Creator:
Bayle, Pierre Gottsched, Johann Christoph La Croze, Maturin Veyssiere
PURL:
https://dibiki.ub.uni-kiel.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:8:2-5150

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118 Cea . Straft .
auf der z> - u . f . S . ) so hat dieser Jesuit in den Unterredungen mit dem Billigungsschrift ist zu Fleche , den 19 des Wintermonats 1627 / in meiner Konige , die Entfernung des Cardinals aus vier Ursachen beschlossen : Ausgabe unterschrieben , welche von Cöln m 8 im 1631 Jahre ist . Ich > ) Wege» der Verbannung der königlichen Frau Mutter 2 ) Weil diese zweifle nicht , daß die Buchdrucker >6 - 7 für 1617 gesetzt haben . Also will
Eminem Ludwigen dem XIII , nur den Namen eine« Königes gelassen , ich mich dieser Unterschrift nicht zum Beweise bedienen , daß der Jesuit
z ) Weil er das'Volk allzu sehr gedrückt . 4 ) Wegen der großen Dien - Caußin seinen Versuch über die Hieroglyphen der Aegyptier , um diese
ste , die er den Protestanten , zum Nachtheile der katholischen Religion Zeit nicht gemacht hat . Die Vorrede dieses Werkes kann mir hicrinnen
geleistet . Er hat sich auch verbindlich gemacht , diese vier Punkte gegen zum Beweise dienen ; denn der Verfasser saget daselbst , daß er , bey der
den Cardinal , in Gegenwart Sr . Majestät , zu behaupten , und dem Her - Ausarbeitung seiner Redekunst , an dieses gedacht habe . Lum libros de
z»ge von Angouleme vorgeschlagen . die Stelle des Cardinals zu beklei - triplici eloqucntia et apparatum quendam ex florentiffima exeinplo -
de „ . Dieser Herzog , welcher dem ersten Staatsbedienten von d esemge» mm copia ad oratoriam facultatem inftruereni , adieci quoque ani -
heimen Anschläge Licht gegeben , ist . wie der Abt Siri saget , Ursache an raum ad fymbolicam veterum fapientiam . Man merke , daß er im
der Ungnade de« P . Caiißin gewesen . >6» - Jahre eine Sammlung griechischer Poesien , ( Thefaurus Grae -
( D ) lLr isk - - - - - den - de« ^eumonats 1651 gestorben . ^ cae Poefeos , ex omnibus Graccis Poetis colledhis ; Alegambe , Bi - Moreri , der sich in der Zeit betrogen , da Caußin ein Jesuit geworden ; blioth . Societ . Ief . pag . z ; > . ) und , 6ij die lateinische Uebersetzung eines ( er saget , Caußin sey >605 ein Mönch geworden , allein nach dem Ale - Werkes deSRicheonie herausgegeben hat ; vertit e Gallico Latine iufta aambe ist solches 1606 , und nach dem Sotuel 1596 geschehen ; ) bekriegt funebria Henrico Magno Galliaram Regi a Ludouico Richeomo feri - sich „ och mehr bey der Zeit seines Todes : er hat er denselben ins Jahr pta . Eben das Solchergestalt hat man , nach der Scharfe , nicht sagen ein tausend feclwbimöcrt und fünf und fünfzig gesetzet . Die Her - können , daß die Erklärung der Hieroglyphen der erste Versuch seiner ren Bulla« und Witte , haben die Zeit de« Todes bemerket , wie es ftyn Feder gewesen . Diese schonen XVerke , ( dieß sind die Worte BullartS , soll , aber nicht die Dauer seines Lebens . Einer will , Caußin sey den 2 Academie des Arts et des Sciences , Tom . If . pag . 224 . und er redet 1 des Heumonats 1651 , in 69 Jahre seinesAlters gestorben : Bullart . Aca - von den heiligen Sinnbildern , 2 von der königlichen Pracht , z von den dem . des Sciences , Tora . II . pag . 