Creator:
Bayle, Pierre Gottsched, Johann Christoph La Croze, Maturin Veyssiere
PURL:
https://dibiki.ub.uni-kiel.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:8:2-6421

Triton .
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Pomers , verheirathet , welche sich wieder mit dem Francifcus de la Mothe le Bayer verheirathet ( k ) , nachdem sie einem Bru - der des Connetabel von Luyneö , den Korb gegeben ( C ) . Criron ist den 8 April 1611 gestorben b .
» ) Also wird er in den Alterrhümern von Paris des P . du Breul , auf der 564 S . bey mir genennt . Der P . Labbe Libliotheca Biblio - thec . p . m . 71 . nennet ihn Wilhelm . In den Sorberianen heißt er Jacob . Ich glaube , daß man sich an den P . du Breul halte» muß . b ) Du Breul , 564 S .
( A ) Er ist ein sehr guter Papist gewesen . ^ Man sehe dasjeni - ge , was Gillot an den Scaliger . in den französischen Briefen an den Sealiger , auf der - 56 S . geschrieben : „ Ich muß euch berichten , daß „ vor einigen Tagen , Criron , Professor der griechischen Sprache , Doctor „ des geistlichen Rechtes werden wollen , und in beyden Rechten einige „ Sätze vorgetragen , öffentlich darüber zu disputiren : unter welchen , da sie „ von den Verordnete» des Königes untersuchet worden , man einen gefuu - „ den , welcher der alten und guten Lehre von Frankreich und der Sorben - „ ne , und der Wahrheit sehr zuwider ist , nämlich : Nec Hierarcha Ro - „ mamis ( ad quem folum , aäSmlx rijt äxcroAixijf StaSozic , Iurisdidrio „ fpiritualis in Chriftianos omnes , in patrimonio Ecclefiae tempo - „ ralis ctiam poteftas pertinet , ) nec Princeps folutus eft legibus , tain - „ etfi vterque alios his foluere poffit , et hic comitiis , ille Concilii fit „ fuperior , etc . Und in einem andern , da er von dem Kirchenbanne „ redet , saget er : quocl nuda cogitatione nonminquam ineurritur , et ' „ ob vnius noxam familiam omnem et ciuitatem plerumque ferit . »Und sie haben deswegen bey unserer großen Kammer ihre Klage gebracht , welche sehr wohl ausgenommen , und befohlen worden , daß „ Crito sogleich zu dem Generalproeurator kommen , und die Disputs - „ tion aufgeschoben werden sollte . Nachdem den Tag darauf die Docto - „ ren des canonischen Rechts gehört worden , so hat man beschlossen , daß „ die Parteyen ersten Tages Verhör haben , und unterdessen dem Crito „ untersagt seyn sollte , die besagten Sähe anzuschlagen , zu behaupten »und zu dispuriren . Dieses ist den 17 und >8 in diesem Mona« Jen - „ ner geschehen . Wir hoffen weiter zu gehen , und ein tüchtiges Berkoth „ an die Doctoren zu erhalten , welches in der Sorbonne verlesen wer ? „ den soll , dergleichen Sätze wider die Lehre der gallicanischen Kirche zu „ behaupten . „
( B ) Seine Witwe hat sich mir dem Franc , ' scus de la Morde le Vayer wieder verheirathet . ^ Ich bekenne , daß ich dieses aus der
Criton ,
Rheims , ein I
bloßen Lesung der Sorberianen erfahren . Ich habe daselbst folgendes
gefunden : „ Franciscus Motha VahveriuS . von Mans , ( er hätte sagen „ sollen , ein Pariser . Sein Bater ist von Mans gewesen . ) hat des Adam „ Blacuodäus Raths zu Poictiers , und eines gelehrten Mannes , Toch " „ ter gebeirathet : sie ist des JacvbuS Critonius , Professors der schönen „ Willenschaften zu Paris , Witwe gewesen . Le Bayer hat seine „ Sanimlungen bekommen , woraus er seinen Nutzen zu ziehen ge - wüßt . „
( C ) ? i t Nachdem sie einem Bruder des Connetable von JLüincs , den Rorb gcgeben . 1 Man darf nicht glauben , daß sie zu der Zeit , da der Herr von Luime Liebling und Connetable war , so spröde gewesen ist . Wenn es wahr ist , daß sie den Herrn Cadenet nicht hei - rathen wollen , so ist es zuvor geschehen , ehe der Herr vonLuines zu dieser Gnade gelanget ist . Ich rede hiervon durch ein XDenn , weil ich keinen andern Bürgen davon habe , als eine Sammlung von Stücken , wider das Haus von LuineS . Allein von solchen satirischen Schriftstellern ist alles zu befürchten . Ich will hier auf allen Fall dasjeniqe geben . was ich in dieser Sammlung finde . Die hocbmütbige iLmbitdung des Cadener ist nicht weniger artig bey der Anwerbung gewesen , die «r im >< " g Jahre , um die prin5cfiinnvonranien , d - e^Schwe -
ster des ersten Prinzen vom Geblüte , und Xvitwe eines renden Fürsten , gerban bar ; Cadenet , sage icb , welcliem dieÄm - me des Königes ihre Tocbrcr nickt , ur i£ ( >e geben wollen , und welcben die XVirrve Crirons , profeflörs der griechischen Spra , cke ju Paris , ytt Heiratben abgeschlagen hat : und siehe da , cini - ge Zeit darauf , firebet er nacb dem ÄunQmste des konigliclien Geblüts . Dieses ist au« einer Satire genommen , welche den Titel hat : Le ComtadinProvencal ; sie steht auf der 79 u . f . S der lung des Pieces les plus curieufes qui ont ete faites pendant le gne du Connetable Mr . de Luyiw , flcMucft im 162 ? Jahre in octa» . Diese Stelle , die ich anführe , befindet sich auf der ivz S .
