Creator:
Bayle, Pierre Gottsched, Johann Christoph La Croze, Maturin Veyssiere
PURL:
https://dibiki.ub.uni-kiel.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:8:2-5485

Charron . 151
bm , in welcher er so gut . als er kann , da« ZeugnißThnans unkräftig zu nigen alle für die seim'gen erkennen würde , darunter sein Name
machen bemüht ist . Siebe das Tagebuch der Gelehrten vom 12 des sieht , zumal da derselbe unter viele gesinet ivorven - sieihmnicht
Wintermonats 1691 , 651 . S . holländische AuSqabe , zugehoren - - Ich habe einen lateinischen Tractat , die Tra ,
Man findet den Auszug von diesemDriefe CharpentierS , auch >n dem gung der Waffen detreffend , von ihm gesehen : allein ich weis nicht ,
III Bande der großen Historie des Mezerai , aus der 264 S . Dieser ob die siamesische Ueberstnung von ihm gemacht worden . < * s Geschichtschreider giebt vor , es habe dieser Brief dem Wolfgang PriS . isi so wohl in der einen als andern Sprache 5» Paris gedruckt wor , brachus ( y ) , einem Pol'len . zur Gegenantworr gedient . die er der Re - den . Dieses Werk CharpentierS hat zum Titel : Pium et ChrifHamim de des Bellievre mit großer Heftigkeit entgegen gesetzet hat . Die Rede cle^rmi , Lonlilium ; und ist zu Paris im : 57 ? Jahre gedruckt worden ist in der Vmammlung der , chweizerischen CanronS zu Baden gehalten Ich habe zu Ende dieses Wörterbuches , in der Dissertation über den daß Wolfgang pr^rach und porms Crerin , dm Charpentier ( C , Rivetus bar den Peter Charpemier nicht sthr gekannt 1
Mm Zeugen genommen , ( er hätte lagen sollen , daß Cbarpenner diesen Die tomtfeben Reliqiensstreiter werfen den Reformirten die bürgerli -
Brief a , , , hn gerMet at ) wider den Bell . evre und Charpentier ge - chm Kriege in Frankreich , als eine Sache , die von den reformirten
schrieben hatten . Er drucket sich ubel ans : denn er hätte sagen sollen , Predigern gebilligt worden , unaufhörlich vcr . Sie bedienen sich manch ,
dap PortuS wider diesen , undPnebrachwlder >cnen qeschricben hat . Es mal des Zeugnisses Charpentierö . Brerleius , Apologia Proteftantium
scheint & Nj' flUf ®frt PriSbrachS pro Romana Ecclefia , pag . 642 . Der Jesuit Petra Saneta , in einem
i * ^ ich . daß sich Ä»ezerai betriegt . . Werke»«velcheS er wider den du Moulin herausgegeben , hat die Kühnheit
vt . ff T / r - icni rom'^fatf>° : qehabt vorzugeben , daß man zuGenf Anschläge gemacht , FraneiscuS den
lifttn Schriftsteller Cornelius Schult . ng . uS , zum Zwischenspiele in sei - n , Catherinen von MedieiS . seine Mutter . Marien Sttmrt seine Gemah
nttMrredeemeS Contro^sbuche« g . dienet . das er im . 58s Jahre w , , jnn , seine Brüder u . a . m . zu gleicher Zeit hinrichten zn lassen . Syl3r
ausgegeben hat . Siehe die Vorrede des IV Bandes , feinet Confcffio petra Sanfta , Notis in Epiftol . Petri Molinaci ad Balzacum pag 102
Hieronymiana . Er hat ihn fast ganz eingeflickt , m , d er giebt seinen Le , Er führet den Si . rius , L . 4 . ad ann . 1561 . Petrus Carpentariüs Gene !
