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noch weit mehr rühren . Wenn der Mensch mei» nes Gleichen , glücklich wie ich , durch das ei - ferne Verhängnis zu einem Elenden gemacht , mein Mitleid erregt , so erregt es derjenige weit mehr , der auf dem Gipfel der Glückseligkeit stand , auf Thronen glänzte , und die Welt mit seinen Blicken beherrschte . Tom rührt mich , aber Lear rührt mich weit mehr . Der Fall des Oldenholm schrecket mich , aber der Fall des Königs mehr . Man sagt : der fühlt das Un« glück der das Glück kostete . So muß auch dies wahr sein : ' der Unglückliche erweckt am meisten Mitleid , der der glücklichste war . Die Uinstän - de eines Privatmcnschen stimmen nur mit den Umständen von sehr wenigen andern überein . Der Roman , den Mis Sara spielt , kann nur eine Gattung Menschen intereßiren . Die Um» stände der Grosen , so wie sie zum heroischen Trauerspiele erfodert werden , intereßiren alle . Wir sehen unser Schicksal gleichsam in das rige verwebt . Wenn der Held des Vaterlan - des stirbt : so trauren wir alle . Stirbt ein Ti» rann oder ein guter Regent , da sehe man nur die Bewegung unter dem ganzen Volke . Wer ist ohne Theilnehmung ? Die Schaubühne ist
der

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