- ( Wilhelm ) imXVI Jahrhunderte in Schottland gebohren , wurde in Frankreich , indem Seminario zu csuite ' . Er ist Rector des Colleqii der Jesuiten zu Lion gewesen c , und hat ungemein viel von sich zu reden gemacht , nicht durch seine Bücher ; denn ich glaube nicht , daß er ein einziges herausgegeben har : sondern durch sein ? bösen Staatsstreiche , welche sowohl fernem Orden , als der ganzen katholischen Religion unendlich nützlicher gewesen seyn würden , als
billiget , das Reich Gottes durch böse Mittel auszurichten ( A ) , und den Anschlag stark verdammet , über welchen ihn Wilhelm Parri zu Rache gezogen , die Königinn von England , Elisabeth , hinrichten zu lassen . Die Kaper von Ostende nahmen ihn im »585 Jahre weg , als er wegen einer großen Unternehmung nach Schottland zurück gieng ( B ) . Er wurde aus Befehl des Admiralo von den Staaten , der Romginn von England zugeschickt , welche so vergnügt über dieses Geschenke war , daß sie ihm dafür unter andern Belohnungen , eine goldne Z^erce verehrte d . Man setzte ihn in den Tour zu London ge - fangen , und er mußte dajelbst lange Zeit aushalten : allein , endlich gab ihm die Königinn die Freyhnt wieder , unter d ? m von ihm gethanen Versprechen , daß er nicht das geringste zum Nachrheile von England unternehmen wolle f . Nichts destowemger erfuhr sie im 159z Jahre , daß er verschiedene Reisen nach den Niederlanden und Spanien , zur Beförderung einer Unttrneh - mung , gechan hatte , welche dieKatholiken in Schottland geschmiedet , die Spanier kommen zu lassen , darauf die Religion zu ver - ändern , und England anzugreifen / . Er begleitete den Bischof von Dublin nach Schottland , welchen der Papst Sixtus der V , dahin schickte , um die Jnfantinn von Spanien , dem Könige anzutragen s . Die Bedingungen dieser Heirath waren , daß der König ein Papiste werden , und daß er sich mit dem Pabste und Spanien , wider die Englander , vereinigen sollte . Die Mutter dieses Königes von Schottland war bereits vor einiger Zeit enthauptet worden . Der Gesandte Sixtus des V , schei - terte in dieser Unterhandlung ; er gieng unverrichteter Sache zurück , und ließ den Criton in Schottland , die Anschlage des Ro - bert Brusse zu unterstützen , welchen der Herzog von Parma , auf Befehl des Königes in Spanien , dahin geschickt hatte . Man saget , daß sich dieser Jesuite bemühet , den Robert Brusse zu vermögenden Johann von Merelan , Kanzlern von Schottland , ermorden zu lassen , welcher die ganze Unterhandlung des Bischofs von Dublin zerrissen hatte ; und daß , da er ihn nicht dazu be - wegen können , er denselben bey dem Statthalter von den Niederlanden angeklagt Dieses wird sehr weirlauftig in einem Bucbe Stephan Paöquiers erzahlet . Ich weis nicht , was die Jesuiten geantwortet haben . Criton hat noch im 1615 Jahre gelebt , wie ich aus einer Schrift erfahre , worinnen man versichert , daß er Ursache gehabt , sich über die Jesuiten zu be . klagen ( 0 ) .