A " ^em anden . Buche Nachricht davon Siehe die 256 S . des brard . in ChronoL an . Rivetn« , welcher das Werk dieses Jesuiten
IV Bandes seiner vidliotkeca Catlwlica . ^ch muß Nock ) dazu setzen , widerleget , saget unter andern Dingen , daß diese drev Zeugen kein An ,
JÄ VC ? " ften Bandeder Nachrichten , von dem Staate Frank - sehen haben : Surius wäre von dem Baronin - der Lästerung überzeuaet
reich - , unter Carln dem IX . nebst der französischen Übersetzung der latti - worden , weil er den Victorin . Bis^os v»n PoirierS , qelästert , und Chat ,
mschen Antwort , findet , die ihm FraneiscusPortuS gegeben hat . Diese pentier und Genebrard hätten sich , al> balsstarriqe Liguisten den Haß
Antwort enthält viel Umstände von dem Leb« , Charpentierö , die nicht des Königes zugegen . Baron . Tom . III . ann . 324 . num . beym
allzu ehrbar , daß ich Nicht sage , schandlich sind . Riuet . Operum , Tom . III . pag . 51P . Carpentariüs et Gencbrardus ,
Cß ) DaS Wettspiel Geba . durch Versetzung der Buchstaben , auS l>»i inter reßis perduelles vixerunt» et iuftain eins indignationem
W der Name desjenigen Aufruhrers , von welchem im II ineurremnt , inter eos , qui vltimi fteterunt in adnerfis partihns , an
B . Samuelis XX . geredet wird . welcher die Trompete qeblafen , das digni funt , quorum teftinionio contra tales habearur fidej ? Kiuetus
Volk wider den David zum Aufstande aufzumuntern . Uebrigens befin - jn lefuita vapiilante , cap . XIII . num . XII . pag . 55z Tom . III . Oper ,
det sich der Brief CharpentierS unter dem 19 des HerbstmönatS >572 , Wenn Rivetus qeivupt hafte , daß man ihm eben denselben Peter Char -
die Anlwott des Frqneiseu« PorruS , und der Auszug von den Anmer , pentier entgegen setzen würde , der eine Sch»f ? schrift für deu h . Bm tto«
kungen Franciscus Balduins über den Brief CharpentierS , in den Nach , lemaus geschrieben hat , welche Thuanus fast mit einem glüenden Eisen
richten von dem Staate Frankreichs , unter dem Könige , Carl dem IX , gebrandmarkt hatte , würde er wohl von dergleichen Dingen stille ae -
von dem z - 2 Bl . des I Bandes , bis auf das z6s , nach der Ausgabe von schwiegen haben ? Ich bilde mir ein , daß er durch die unbestimmte An -
«J79 - <£cit . Am» . führung dieses Schriftstellers verfuhrt worden ist , und , weil er sich
- v 20 V> " ichr getrauet , ihn für denjenigen Sachwalter zu nehmen , der . veqe . 2
, 00 diese« Stucke eingeschaltet , st , l . st man prisbach . Crit . Anm . m heimlichen Verständnisses mit Spanien , ungefähr ums Jahr
( v ) Lr bat etliche andre Sucher drucke» lassen . ) Nack dem gerädert worden , ( siehe die große Historie des Mezerai , III Band
de la Croir du Maine , auf der m S . hat er verschiedene Sucher »zy Seite . ) und der des Jacobus Carpentariüs , eines großen Wi°
weils lateinisch , theils französisch geschrieben , welche meisten - derfachers des Namus , Sohn gewesen ist , sich sehr mangelhaft ausge -
theils gedruckt worden sind ; allein ich wcis nicht , ob er diese - drücket hat .
