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halten , daß der größte Theil des später» Erfolges hauptsächlich diesem Momente beizumessen ist und zudem mußte sich daS eine der Dampf , schiffe wegen erhaltener Beschädigung einstweilen zurückziebn . Auch die Gefion hatte im Kampf mit der Nordbatterie sehr gelitten . Die Kugeln waren meistens in den Spiegel des Schiffes gefallen und hatten ganze Rei , hen der Mannschaft weggerissen , der Rumpf des Fahrzeuges hatte Schüsse erhalten , das Steuerruder war beschädigt , die Böte waren zerschossen , die Matrosen versagten theilweise den Ossicieren schon den Gehorsam und weigerten sich zu schießen . Als nun die Schiffe sich zwischen die Stadt und die Nordbatterie legten , mußte diese ganz schweigen . In dem Augenblicke , als die beiden großen Schiffe majestätisch im Glänze der Morgensonne sich der Stadt näherten , setzte sich der Herzog von Sachsen Koburg - Gotba zu Pferde , ließ das Reussische Bataillon , welches zu Windebve , Kochcndorf am Roer , gelegen hatte uud zum Schutze der Stadt unglaublich schnell während der Nacht herbeigeeilt war , über die Straße gehen , sich in der vorliegenden Korpel hinter einer schwachen Mauer gegen die Kartätschenlagen des Linienschiffes decken , kaum 300 Schritt von demselben , und hielt fortan während deo ganzen Gefechtes mit seinem Stabe aus der Chaussee am Eingang des Schncllmarker Holzes im stärksten Kugelregen . Sein Pferd stürzte durch den Luftdruck einer Kugel und das Reussische Bataillon erhielt einen Todten und ! ! Ver - wundete .
Um 7' / , Uhr schlugen die ersten LiebeSboten deS LandeSvaterS , vierundzwanzigpfündigc Kugeln , in die Häuser von Eckernförde , von denen im Laufe der Kanonade 10—30 , jedoch unerheblich , beschädigt fein sollen .
Die Gefion nabm 1500 Schritt von der Nordbatterie Position , sehr bald mit dem Spiegel gegen dieselbe gewendet . Der Christian legte sich in der Entfernung eines guten Büchsenschusses vor die Süd« batterie , welche die Schiffe , denn die Fregatte und das Dampfboot von 10 Kanonen halfen mit , mit gutgezirlten glühenden Kugeln begrüßte . Ein furchtbarer Kanonendonner erhob sich ; daS Linienschiff gab in rascher Folge außer einzelnen Schüssen 20 mal eine volle glatte Lage , indeß nur von einer Seite , indem daS Schiff dem llfer zu nahe lag , um wenden zu können , die Südbatterie hielt sich unerschrocken «sie hatte nur 3 Verwundete am Ende des Gefechts ) : fast jeder ihrer bedächtig gezielten Schüsse traf , indem das Anschlagen der Kugeln deutlich vernommen wurde und diese höchst selten seitwärts vom Schiffe auf der Wasserfläche rieochetirten . In einer Beziehung war die Südbatterie im Lortheil gegen die Schiffe , indem der Ostwind dieselbe gleich wieder vom Dampfe befreite , während er die kleine Batterie noch mit Rauch umhüllte , die ohnehin durch ihren Pulverdampf und den Staub zeitweilig unsichtbar gemacht wurde , so daß die Batterie stets wieder ein freies Ziel hatte , während der Christian oft ins Blaue hineinfchoß . Die auf der Batterie wehende deutsche Flagge ward von Kugeln durchlöchert , das Blockhaus durchschossen , ein Stück von einer Kanone fortgerissen ; aber mit wüstlichem Humor bückten sich auf Kommando ihres Ofsieierö die tapfern Soldaten , fo bald der Blitz der feindlichen Kanonen sichtbar wurde , und lachten herzlich über das wider Erwarten mutbige , ernste Betragen eines SchleSwigschen Reeruten , welcher bei den letzten friedlichen Schicßübun - gen noch Furcht vor dem Kanonendonner geäußert hatte . Doch war Capt . Paludan schon zwischen 11 und 12 Uhr inne geworden , daß sein Schiff brennen müsse ; eine glühende Kugel war eingedrungen , hatte die erste Wand durchschlagen , war an der zweiten abgeprallt und in das

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