Creator:
Bayle, Pierre Gottsched, Johann Christoph La Croze, Maturin Veyssiere
PURL:
https://dibiki.ub.uni-kiel.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:8:2-5642

Chevreau . CM
Bericht davon war , daß dieses Mährchen wahr wäre f verzeichniß von Oxford eingeschlichen hat ( D ) .
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man zu derselben Zeit viel von einem ^ ^ zu untersuchen , was daran wäre . Sein
werde ein tlemes Versehen beinerken , das sich in das Bücher -
Erneuerung des Bündnisses im 1601 Jahre , in Gesandtschaft dahin gieng ; und wie1
Mägdchen redete , welches lange oHneEssen gelebt hatte , so schickte er ihn nach Bern^um zu untersuchen , was daran wäre . Sein
* ) Siehe die Anmerkung ( K ) . b ) Auf der 660 Seite der Genfer Ausaabe von 1« - . w , - v , , ™ .
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nm besondern Umstand , der mich abhält , dieselbe auf die bloßen Worte an~ - * - - - - - fat ? " mir nicht einbilden , daß dieses
«inzuziehen , welche die Fähigkeit unser« du Chesne betreffen ; man wird sie mit Vergnügen vollständig lesenDn Chesne , - Herr de la Vis - lette , einer der bcf ? m Scheidekünfrlcr , die unser Iabchnndert hervor gebracht bar , erzählet , Saß er einen febv aefdbidttn pol - nifcbenXrv in Cracau gesehen , welcher die Asche bcvnabe von allen pflanzen , v , e bekannt waren , in p'pioUn erhalten , so daß , wenn jum Exempel jemand aus Neubezierde eine Rost in die -
Werk von ihm seyn könnte , wenn das Jahr 1542 wohl lvinerker ist . Ich glaube , daß sein Kupferstich vor seinem Zviatericon , im i6cü Jahre gedruckt , in demselbigen Jahre gemacht worden ist . Allein man ket darauf , daß er 60 Jahre alt gewesen . In diesem Falle müßte er nach dem Drucke vors diesem Tracrale das heil . Augusiins seyn gebohren wor« den . II . Zum andern will ich sagen , daß er im Du Verdier nur - Herr de la Violette , Räch und ordentlicher Acjt ihrer - Hoheit de» ein , ) igen Vrnvers des Königes ; aber in der Bibliothek des la Croix fen Phiolen habe sehen wollen , er Sieienige genommen , in wcl - du Maine schlechtweg Saron und - Herr von Morence . unv ilyfc ; chcr die Asche vom Rosenstocke gewesen , und sie über ein ange - rable genennt ist . Es ist gewiß , daß diesezween Bibliothekenschreiber zündetes ^ . ichr gehalten : worauf , so bald sie die U ? arme cm - von eben demselben Schriftsteller reden ; denn sie geben ihrem Joseph
Stunden , sich die Asche ; u bewegen angefangen , und siel ) als eine eine dunkle rvolke in die - Höhe gehoben , und in der Ptnole ausgebreitet ; die sich in viele Theilche» zerrheiler , und endlich ei - ne so schone , frische und vollkommene Rose vorgestellt habe , daß man geglaubet halte , sie müsse eben so gräflich und riechend , als eine vom Rosenstocke gebrochene Rose seyn . Dieser gelehrte einem Poeten lYiann saget , daß er sich öfters bcmübcc babe , dergleichen ju " *
machen , und da er solches nicht durch Fleiß gewußt , dieses * £»» - derwerk von ungefähr gesehen habe ; denn als er nebst dem - Herrn von Auyncs , Formentieres qcnanm , parlemencsrathe , ) um Zeitvertreibe einige merkwürdige Erfahrungen ; u sehen ,
«us gewissen Brennesseln das Salz gezogen , und die Hange von im U ? inter ans - Helle gesekt : so habe er sie früh gefrobren gefunden , aber so wunderbar , 'daß die Gattungen der Nesseln , ihre Forme und Figur , sich so natürlich und vollkommen auf dem l£ife vorgestellct . daß die lebendigen nici ? c be»str hatten feyn tonnen . Diestr ttlann hat gleichsam entzückt den Herrn Rath dazu gerufen , um ein Zeuge dieses GebeimnMs zu seyn ,
Dessen Vortrefflichkeit ih» in diese U ? orte ausbrechen ließ :
Geheimniß , welches lehrt , ob gleich der Körper stirbt ,
Daß in der Asche doch die Forme nicht verdirbt .
