Creator:
Bayle, Pierre Gottsched, Johann Christoph La Croze, Maturin Veyssiere
PURL:
https://dibiki.ub.uni-kiel.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:8:2-5732

i ? 6
Chrysippus .
£K i " oAiV ilrfSh XfUfftfiä» nxykrr & ( n Drauf giengen wir nach Theben , EetionS heilige Stadt :
* t - ' ' -
Da wurde fiir den Atrides die schöne Chysei« mitgenommen .
Siehe den Dicty« Cretens und Dare« Phryg . der Fr . Darier , die Amsterdam . Au«aabe , Lud . Smith« , von 170» in 4 , 37 Seite . Josia« Mercer in seinen Norm über den Dietn« har e« dargethan , »aß diejenige Stadl in Cilieien , wo Eerion , derAsi / nome , oder Chrysei« Gemahl , Konig gewesen , nicht Ärmeflttu , sondern ben geheißen , ungeachtet beyde in einem Lande gelegen . Dieser Eetion ist der Andromacha , der Gemahlinn Hektor« , Vater gewe - sen ; Horn . Iliad . 4 . v . 397 .
luya^rofot H«t / mvoc U'er / «v ot tvanv T * c * Aix« cAyiaot 6tißy wrsTAax«» , xihUat ectifttcn av & tcuj .
Siehe Not . Editcit . Ulrich Obrecht stimmet gleichfall« in seinen merkungen damit nberein ; und sehet hinzu , daß - Hippodamia , die Gemahlinn de« Mynes . Königes zu Lyrnessu« gewesen . LyrneM aulein regulus , schreibt er , fub Eetione Mynes , Hippodamiac maritus . Sieht Notas Varior . ad Di & yn . Cretenf . fupr . cit . pag . 30 . G .
( A ) Man sieht in dem - Homer , warum Agamemnon diese Scy'chläfcrmn behalten trollen . ] Er hat sich in dem Kriegsrache , erklärt , daß er sie bester , al« seine Gemahlin« Clytemnestra gefunden , welche er al« Jungfer geheirathet ; und baß Chrysei« der Clvremnestra weder am Leibe , noch am Geiste , noch an der Arbeit etwa« nachgege . ben habe :
iicil W0K6 ai / rifv
O1XO1 JjJHv * W * 7 * ? fe »Tfoß^ßaAa
iao'x * , i * « i »9»v h'i
oä s / fc * « , sr ig w * . » " ™ w *
Qiioniam valdc cnpio ipfim Domi habere . Eteniin Clytemneftrae praepofui Vxori , quam virginem duxi , quoniatn non ipfa eft infenor Neque corpore , neque indole , neque tnente , neque operibu« .
Homer . Iliad . Lib . I , v . 112 .
Er hatte bereit« zum Chryse« gesaget , daß er die Chrysei« bey sich behal . ten wollte , bi« sie alt würde , und daß er sie de«wegen bei , sich behalten wollte , damit sie ihm Leinwand mache» , , und bey ihm schlafen sollte :
Ttfv i' iyti h tot» , n ? h fi / v > ? ? « ? reiri» , titirrtf * } » ) ein * h a * tyü " »ab's< * * t ? «
/ «W iiroixmfow Mx<>< irsrnasu» .
Hanc auteio ego non libcrabo , antequam iplärn vel feneäus adeat ,
Noftra in domo Argif , proeul a patria
Tclain percurrentcn» et meum lechim partieipantem .
Ebendaselbst v . 29 .
Perrault , da et über diese Stelle der Zlia« spottet , hat einen Namen ft^r den andern genommen : daß Agamemnon , saget er . die Äricscis , ei , nes Oberpriesters Tochter , behalte» ? habe , um ihm Leinwand macben . parallele , Tom . II . pag . 3^ . Ucbrigen« Hot Agamemnon , ( 0 vergnügt er sich auch mit der Chrysei« befunden , vor dem KriegSrathe gesagt : daß er sie , wenn man ihn schadlos hielte , zurück geben wollte , wenn es nöthig wäre , dadurch den Untergang de«Krieqs>'ecreS abzuwen - den . Er hat sie auch in der Thal wieder gegeben , aber sich seine ? Scha - den« , auf Unkosten des Achilles , erholt , dem er die Briseis weggenom - men . Siehe den Epiktet de« Arianu« II B . XXIV Cap . Achille« hörte auf zu fechten , woraus unendliche Widerwärtigkeiten entstanden : und a»o sind die Unglücksfälle diese« . Kriege« allezeit durch Frauen«per - sonen verursachet worden Wenn drey oder vier Personen ohne Frauen - Volk hätten schlafen können , so hätte man da« Leben von drey - oder vier» mal Kundert tausend Personen ersparen können . Der Fall war weder so kläglich , noch so schandlich , als man sagte :
Scilicct vt Turno contingat regia coniux ;
Nos animae viles inhumata inlletaque turba
Sternamur campis . Virgil . Aen . Lib . XI . v . 371 .