225 . der andre , daß er den 2 des Heu - Vergleichungen der geistlichen und weltlichen Beredsamkeit ; ) haben monatS , im 81 Jahre seines Lebens . und im 57 seines Jesnitenstande« seinen Namen unter den Gelehrten bev - Hofe bekannt gemacht , gestorben sey . Witte Diar . Biograph . Diese« kömmt weder mit dem rvesrvegen seine Gbern gewollt , daß ihn dieser Prinz von Per - - P . Alegambe , noch mit dem P Sotuel überein . Nach dem P . Alegambe sdn kennen sollte . Der p . Gonteri , einer von den berühmtesten ist Caußin im , 606 Jahre , in den Orden der Jesuiten getreten , und Predigern ihrer Gesellschaft , hat ihn ins Louvre geführt , und damals - 6 Jahre alt gewesen . Er wäre also im 71 Jahre seinesAlters , ihn - Heinrichen dem IV vorgestellt , welcher ibn mir vielen L . iebko - und im 45 seines MonchslebenS gestorben . Der P . Sotuel giebt vor , sungen empfangen , und , da er den Glanz gesehen , der aus seinen daß Caußin im 26 Jahre seines Alters , im 1 * 96 Jahre ein Jesuit ge - Augen hervor leuchtete , gesaget : daß er einmal eine von den worden . Er wäre also in einem Alter von 8> Jahren gestorben , und vornehmsten Personen ihrer Gesellschaft ftvn würde . Dieß nur 55 Jahre ein Jesuit gewesen . Ich glaube , daß man sich an den P . heißt die Zeitrechnung verkehren ; denn diese drey Werke des P . Caußin Alegambe halten müsse . find erstlich nach dem Tode Heinrichs des IV , zum Vorscheine gekom -
( E ) Von allen ( einer»tDerfen hat ihm kein einiges mehrtLh , men . Die Sinnbilder , welche nach dem Bulla« eine Probe gewesen , re gemacht , als la Cour Sainte . ] Es ist . ich wei« nicht wie oft sind erstlich , * , 8 erschienen . Die Erzählung , die in dem Lobe des Paters «druckt worden , ( die Ausgabe , deren ich mich bediene , ist zu Brüssel Caußin ist . ist eben so verdrehet , als die Zeitrechnung . Hier sind die 1664 in zween Quartbänden gemacht . Es giebt eine pariser von 1680 Worte des Verfassers dieses Lobspruches , auf der > und 2 S . > , Der tn zween Foliobanden . ) Es ist ins Lateinische . ins Italienische , in« „ P Caußin hat eine ganz besondre Mitleidenschaft mit dem Himmel , Spanische , ins Portugiesische , in ? Deutsche und ins Englische übersetzt „ und namentlich mit der Sonne , gehabt , welche er sein Gestirne ge - worden Sotuel , Bibl . Societ . Jefu , pag . 627 . Die erste Ausgabe des „ nennt , und von welcher er so wohl am Leibe als Gemüthe , nach dersel - ersten Bande« , ist vom Jahre 162 ; in « . Die andern Bände sind bald „ ben Näherung oder Entfernung , und nachdem sie belle geschienen , oder darauf gefolgct , Ich »verde in der Anmerkung ( G > , den Bulla« be - „ mit Wolken bedeckt gewesen , ganz besondre Wirkungen empfunden , urtheilen , welcher gesaget , daß Caußin den Hof verlassen , um seine „ Und diese Verwandtschaft hat sich nicht allein bey diesen vergänglichen Cour Sainte zu verfertigen ; er hätte sagen sollen , daß er dieselbe UN - „ Begegnungen spüren lassen , sondern sie hat sich beständig in dem Feuer ter währender seiner Ungnade übersehen und vermehret hat . „ seiner Augen , und der lebhaften Farbe seines Gesichts gezeiget , welches ,
( ? ) lLr hat verschiedene andre so wohl im K . arein als im „ ich weis nicht was für himmlisches an sich gehabt , und welches ehmals
Französischen herausgegeben . ^ Die ersten Versuche seiner Feder „ Heinrichen den großen , mir einer sehr außerordentlichem Bewegung ,
sind gewesen , die heiligen Sinnbilder ; einige poetische Stücke in der „ gerühret har . Dieser in Erkenntniß der Menschen so scharfsinnige
Pompe Roiale ; und die Vergleichungen der Beredsamkeit . Eloge du „ Prinz , welcher ihn eines Tages angesehen , da er noch sehr jung , und