Itto ist da» Gelieimniß nicht mehr so stiren ; denn der - Herr von Cl'aves , einer von den vortrefflichsten Scheidekünstlern unserer Äeit , laßt es alle Tage sehen . Gatfärcl , Curiofit . inouyes chap . V . »um . 9 , pag . m . 100 .
( B ) Er hat XVerke herausgegeben , die sthr wohl aufgenom - tuen und oft wieder gedruckt worden . ^ Mau darf nur die Anzahl der Ausgaben ansehen , welche im Lindcnius renouatus davon auf der 710 und 711S . bemerker wird . Ich verweise meine Leser so wohl die - serwege» , als in Ansehung der Titel , dahin . Ich will nur so viel sagen : 1 , daß , so viel als ich habe entdecken können , das erste von »hin heraus - gegebene Buch , die Apologia pro Chymicis , gewesen ist . Diesen Titel
Siebt ihm du Verdier in der französischen Bibliothek auf der 773 S . die lusgabe davon bemerket er im 1575 Jahre , zu Lion in 8 . Ohne fel ist dieses eben dasselbe Buch , als die ad Iacobi AubertL , Vindotus , de ortu et caufis Metallorum contra Chymicos Explicationem , bre - vis Refponfio . Et de exquifita Mineraliuni , Aniinalium , et vegeta - billum Medicainentonim fpagyrica praeparatione et vfn perfpicua Traditio , zu Lion 1575 in 8 . Du Verdier giebt ihm den Tractat des heil . Augustin vom christlichen leben , nebst den Abhandlungen der lNildigkcit und Eitelkeit dieser Seit , und Die Xvelt unter
du Chesne . die allgemeine und besondere - Heilung von« ? ci ? iefiwu»» - den , zu Lion im 1576 gedruckt Es ist in eben denselben Jahre lateinisch »nd französisch gedruckt worden . Baillet ^ngement f „ r le , poet« , Tom . Iii . num . izzz . p . 263 . gedenket des Äaron vonMorence , der sich Iostph du Chesne genennet . Er redet von ihm nur als von einem Poeten , und es ist gewiß , daß dieser Arzt Verse gemachr hat . Du Verdier giebt ihm die Morokosmie , oder die Tborheit , Eitel , keit und Unbeständigkeit der XPelt in 100 Gctonarien , trjit zween dorischen Gesängen von der himmlischen liebe und dem Höchsten Gute , zu Lion >583 in 4 gedruckt . Ich glaube nicht , daß diese Ausgabe die erste ist ; denn der Verfasser beobachtet bey Anfuhrüng die» fes Werkes in seinem Zdiatcticon auf dem , ? Dl . im >üo6 Jahre gedruckt , daß er es vor sechs und zwanzig Jahren habe drucken lassen .
( C ) Parin iff ihm sehr übel begegnet . ] „ In eben diesem ( 1609 ) „ Jahre , ist hier ein boshafter Galgenstrick und Quacksalber gestorben , „ der in seinem Leben und nach seinem Tode , durch seine unglücklichen „ Schriften , die er uns unter seinem Namen hinterlassen , und von an - „ dem Aerzten , Scheidekünsilern , hier und da hat machen lasse» , sehr „ viel gemordet hat . Dieß ist Jofephus Quercetanus , der sich in Pari» »Herr de la Violette hat nennen lassen . Er ist ein großer Trunkenbold „ und rechter Ignorant ? , der kein Latein konnte , seiner ersten Handthie» „ rung nach ein bloßer Balbierjunge in dem Lande Armagnac gewesen , „ welches ein armseliges , verworfenes und unglückliches Land ist ; von d« „ er durch einen großen Arzneykundigen nach Paris und vornehmlich „ iiach Hofe gebracht worden , weil er in Deutschland etwas von der „ Scheidekunst gelernet hatte . Der beste Scheidekünstler , das heißt , der „ am wenigsten boehaftig ist , hat der Welt nicht viel gutes geschafft , nnl» „ dieser hat darinnen viel Böses angerichtet . „ Patin , Lettre XXXI . pae . 143 . des I Bandes , genfer Ausgabe 1691 . Es ist viel Heftigkeil in diesen Worten PatinS .