( B ) T>er Sohn , mit welchem sie nieder kam - t , seinen Bruder Oresics einen guten Dienst ; u erweisen . ^ Wenn man dem Buchstaben ein wenig zu Hülfe kömmt , so findet man in dem CXXI Capirel Hygin« , daß Orestes und Iphigenie , die sich von dem tau - rischen Chersonesu« mit der Bildsäule der Diana gerettet , auf der Insel Sminthu« angelandet sind , wo Chryse« Priester des Apollo gewesen . Der junge Chryse« , ich will sagen , der Sohn Agamemnon« und der Chryselö , hat diese zwo Personen dem Tboa« . König von Tauri« , zu - ück schicken wollen ; allein sein Barer hat ihm die Bruderschaft zwischen ihm und diesen zweenen Neuangekommenen eroffner . Hierauf hat sich der junge Chryse« mir dem Orestes vereiniget , nach Tauris zurück zu geben , um de» Thoa« daselbst zu tobten : und nachdem sie diese« Vergaben ausgeführer hatten , so sind sie mit der Dianen Bildsäule »iach Mycene gegangen . Man erzählet diese« in den Zusahen de« Mvreri sehr »bei ; man seher Umstände dazu , die nicht im Hngiii stehen , und man laßt die - jenigen au« , die in diesem Schriftsteller sind ; und gleichwohl ist er der einzige , den man anführet . Stephan von Byzanz belehret un« , daß die Sradt Chrysopoli« ihren Namen vom Chryse« , dem Sohne Agamem , nons und der Chrysei« bekommen habe . Diejenigen , welche sagen , e< habe diese Frau behauptet , daß sie ihre Ehre aus dem Lager der Grie - chen unverletzt zurück gebracht , folgen der Wahrscheinlichkeit ; denn dieß ist fast aller entführten Frauenspersonen Sprache , oder die sich in Städ« ten finden , die mit Sturme erobert worden . Ludwig Gunon in seinen diverfcs Leqons , Tom . III . Liv . IV . chap XIV und XV . billiger und räch diese . Sprache an . E« ist , zur Zeit der Belageriiiig vonTroja , eine sehr gemachliche Sache gewesen , daß man seine Schwangerschaft aus die Rech - nung irgend« eines Gotte« hat schreiben können .
( L ) Briseis und Chrvstis sind Geschwisterkinder geroesen . 1 Denn Chryse« und Brise« sind Bruder geweseu . Bfi»« * 3 ) x ? 6 - äitAfei ijtmv , a' . S ? io ( . Dieß sind de« Eustathiu« Worte in Iliad . A , p . 58 . lin . 28 . Der gelehrte und höfliche Drelincourt hat sie mir angezeigt .
