Creator:
Bayle, Pierre Gottsched, Johann Christoph La Croze, Maturin Veyssiere
PURL:
https://dibiki.ub.uni-kiel.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:8:2-5854

188 Cieonia . Cieca . Cygne . Cimon .
diesen Pabst umer diejenigen , die der schwarzen Kunst ergeben gewesen , „ fördert , und mit Geschenken begäbet : nämlich dm CeeiuS , den SÄ« *
und er wirft ihm , als einen Bnveis davon , seine genaue Bekanntschaft „ celluS , den GauricuS aus Portugall , und andre . , , Sleidan saget
mit dem Afculani , dem berufenen Zauderer vor : Sutliuius , in Tu reo - wohl , daß cinCeciusTbeil an der Gnade Paulus des III gehabt ; allein
Papismo , Lib . I . cap . VIII . pag . 55 , Paulum tertium cum CecioAfcu - er giebt ihm den Zunamen Alculanti« ni6 ) l , und also kann er den Kopf
lano , magiac et necromantiae infigniter perito , niagnani familiari - aus der Schlinge ziehen . Wenn er , den GauricuS betreffend , eben die
tatem habiiiile teftantnr hiftoriae . Sleidan . et Verger . SlcidaN , ei ? Behutsamkeit gebrauchet ; so wurde mau ihm den Schnitzer nicht vor -
ner von diesen Schriftsteller« , die er anführet , kann dieses Fehlers nicht rücken können , daß er einem Italiener Portugal ! zum Väterlande an -
beschuldiget werden . Dieß sind seine Worte , die er aus einer Schmäh» gewiesen hätte , jchrift gezogen , die wider diesen Pabst zum Vorscheine gekommen war .
An non turpillimum eft , tc pendere tottim ab Aftrologis et Necro - ( C ) LNan hat etliche von den Gedickten gedruckt , die er tri
raanticis ? Negari fadhiin non poteft : nara et humoribus illos et fa - italienischer Sprache gemacht . ] Sem Gedichte , della natura dell'
cultatibus atque donis amplificafti , Ceciuni , Marcellum , Gauricuni , Univerfo , ist zum erstenmale im 1478 Jahre , mit der Auslegung eineS
l^ulitainim , et alios . Sleidan . Lib . XXI . pag . m . 668 . aufs 1549 Jahr . Ungenannten , nach diesem im Is>6 Jahre , und endlich im Jahre
Daß heißt nach der beym CreSpin gedruckten französischen Uebersehung , in 8 gedruckt worden . Lre5cimbeni , Ittoria della volgar Poefia , p . 306 .
fol . 379 verf . „ Ist dieß nicht eine schändliche Sache , daß du gänzlich Der Abt Crescimbeni wrfükrt auf der 4 S . am angezogenen Orte , daß
„ von den Stenideutern und Schwarzkünstlern abhangest ? Dieß kann die Opera intitulata Vacerb * di Maeftro Cecco d'Afcoli Aftrologo
„ nicht geleugnet werden : denn du hast sie ju Ehren und Vermögen be - del Duca di Calavria , das Licht gesehen hat .
Cic0lM , ( FsaminiuS ) gebürtig von Vicenza in Italien , war ein ziemlich guter Philosoph , zu Ende des XVI Jahrhun - dertS . Ich zweifle nicht , daß je , » Name auf italienisch Cicogna ist . oder Cigogna . Er ließ im 1592 Jahre zu Vicenz ein Buch drucken ( A ) . König hat diese Ausgabe nicht gekannt Es hat ein Srrozz , Ciyogna gelebt , ein vicenrinischer Edelmann , ein GottcSgelchrter , Philosoph und Doctor der Rechte , und Nuntius der Stadt Vicenz . Dieß sind die Titel , die er sich vor einen : Werke gegeben , das er den , Doge von Venedig , und dem Rache der Zehner , den 16 des HeumonatS 1605 , zugeschrieben hat ( B ) .
« ) Er saget , daß Ciconia im 1603 Jahre , Quaeftionei naturales , herausgegeben habe .