» Lion 1 * 76 , in « . gedruckt , und den großen Spiegel der Welt , in eben derselben Stadt 1587 , in 4 . gedruckt , giebt . Diese zwey Werke sind ganz gewiß von nnserm Joseph du Chesne . Merklinus in Lindenio renouato redet nicht von dem letztern ; allein der Urheber führet es selbst auf dem 395 Dl . seines Diaeteticon Polyhiftoricon an .
lieber dieses bemerke ich , daß das Dückerverzeichniß zu Oxford , da et auf der 88 S des II Th . eine lange Liste von den lateinischen Büchern des Iofephns Quercctanus giebt , nicht meldet , daß man bereits unter dem Worte Chefne von ihm geredet hat .
( Urban ) gebürtig von Loudun , der Urbeber verschiedener Bücher , und unter andern einer allgemeinen Hl - ian viele Ausgaben gemacht Hat , ist de» ' . ; des HornungS 1701 , in seiner Geburtöstadt , sieben und achtzig Jahre . . . i'' . . '» , . 111 fvm Y / Mrbnrnc bon yr^boiir b : man IW m . - hf / iHi - Ofvv ? - " *
Chevreau
( forte " , davon man viele Ausgaben gemacht Hat , ist den 15 ves ^ornungs 1701 , m , einer ^ec>urrv , r«vr , , . evcn unv acyr und etliche Monate alt , gestorben . Man sehe seine Lebensbeschreibung in dem Tage^iche von Trevour^ : man hat nicht a ! . .
die er herausgegeben ; denn man hat darinnen nichts von seinem Romane des Hermioc^nes geredet , welcher im ^ mi' K —s - - , noch von einem Bande Briefe , den er in eben dieser i ) Die Monate März und April 170 , , 241 Seite , amster -
1648 Jahres zu Paris , in 8 gedruckt worden gegeben hat .
* ) Siehe bey dem Artikel Babylas die Anmerkung ( T ) . damer Ausgabe .
CHigj eine edle Familie zu Siena , die lange Zeit in ihrem Vaterlande Figur gemacht hat , bis sie sich an dem Hofe zu Rom , unter der Regierung des Pabsis , Julius des II , empor gebracht * . In der Wahrheit ist sie nicht bis zu den Präkamren ge - stiegen ; allein sie hat ansehnliche Bedienungen bey der apo>ivllschen Kammer gehabt . Julius der II , gab dem AucsustinCh'gi die Aufsicht über die Einkünfte , und befand sich sehr wohl bey dieser Wahl . Jedermann weis das kriegerische und unruhige m—n\ . s . '» fiAfhmpnhnt erforberf . Augussin Chigl mußte^alle seine
Wissen^haft anwmden^ d . > ' r 11^ " the norhwendig erfordert . Ana . . ,
Erfindungskraft und Treue ( AV fc ^saß hierzu die nochwendi'ge Tbätigkeit
KindeSannehmung beehrte - er JölfJ ^öchstvergnugte Julius der l / . ihn mit einer Art der
geachtetwerden^en . ^ Unter^r^egiem^g^Pabst^auluS deö^Ill . ge^ te la Re & cre AeUn Sie hatte einen schönen^Garten an I
! in einen Verfall , der sie nö - der Tyber , nahe an dem far - erforderte , daß man deinftlben Urban den VIII , hielt sich diese und machte es auf eine so glück - vm ; . ^ W ? ^^M " '' . ? den päbstlichen Stuhl erhoben wurde . Ich will
im M . WM gfetÄtü K K SS» V# * - d - r m Wf «ft gnM ; ster Bruder , U»art0 >' - » gewinnen c .
allein
" erdacht , woruoer vu - . hprft - lben fo wo5l
onna Beremce , se«ne
zu gewinnen e , und hat hierzu sehr kräftige Erfin - Gemahlinn d , welche nach Rom gekommen war ,
schen ; man bediente
AM°m°chsS»d«« . d .
5lavio

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