CHN ) ^lppU61 ein natürlicher Sohn des Pelops ( h ) , war von einer unvergleichlichen Schönheit a . Laius verliebte sich sterblich in ihn , und entführte ihn b\ allein er wurde mir solcher Geschwindigkeit verfolget , daß man ihm seine Beute entriß , und ihn als einen Gefangen ? » zum Pelops führte , der ihm diese Thar verzieh , weil er durch die iiebe darzu war verleitet wor - den . Die Freundschaft des Pelops gegen den Chrysippus war viel größer , als gegen seine rechtmäßigen Kinder ; dieserwegen ermahnte Hippodamie , seine Geinahlinn , von allem Geiste einer Stiefmutter angetrieben , den Arreus und ThyesteS , zweene von ihren Söhnen , diesem Bastarde das Leben zu nehmen : sie zweifelte nicht , daß er nicht einmal nach der Krone trachten sollte . Sie schlugen ibr diesen häßlichen Dienst der Gefälligkeit ab , und darauf faßte sie den Entschluß , dieses boshafte Vorhaben in Person auszuführen ; sie nahm des Laius^Schwerdt , weiter schlief , und bediente^sich dessen , ^den^C^rysippus zu tödren . Der
welche sa -
„ . 7rTr ^ ~ . . . . ,
und daß diese den ermordeten Chrysippus in einen Brunnen geworfen hatten . Ihr Vater wollte sie nicht mehr sehen , und sie flüchteten nach Triphylien Einige sagen f , daß er nicht w viel Nachsicht gehabt , sich an der Verbannung seiner Geinahlinn zu begnügen , und daß er vornehmlich an ihr den Tod des Chrysippus rächen wollen , solches aber nicht thun können ; w ? il sie sich nach Midäa gerettet hatte s . Andre sagen , daß sie , als sie sich deswegen von ihrem Gcmahle angeklaget gesehen , sich selbst entleibet habe . Wir erfahren aus dem Thucydides , daß Arreus zu dem EurysthäuS , seinem Neffen , dem Könige von My - cenes , geflüchtet wäre • . Man muß sich nicht einbilden , daß dieser Chrysippus von demjenigen unterschieden sey , welchen Cle - mens von Alexandrien , Arnobius lind Firmicuö Maternus dem Ganymedes beyzeseller haben ( B ) . Man hat in dem Moreri weder von diesem Sohne des Pelops , noch von dem Chrvl - ppuo von Tyane ( C ) . dem Urheber eines Buches , von der Art Brodr zu machen k , geredet : allein man hat darinnen weder den Chrpsippuo , einen berühmten Ar^t , gebürtig von Knidus ( D ) , noch den dbryfippuo , des Erasi^atuS Schüler vergessen . Man hat mit Unrecht von diesem Schüler des ErasistratilS v - r - sichert daß er vom Feldbaue geschrieben ; denn dieß ist ein Werk , welches Diogenes Laertius einem Chrysippus zueignet , der von
diesem unterschieden ist ' .
4 ) Hygin . cap . LXXXV . und CCLXXII . b ) Siehe die Anmerkung ( B ) . e ) Au« dem Plutarch in paralleliz , p . , , z . Er führet den Dositheus in ? elopidi , an . ä j Scholiaft Enripidis inOreft . Tzctzes , Hift . XVIII . Chil . I . siehe auch Hygin cap LXXXV . t ) Ein Theil von Eli« im Pcloponesu« . ^ f ) Paufan . Libr . VI . pag . 502 . Ausgabe von 1696 . ß ) Eine Stadt in dem Lande Argo« . h ) Hygin . cap . LXXXV . o fty»86 .
( A ) Er war ein natürlicher Sohn des Pclovs . Z Einige sagen , daß die Beyschläserinn . die ihm diese« schone Kind gebracht , die Nymphe , Danai« gewesen . Plutarch . in Parall . pag . 5' ? - Ändre nennen sie Arivche , ( Apottoliu , , c - nt . XVIII . n . 7 . Scholiaft . Euripid . m Oreft . v . 5 . ) oder Astnoche ; ( Schol . Pindar . ad Olymp . A . ) allem der Scho - liast Monier« giebt vor , daß de« Chrysippus Mutter , de« Pelop« recht - mäßige Gemahlinn gewesen Siehe denselben über den io ; Ber« de« II Buches der Alias . Er reder , wie die andern , von der Eifnlucht der Hippodamie , nnd dem vom Atreue und Thyeste» verübten Meuchel - morde , und er führet den ^»ellanicu« an .
( B ) Man muß sich nicbr einbilden daß dieser Chrysippus von dcmieniqen tmrerscllicScn sey , welchen Clemens ron drien , Ariwbius ' f - dem Ganymrdc« beyAeselle» habcn . Z
Clemen« von Alexandrien wirft dm Heiden die Knabenfchänderey ihrer
to« , iix ( £otv ««m thc uvifitf ts< iearrin , bt» cuffo / af , i - , a
citeiot rtit Stoit , rit iett i^xuxortt . Nam nec a pucris quidein dii veftri abftinuerc , vnus quidem Hyllam , alius vero Hyacinthiim , alius Pelopem , alius Chryfippum , alias autem Ganymcdcm , anian - tcs . Hos deos veftrae vxores adorent , talcs autem fuoj eile mari . tos precentur , adeo temperantes , vt fint diis fimiles , fimilia confe - clantes . Clcm . Alexandr . in Protrept . pag . 21 . A . Arnobiu« , der schreiber von dieser Stelle , wie von unzahligen andem desselben Vater« , drucket sich auf eine nicht weniger unbedingte Art au« : Quid , quod
non

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.