( A ) ließ im 1592 Jahre «t Vicen$ ein £ud> drucken^ ( B ) Stro^i Tigogna - - - hat dem - Herzoge von Vet Dieß ist ein O . uartante von 8 ? Blättem . unter dem Titel : ( Ziiaettio - nedig , und dcrn Rache dcr Zehner - , - 1605 , ein Zöuch ZU , nes naturales in quibus iuxta Ariftotclis prineipia multa diligenter geschrieben ] Es ist betitelt : Del Palagio de gl' Incanti , et delie pertradlantur , et fumma facilitate difputantur contra Robertum Iu . gran meraviglie de gli Spiriti , et di tutta la natura loro . Die Aus» »lenatcnfein . Ich habe ein Buch , welches im isSf Jahre zu Venedig gäbe , welcher " ich mich bediene , ist von Breseia , appreflö Comino Pre - gedruckt , und betitelt ist : Quaeftiones tres R . P . Donuni Honorati de fegni , 1605 , in oöauo . Das Bücherverzeichniß zu Oxford bemerket ci - Robertis lunenatienlis , Loiißregationis Lateraiienfis , Canonicorum ne Ausgabe von Vicenz in quarto , die auch im 160 ; Jahre gemacht Regularium Sanäi Auguftini . Dieß sind die Namen und Würden worden . König bemerket nur die Ausgabe von 1617 . Dieses Werk ist des Schriftstellers , welchen Cieonia widerleget . Er zwacket hin und im folgenden Jahre zu Cöln in Octav , lateinisch gedruckt worden , uiu wieder einige andre an , deil AverrhoeS , den PomponatiuS , den Zimara . ter dem Titel : Magiae Theatrum de Spirituum et Incantationum Heuriges Tages sind alle dergleichen Schriften von schlechtem Schrot und natura . Der Urheber dieser Uebersetzung heißt Caspar Ens .
Korne .
Cieca , ein spanischer Schriftsteller einer Historie von Pmi . Siehe Leo .
Cygne , ( Martin du ) ein Icsuite , ist für den allerberühmtesten Rhetor des XVII Iahrhundetts gehalten worden . Er hat im 1661 Jahre eine Analysin der Reden des Cicero drucken lassen , welche vielmal und namentlich zu Paris im 1704 Jahr« wieder gedruckt worden . Er hat überdieß eine Dichtkunst , eine Kunst Historien zu schreiben , und eine Redekunst hinterlassen . Er ist ju 0pevn im 1669Jahre gestorben
a ) Aus den Memoiren von Trevour Heumonat 1704 . Art . 95 .
Cnuon t der Sohn desjenigen Miltiades , der die Perser in der berühmten Schlacht bey Marathon überwunden Hak ist einer von den besten Kriegsobersten der Republik Athen gewesen . Es giebt Geschichtschreiber , welche erzählen , daß er in das Gefängniß gefetzt worden , darinnen Miltiades gestorben , und daß er nicht eher heraus gelassen worden , als bis er die Geldbuße bezahlt gehabt , die dem Verstorbenen zugesprochen gewesen ; und daß er kein Mittel gehabt , dieselbe zu bezahlen , wenn Elpinice , seine Schwester und Ehsrau , den Callias nicht geheirather hatte ( A ) . Andre sagen , daß er seine Freyheit der Erlaubniß , sei - nen Vater zu begraben , freywillig aufgeopfert'hatte ( R ) . Man wird diese letzte Meynung nicht wohl widerlegen können , wenn man saget , daß er wegen seiner Liederlichkeit in seiner Jugend verschrieen gewesen ( C ) ; denn diejenigen selbst , die ihn lästern , sind einig , das ? sein Naturel srey und vollkommen großmüthig gewesen " . Man hat Ursache , zu glauben , daß es ihm in feiner Jugend , wie einige sagen * , weder an den Vortheilen der Unterweisung , noch an den Gaben des Geistes gemangelt hat . Ich werde viel Dinge wegen seiner Heirath , mit seiner Schwester , sagen ( D ) . Er hat sich in der Schlacht bey Salamis her - vorqethan f , und sich bey den Athmiensern so beliebt gemacht , daß er geschwind zu den größten Aemtern erhoben worden . War ihm sein Verdienst auf der einen Seite günstig , so fand