Charron , 5Peter ) der Verfasser eines Buches , welches viel Lärmen gemacht hat , und betitelt ist , de la sagesse , mar im 1541 Jahre zu Paris gebohren , und hat daselbst seine Schul - und philosophischen Stiidien mit Forcgange getrieben . Hierauf studierte er das bürgerliche und pabstliche Recht zu Orlemrs und zu Bourgee , und erhielt die Doctorwürde in dieser Wissenschaft auf
der leßten von diesen beyden Akademien . Hierauf kam er nach Paris zurück , und besuchte , nachdem er zum Parlementssachwalter aufgenommen worden , fünf bis sechs Jahre die Gerichtskammern sehr fleißig : weil er aber wohl voraus sah , daß es ihm schwer werden würde , sich durch diesen Weg empor zu bringen , indem er sich unvermögend fand , den Anwäldm und Besorgen , der Rechtshändel viel seine Aufwartung zu machen ; so legte er sich im rechte , . Ernste auf das Studium der Gottes - aelabrtheit , und auf das Predigen , und er wurde ein so großer Prediger , daß sich verschiedene Bischöfe bemüheten , ihn in ihre Kirchensprengel zu ziehen . Arnaud von Pontac , Bischof von Ba^as , welcher ihn in der h . Pauls Klrche , im , 571 ^ahre hatte predigen hören , warf viel Zuneigung auf ihn , und nahm ihn mit sich nach Laintes , nach Bourdeaux , und in fein Bischoft thum , und noch andre Gcrrer in Gascogne und ilanguedocCharron erwarb sich einen solchen Namen durch seine Be - redsamkeit , daß man ihn überall haben wollte , und dag die Bischöft in verschiedenen Rirchensprengeln , die ihn hatten predigen hören , ihm freiwillige theolögische Domherrnjiellen in ihren Rirchen , und andre lVürden und Pfründen an - Höchen . Sr wurde hintereinander Don , Herr ; u Vazao , zu Acqo , zu Lethoure , zu Agen , zu Lahors und zu Condom , Domherr und Gchulherr b«v der Äirche zu Vourdeaux , und Canror bep derRirche zu London , . DieRonigi'nn Mar - qarerha behielt ihn , als ihren ordentlichen Predioer dep sich - - - Sr war nach diesem in dem Gefolge deo Car . dinalo von ? Lahors ; er lebte bereits zu Condom , wo er das theologilche Canoiucar und d , e Wurde emes CaiUvrS angenommen hatr«> d , e ihn von dem Bischöfe war angebothen worden . Er gab zu Bourdeaux femen TractatvonderWeishett . m . ^
? wey Jabre hernach that er eine Reife nach Paris . einem B . fchofe Dank zu sagen , der . hm die ch ^g sch - Domh . n st . lle m ( S Kirche angebothen hatte ( EJ , und eine neue Ausgabe von d - ese . n Werke zu machen Er tzat mcht sotengejjetof , mehr Lg hrey öder vier umgedruckte Bogen davon zu sehen : er starb plötzlich aus emer Straße ! den »6^ MmtermonatS i6oz . Der Druck dieses Werkes wurde , ungeachtet fast unendlicher Schwierigkeiten , die man jü Slj5
Snn weil der Verfasser viel Dinge nach dem Lichte der Philosophie gesagt hatte ; so hatte « bu^ a^^bjschen und pöbelhaften weu v Bebauotuna solcher Grundsätze ängreisen koniicn , die den Wahihuren> der ^eligion zu nahe zu treten
^' - neü^ieserwegen sind viele Leute wider sein Buch aufgestanden , und haben es als eme . Pfi^schule der Gottlosigkeir ver - schienen . - Vielenv z Geister , welche sich dieser Verfolgung widersetzten , und die Cachm unterschieden , wie es
schrieen . Allem e s Charrons Nachruhm und sein Buch , fanden sich Sta«Sleute , die so wohl wegen der Starke ihres senn sollte . ZumG - u ^ ^ s . ch in diese Sache mischten : außer b'eftm wurde da , , elbe sehr beschmitzt , und ftin
Witzes , als lhrerGewalt ^ aud ) fl ( { t ^^unschet , Personen von dieser Beschaffenheit zu seinen Richtern zu
Werk ausgerottet worden 1 Y g mi^ welche chr Amt verbindet , sich allzu sehr zuerelfern , und welches ihnen
haben ( Gj : er ^e ^nDe " fcasjeu { ai ( f efm übereilte Art zu verdammen , was von ihren Vorurtheuen abgeht . Eini - eine Fähigkeit zuwege finget , au . . ^ / jch »daß man , ungeachtet der Widerfetzung und des Murrens vieler Leute , die Herausge - ge glauben , ^ sey für Frankretty t ^ ^ hierdurch sehen lassen , daß man daS tyrannische Joch nicht für genehm halt , welches

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