Pere Cauflin . Siehe die letzte Anmerkung . Er hat diese drey Bücher „ IN Gesellschaft des P . Gonteri , eines der berühmtesten Prediger seiner
noch sehr sung gemacht , wie seine Lobrede meldet . Unterdessen be - „ Zeit , gewesen . und ihn niemals weder gesehen noch gekannt hatte , ist
merket man in der Bibliothek der semitischen Schriftsteller , daß das „ durch da« Gedränge auf ihn zugegangen ; er hat ihn bey der Hand ge -
Eleäorum Symbolorum et Parabolarum Hiftoricarum Syntagma , , . nvmmm , und ihm Liebkosungen erwiesen , worüber er sich geschämt ,
fei , de fymbolica Aegyptiorum Sapientia et Polyhiltoris fymbo - „ und worüber diejenigen , die um ihn gewesen , sich verwundert , mit dem
lici , Libr . XII . 16 , 8 zu Paris und die Floquentiae facrae et hii - „ Zusähe ; daß er ihn unter allen diesen so vielen Leuten sehr wohl erkannt
manae Paraliela , im i6iy Jahre zu la Fleche gedruckt worden . Also „ habe , und daß er ihm und den Seinigen wohl dienen sollte : worauf
ist der Verfasser nach der Rechnung de« P . Alegambe , beynabe vierzig „ er sich gegen den P . Gonteri gewendet , und zu ihm , aus einem merk -
Jahre , und nach der Rechnung desPSotuet , beynahe sunfzig Jahre alt „ würdigen prophetischen Geiste , gesaget : mein Pater , ihr Haber hier
gewesen , da er diese zwey Bücher herausgegeben hat . Heißt dieses noch „ einen Gefährten , welcher , wie es mir scheint , mit der Zeit ei -
sehr jung seyn > Unter seinen andern Schriften bemerke ich vornehm - „ ncs der größten dichter eurer Gesellschaft sevn wird . „ Man
sich die Schubschrift für die Gesellschaft der Jesuiten , welche im 1644 vergleiche dieses mit der Erzählung BullartS ; was für einen Unterschied
Jahre gedruckt worden ; die Antwort auf die Einwürfe , wegen der Mo - wird man nicht unter dem Originale und der Copie finden ? Denn man
raltheologie , der Triumph der Gottseligkeit , dm er bey Gelegenheit der darf nicht zweifeln , daß nicht Bullart diesen Lobspruch abgeschrieben habe ,
Einnehmung von Rochelle , im 1629 ^ahre herausgegeben ; die Ant , indem er dasjenige , was er daraus genommen , nach seiner Art eingekleidet ,
wort , welche er drey Jahre hernach auf das Blich DrelincourtS , wider die - Es ist ihm bey dem folgenden nicht besser geglücket . Der P Caußin „ har
sen Triumph der Gottseligkeit drucken lassen ; ( dieses Buch des Hn . Dre , „ in der That dieses schwere Amt eines Beichtvaters Ludwigs des Xlll an -
lineourt , ist der andre Theil des Triumphs der Kirche unter dem Kreuze , „ genommen , und es einige Zeir mit vieler Klugheit und Gottesfurcht
Der Verfasser belehret uns in der Vorrede , daß Caußin , in der andern „ verwaltet . Da er aber das königliche Haus in Uneinigkeit gesehen , so
Ausgabe seines Buchs alle ersinnliche Umwege gesucht , zu behaupten , „ hat er dasselbe mit gleicher Unempfindlichkeit verlassen , und ist in sein
daß die Eroberung von Rochelle ein Beweis sey , daß diese Stadt ketze - „ Kloster zurück gekehrt , wo er von allen Unruhen eines weltlichen Ho -
nsch gewesen . Drelineourt hat ihn wegen dieses Put , et« in seiner „ fes abgesondert , alle seine Gedanken auf die Verfertigung dieses großen
Vorrede unumstößlich widerlegt ) Der Angeiiis Pacis 1650 gedruckt , „ und vortrefflichen Werke« , von dem heiligen Hofe , gewendet hat , ,
und das Rcgnum Dei feu Diflertationes in libros Reg , im , cum aliis Dieses Werk war bereits ins Lateinische übersetzt worden , ehe dieser Pa«