er an der andern Seite eine machtige Stütze an dem Neide , den man wider den Themistokles gefaßt hatte , der schon seit langer Zeit in allzu großem Ansehen gestanden harte ( E ) : welches zu schen Anlaß gab , daß sich ein andrer auf den Weg machen möchte , ihn auszustechen . Die Ehrlichkeit Eimons , und die gute Ordnung , die er unter den atheniensischen Soldaten einführte , welche er unter dem Pausaniaö , dem Feldherrn aller Griechen , einem trotzigen und harten Manne , commandirte , trugen viel dazu bey , Lacedamon die Obergewalt aus den Händen zu spielen , welche es über ganz Griechenland hatte , und dieselbe den Athenienscrn zu zu wenden . Alle Verbundenen begaben sich uncer sei» ne Führung , um den PansaniaS in Byzanz zu belagern d , dessen üble Aufführung sie nicht länger ertragen konnten , und darauf die Persianer in einer Stadt Thraciens * an dem Flusse Strymon anzugreifen . Sie schlugen dieselben an diesem Flusse ,
qnügt , den Persianern alles dasjenige abzunehmen , was sie in Griechenland besaßen ; sondern er hat sie auch in der ersten Hitze , bis m ihr Land verfolget , und ihnen keine Zeit gelassen , sich zu erholen . Wenn er sich der Waffen gebrauchen mußte , so wendete er sie zur Unterwerfung an ; allein wenn ihm die listigen Griffe geschickter zu seyn schienen , so bediente er sich dieses Mittete , die Städte zu gewinnen , indem er sie zur Empömng reizte . Alles dieses verrichtete er mit so glücklichem Fortgänge , daß sich keine Soldaten , deö Königes von Persien , in dem Lande zwischen Jörnen und Pamphylien sehen ließen . Auf die erhaltene Kund - schafr , daß es die Flotte dieses Monarchen gewaget , sich an den Küsten von Pamphylien sehen zu lassen , lief er mit zweyhundert Galeeren aus dem Hafen von Enidus aus , und griff , nachdem er die Phaseliter bezwungen , diese Flotte an , und richtete sie bey
der Mündung desEurymedonö zu Gründe / ^ " m K MM P * <•< - —
des Koniges von Persien zu Lande f . . 0
dieses Monarchen vereinigen sollten , und 1 — _—
der die Frucht von so vielen Siegen war , krankte den Feind grausam ( H ) . Die Kriegsverrichtungen Cimons nach diesem Frie - den , bestunden in Ueberwindung der Tbracier , und der Einwohner der Insel ThasoS ; weil ihm aber diese Siege eine gute Gelegenheit darbotben , die er aus den Händen ließ , ein Theil von Macedonien zu erobern : so beschuldigte man ibn , daß er sich durch die Ge - schenke des Königes Alexanders hätte bestechen lassen . Er rechtfertigte sich , und wurde vollkommen frey gesprochen . Es war ihm nicht so leicht , ein ander Ungewitter abzuwenden , welches sich wider ihn erhob ; denn er konnte die Verbannung des Ostra - clsmus nicht vermeiden . Er harte sich durch die Zuneigung , die er gegen die Lacedämonier hegte , und durch seine Widersetzlich - keit gegen die Gewalt des Volkes verhaßt gemacht . Er wollte die Gewalt lieber in den Händen der Vornehmsten sehen , als sie der Willkühr des Pöbels überlassen . Dieß machte ihm viel Feinde , die ihn nicht allein aus der Stadt jagten , sondern auch ver - hinderten , daß er unter dem Kriegöheere der Athenienser wider die Lacedäinonier dienen dörste . Er hatte sich unter seiner Ver - bannung dahin begeben , als ein Freywilliger zu fechten , und er mußte sich , wegen der Klagen seiner Feinde , weabegeben . Die Schlacht , welche Die Athenienser in diesem Kriege beym Tanagrer verlohren , nöthigte sie , ihn juruck zu rufen : seine vornehmste
Sorge ,

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