« ) Sein schottlandiscker Name ist Chreichton . S ) ve Larrey , Hill d'Anglet . Tom . IL pag . z , 5 . e ) Pasquier , Catechisme des Jefuites , Livr . III . chap . II . pag . m . jjy . d ) Richeome , Plainte Apologe'tique , cljap . XLIII . pag . 106 . c ) Camden . Annal . pag . m . 604 . aufs - 59 - Jahr , f ) Ebendaselbst , g ) Pasquier , Catechisme des Jefuites , Livr . III . chap . II . pag . zz5 . h ) Aus selben .
( A ) man einem Briefe Glauben bcymcsien will , den
er an dem ^walsinghani gescbriebcn , so har ers nicht gebilliger , das Reick Gottes durch bose Mittel auf ; «ricbren . ^ Hier ist eine Stelle von der Erzählung , welche uns der Herr von Larrey von demje - nigen gegeben , was Wilhelm Parri bekannt hat . „ Morgan hat zu „ ihm gefaget , daß die ganze katholische Kirche von seiner Herzhastigkeit , „ eine rühmliche Thar erwarte ; und dieser Unglückliche har ihn versichert , „ daß er bereit sey , dem vornehmsten Mylord des Königreichs den „ Dolch in die Brust zu stoßen . Warum saget ihr nicht , der Koni - „ qinn , hat Morgan verseht' ! auch der Königin» , wenn man mir ; ei - „ ger , daß eS erlaubt ist . Aber der Jesuit BatteS ist nicht dieser Mey - „ nunq . „ ( Thuanus im I . XXIX B . zu Ende , nennet ihn auch ei - üen Jesuiten ; allein in den Acten von dem Processe des Parri , wird er schlecht weg , Priester genennt Siehe auch die Jahrbücher Eam - dens , m S ben mir auss 1585 Jahr . ) „ Er hat darzu gesetzet , daß der »stbottländikbe Jesuite , Criton , gleichfalls nickt dieser Meynung wäre , und m d^n ab uweiiden , diesen großen Grundsatz angeführt hätte , " es lehre so w°l7 ? natürliche als aöttliche Gesetz alle Menschen , „ daß man kein Verbrechen , in der Absich . 'g . . müsse . Daß er diese Sittenlehre stark unterstützet . und auf einem „ Spruche bestanden , daraus er e . ne Art e . ne0 „ geinacht . daß Gott dieVeyrvorter mehr , als dieselbständmen vvor , „ ter liebte : das heißt , daß er mehr Gefallen an demMMn lMe , was „ wohl und rechtmäßig geschähe , als an demjenigen , was Gut und Recht
„ mäßig wäre . , , De Larrey , Hift . d'Ahgletcrre , Tom , II . pag - 39=» Dieser Wilhelm Parri , welcher des abscheidichen Anschlags , die Köm« ginn zu ermorden , überzeuget worden , ist den 2 März >585 mit dein de bestraft worden . Tyuanus sehet in , LXXJX 2> . zu Ende das 15x4 Jahr , indem er nicht Acht gegeben , daß die Engländer in den osseutli - chen Urkunden , das Jahr erstlich mit dem 25 Marz anfangen . Man hat dir Acten seines Proeesses , sogleich zu London in englisch» Sprache gedruckt . Man findet eine ftanzösische Uebersetzung davon , in den Nachrickten des I Bandes von der Ligue . Ja ? habe sie zu Natlv ge - zogen ; allein ich habe darinimi nicht gefunden , daß Parri jemals weder m'undlid ) noch schriftlich von unfern» Criton geredet hätte ; und ich merke , daß Camden , da er das Dekenntnifj dieses Menschen erzählet , dasjenige Einschlußweise darinnen einaesd ) alret hat , was die Meynung dieses Jesuiten betrifft , tsie ist mit Buchstaben gedruckt , die von dem vorhergehenden und nachfolgenden unterichieden sind . ThuanuS hat auf gleiche weise davon> geredet ; mcht als vo „ einer Sache , die in dem Be - kenntniffe des Miffethaters enthalten gewesen , sondern als von einem Nebenumstande , der durch einen andern Weg entdeckt worden . Unter - dessen ist es doch gewiß , daß die Acten dieses Proeesses die Grnndsätze des Jesuiren , Criron , zu erkennen gegeben haben ; denn sie enthalten ei - nen Briet , den er an den Walsingham geschrieben , und in welchem er sich sehr deutlich erkläret . Siehe dir Nachrichten von der Ligue I Band , 4 - u . f . S - bey mir . Er hat in dem Tour zu London , unter währendem Processe des Parri , gefangen gesessen , und als er vom Walsing ^ . m be .
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