Tra & atibus , ist auch , 650 gedruckt worden . Aus demSoruel , BibliotK . ter den Hof verlassen hat ; ( siebe in dem Alegambe aus der 157 Seite ,
80c . Ief . p . 627 . daß Heinrich Lamormaini in dlnJahren >6 , 6 , 16 , 7 und >6z8 , die meisten
( G ) Äullarr ist in einige Zeitrechnungsfehler verfallen . ) Ich Bücher von t>em heiligen Hofe übersetzt hat . Wenn ich mich nicht ir°
habe bereit« in der Anmerkung ( v ) , sein Versehen bey dem Alter des re , so ist der P . Caußin im Cbristmonare 1637 vom Hofe entfernt wor -
P . Caußin bemerket . Wir wollen nicht weiter davon reden , wir wollen den ; ) und übrigens hat er sich nicht freywillig wegbegeben : er hat de»
das übrige sehen : , . E« hatte sich ( der P . Caußin ) nicht allzu lange , Verfolgungen und den henfchsüchrigen Befehlen des ersten Staat« -
„ unter dem Kleide und der Regel des Ignatius , Gott gewidmet , als er bedienten weichen müssen ; man hat ibn auch nicht in fein Kloster gehen
, der Welt die ersten Früchte feine« Srudierens gewiesen . dieß ist da« lassen , sondern nad ? Niederbretagne verbannt .
. . seltne Buch von den heiligen Sinnbildern gewesen , welche in die Hie - Ich bin versichert , daß die meisten Lobsprüche der berühmten Männer ,
„ roglyphen der Aegyptier eindringt , und die Räthsel erklaret , die un« mir dergleichen Zeitrechnuiigsfehlern angefüllet sind , und daß man dar -
„ ein alter Schriftsteller unter diesen geheimen Bildern versreckt . , , «wen öfters , al« in den scholastischen Büchern , den falschen Schluß
Academie desArts et des Sciences , Tom . II . pag . 224 . Wir haben be - machet , a non caufa pro caufa . Dieses zu vermeiden , sollte man der
reit« gesehen , daß dieses Buch >m >6 , 8 Jahre gedruckt worden ; da« Historie großer Männer beständig die Form der Jahrbücher geben :
heißt , nach dem P Alkgambe , 12 Jahre , nach Annehmung des Ordens bey allein auch die Jahrbücher selbst sind von Zeirrechnungsfehlern nicht be -
den Jesuiten . Nach dem P . Sotuel hatte sich Caußm 22 Jahre zuvor freyer ; denn es begegnet ihnen oft , daß sie von einer Sache unter dem
tn den Jesuiterorden einschreiben lassen . Weil ich Mcht im Stande bin , Jahre reden , da sie sich geendiget har . Alsdann holen sie solche von wei ,
die Ausgaben gegeneinander zu halten , so ersuche ich diejenigen , welche ten her , sie sichren derselben Ursprung und Folgen an , und häufen fünf
die Bequemlichkeit haben , zu sehen , ob die Billigungsschrift de« Provin - oder sechs Jahre zusammen , ohne einige gewisse Zeir zu bemerken : daß
cial« der Jesuiten , in der Ausgabe von Cöln , wohl unterschrieben ist . sich ihr ? Leser solchergestalt außer dem Wege der richtigen Zeitrechnung
Ich rede von dem Buche , de Symbolica Aegyptiorum Sapientia . Diese befinden .
Cea , oder Ceos , eine Insul in dem ägeischen Meere . Siehe Zia .
Cerast , ( Tiberius ) blühte zu Ende des XVI Jahrhunderts . Er übte das Amt eines Sachwalters zwanzig Iabr lang in den Richterstuben iu Rom , und hierauf wurde er im 1589 Jahre Sachwalter bey dem Kirchengerichte . Er ist auch Sachwal - ter des Fifcus , und der apostolischen Kaminer , und nach diesem Gerichtsschreiber derselben Kammer , und endlich Schatzmeister des Pabstes gewesen . Ob er gleich viele Dinge geschrieben hat , so hat die Welt doch nichts davon gesehen , als seine Antworten , unter den Nachschlagen des Farinacius . Er ist dm 7 May 1601 zu Rom gestorben , und zwar sager man , aus Verdruß ,
und

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