtius , ( Quintus ) siehe «Quinte Curce .
( £UH0 , ( Cöliuö Secundus ) ein gelehrter Piemonteser , begab sich in die Schweiz , nachdem er in Italien eine harte Verfolgung ausgestanden hatte , weil er wegen der protestantischen Lehre verdächtig gehalten wurde . Man natzm ihn in dem Canton Bern vollkommen wohl auf . Er wurde dafelbsi Aufseher über das Collegium zu Lausanne Hieraufgieng er nach Basel , wo man ihm das Amt eines Professors der Beredsamkeit gab ; er stund ihm mir großem Ruhme vor . Er hat ver - schiedene Bücher herausgegeben ( ^ ) , und unter andern eines , worinnen er sich zu zeigen bemühet , daß die Zahl derAuSerwahl - ten viel größer , als die Zahl der Verworfenen ist ( B ) . Er ist im 1569 Jahre , sieben und sechzig Jahre alr * gestorben . Er h^tte kurz zuvor einen berühmten Sohn , Namens Augustin Secundus Curio , begraben ( C ) . Ihr Büchervorrath , der sehr schön gewesen^ist von einen : Herzoge von Lüneburg gekauft worden c ; er machet einen Theil von dem Büchersaale zu Wol - senbüttel aus . Man findet in Hofmanns Wörterbuche , und in Teißiers Zusätzen , zu denen aus dem ThuanuS gezogenen Lob» sprächen , verschiedene unfern Curio betreffende Dinge .
J ) Siehe die Zuschrift seines Pasquilliis Ecftaticus , zw Genf 1544 gedruckt , ö ) Hofinan . in Lexico . Tom . I . p . 500 . c ) Siehe den Coming im Tractate von Bibliotheken .
dem Daniel Heinsms übel mitzuspielen ; er erstrecket auch seine beißende und bittere Critik über den Petavius , welcher das Specimen Coniefitu - rarum untersuchet und beurtheilet hatte . In fine Synefii Operum Graec . et Latin , editorum 1640 . Dieser Jesuit hat nicht wieder ant . werten wollen ; weil man , saget er , wenn man wider die reformirten Prediger schreibt , Ursache ist , daß ihre Besoldung vermehrt wirb . Is refponfurum fe negat ideo , quod norit anmia augeri Miniftris , tra qnos feribitur . GrotiuS beym ColomicS , Lall . Orient , p .
Seine 0b5eruatione , Laers« haben dem Sarravius sehr gelehrt und vermögend zu , n , n geschienen , den Ruhm des Heinsius zu vernichten . 8ar . rata . Epift . CII . p . 1 . 4 . 105 . Er hat an den Salmasius geschrieben , daß der Urheber 25 Bücher zum Drucke ganz fertig liegen habe , die diesem gleich waren . Ebendaselbst CHI Br . 105 S . Er hat ihm auch in dem £11 Br . auf der 10z S . geschrieben , daß sich HeinsiuS bemühet habe , den Druck von dem Buche dieses Widersachers zu verhindern , ( siehe auch den CXCIV Bü 9 . ] S . ) und ihn auch in einem sehr höflichen Briefe ge - bethen , höflich dabey zu verfahren . Ebendas . EXXXI Br . 8' S .
( D ) lEc hat auch unternommen , den Bal»ac über seine iHufc tctrspracbe jit critistten . ] Die : ; ist nicht die wahrhafte Materie sei - ner Critik gewesen , er hat nur bey Gelegenheit , und im Vorbeygchen , Anmerkungen über die Sprache gemacht . Seine Hauptabsicht ist ae - wesen , auf die Beurtheilnng des Herodes Infanticida zu antworten , welche Balzac herausgegeben harte . Dieß ist der Titel einer Tragödie des HeinsiuS . Diese Antwort ist 1 * 42 5 " Gens gedruckt worden , und enthält >89 Seiten , in 8 , Sie hat keinen Namen : allein der Verfasser sager beym Beschlüsse , daß ihn die Furcht nicht bewogen habe , sichznver - stecken 1 rvenn ZzUac , saget er , darauf antworten will , so bitte ich ihn , öabey keinen andern Namen , als den seinen , ; u gebrau , chen , und nicht unter dem Xlamen eines andern das Xuitfel j» suchen , von sich mir mehrerer Freiheit ; u reden . Ich habe LNurh genug , ihn» den mcinigen >u entdecken , wenn er ihn her« aus fordern wird , und auch Starke genug , mich auf die Lauf , bahn ; » wagen , wenn er mir dieselbe eröffnen wird . Am meisten ist zu bewundern , daß er sich für die Angelegenheit , und den Ruhm des HeinsiuS mit allem ( Eifer eines sehr guten Freundes erhitzet , und ihn ungemein lober ; und gleichwohl hat er zu eben derselbe , , Zeit einen Band von schimpflichen und verächtlichen Beobachtungen , wider den HeinsiuS fertig gemacht . Sie sind im 1644 Jahre erschienen , wie 'ich bereits gesaget habe . Sarravius hat nichts von dieser Aufführt , ™ be . greifen können . Hier sind feine Verwunderung und seine Muthmaß«« - gen : Vidi tua indicina Craii refponfionem ad Balfacium pro Hein , fio . Plurima certe fapiunt eruditionein altiffimam : fed linguam Gallicam et ftylum quod attinef , fluit mellitus , diffipatus , inelabora - tus , habebitque non pauca politiilimi ingenii et vibrantis orationis Aduerfarius , etiaiu in ipfo argumento , quae regerat . Opus iraque laudo , non opificem , idem aliquando de Garriflblii tui Poemate didhirus . Sed an Croius ipfe autor edendi ? Vix credani . Sei» enim et certo fcio , habere eura prae nianibus fatis amplum volumen Notatorum in Exercitationes Sacras rü * « / vim21h Leydenfis . Ergo quem Gallice , hoc eft , quafi intra priuatos parietes , opus ob mu - fteuin laudauerit , Latine , id eft per totum orbem terrarum in re non nauci , fuggillabit . Explica quaefo mihi iftud qtiidquid eft aenigmati * : nifi forfan Gronouius , quem iftam Diatribam ad vos detulifle audio , voluit Heinfium , ad quem abituriebat , hac fiue arte fiue officio demereri . Sarrauius , in Epiftola ad Alex . Morum feri - pta , Lutetiae Id . Ianuar . 164» . p . 39 . 40 . Urrechter Ausgabe von 1697 .
( A ) LLr hat verschiedene Bücher herausgegeben . ^ Man fin - det das Verzeichniß davon in Teißiers Zusätzen , zu denen aus dem Thuanus gezogenen Lobsprächen . Tom . I . p . z ; 8 . Allein man muß die Hiftoriam Saracenicam daraus wegnehmen , denn dieß ist ein Werk Au - gustin Curion« , des Sohnes des Colins . Den Krieg von Malta hetreffend , der mit dieser saracenischen Historie gedruckt worden , so hätte ihn König nicht dem Augustin , Bibl . vet . et noua , p . 228 . geben sollen ; denn dieß ist ein Werk des Cölius .
( B ) Und unter andern eines , worinnen er sich ; u zeigen be , mübet , daß die Zahl der Auserwahlren viel großer , als die Zahl der Verworfenen if ? . Z Man hat Ursache , sich zu verwundern , daß er sich dieses Evangelium mitten in der Schweiz zu predigen unterstanden hat - denn eine solche Lehre ist den wahrhaften Reformirten sehr ver - dächtig , und Mich dünkt nicht , daß sie heutiges TageS ein einziger Pro - ftssor m Rolland unqcstrast behauvten könnte . Dem sey wie ihn , wolle , so ist sein Buch betitelt : De amplitudine beati regni Dei . Er hat es dem Köniae von Pohlen , Sigismund August , zugeschrieben . Er saget aus der >z . S nach der tergusischen Ausgabe von i6 , q . ( diebasel>schevon , 554 ist bisset ) daß er niemals den Umfang der gottlichen Barmherzigkeit
griffen habe , als da sein Sohn , Horaz , einen Diseurö über diese Materie aus dem Italienischen übersehet , welchen Marsilii Andreasi , ei» ? ^'a»ruaner , verfertiget hat . Ramus Oratione de Bafilea , p . 57 . saget , daß CoiiuS Hora - tius Curio in seinem 15 Jahre , zu Basel ein Buch , de amplitudine diui - nae mifericordiae , und einige Strafteden herausgegeben habe . Man fehe die Sorberianen auf der ; 6 S . wo diefes Buä , Cürions sehr verachtet wird , ob man gleich daselbst die Absichten des Verfassers fehr lobet .
( C ) ( Bc harte einen berühmten Sohn , Namens Augustin Secundus Curio . ] Er war Professor der Beredsamkeit anf der Akademie zu Basel gewesen ; und ob er gleich ritt «cht und zwanzig Jahre gelebt , so hat er dennoch öffentliche Proben ftiner Wissenschaft ge , geben ; drey Bücher von der saracenischen Historie , eines von dem Kö , nigreiche Maroeeo , und eines über das Leben und den Tod seiner vi« Schwestern . Aus dem PetruS Ramu« , in Oratione de Bafilea , p . 5z . bey mir . Eine davon ist gelehrt gewesen : Cuius fororem Angelam praeter caetera virgini« ornamenta , non folum Germanice , Italice , Gallice , fed et Latine Ioquutam ( quod ipfhis manuferiptae dedarant Epiftolae ) equidemetiam ad patns txiinias laude» agerego . se Worte sind vom PettuS Ramus , am angezogenen Orte , n 0 .
D Daille ,

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