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montiruny der Strandbattenen eintrat , und daß grobe Fehler wohl nur in so wnt , daß man die Dampfschiffe nicht bis ganz zulept außer Schuß - weite dielt , behauptet werden können . Deu Verlust der . . Gesiou " schrn'bt man einem Theile der Mannschaft zu . welcher zulept nicht mehr fechte» wollte , nachdem die Bedienung der Hinterkanonen viermal niedergeschossen war . und welcker eine Stellung einnahm , die auch die Zerstörung de« Schiffes den Osffcieren unmöglich machte . Man muß dabei bemerken , daß die Dänen bekanntlich nicht genug Matrosen zur Besetzung ihrer Schiffe besitzen , und die Ergänzung der Lücken immer schwierig fem wird .
DicS zeigte sich auch durch daS schlechte Schießen der SchiffSmann - schaft , die am Bord des Linienschiffes größrentheilS aus Leuten bestand , welche nie ein großes Schiff bestiegen und nie Schießübungen mitge - macht hatten . Die Leute waren entweder Jünglinge von 10 vder Greise von tili Jahren und bestanden namentlich auS Fischern , Fährleuten u . dgl . Sonst wäre auch unbegreiflich , daß die geringen von deutscher Seite aufgewandten Mittel das großartiqe Ergebniß zu Wege gebracht hätten , was man auch durch dir jetzt erfolgte Verstärkung der Norder - batterir vfffeiell anerkannt hat .
Die Holsteinischen Blätter beurtheilen daS ganze Ereigniß mit großer Bescheidenheit und Zurückhaltung . Sie sagen :
So viel ist augenscheinlich , daß die unsrerseits aufgewandten Mittel und Opfer so wenig im Verhältniß zu dem Erfolg gestanden , daß dieser so wenig in menschlicher Voraussicht gelegen hat und so sehr von unberechenbaren Umständen abhängig gewesen ist , daß wir , auch menschlich gesprochen , mehr Ursache zum Danken , alS zum Rühmeu haben , welches auch schon vor dem grausen Anblick der verstümmelten Leichen nnd Verwundeten verstummen muß . Gott hat den Feind in unsere Hände gegeben , eS ist der Kampf deS David gegen den Goliath gewesen , wie nnS Jemand treffend bemerkte ; die Geschähe« - Schleuder einer Handvoll , meist jugendlicher und unerfahrner , Kanoniere haben die stolzen Colosse deö Gegners gefällt . Damit soll daS Verdienst unserer wackern Kanoniere'und aller Betbeiligten nicht geschmälert werden : sie haben in vollem Maße ihre Schuldigkeit gethan ; aber in tausend Schlachten hätte mit größeren Mitteln dasselbe geschehen können und derselbe Erfolg wäre nicht erzielt worden , und wir sind überzeugt , daß die Kanoniere nicht weniger als wir über den Erfolg ihrer Anstrengungen erstaunt gewesen sind ; eS wird erzählt , daß einer jener jungen Helden von feiner Batterie nicht herunter zu bringen gewesen sei und gefragt habe , ob denn wirklich Alles schon vorbei sei . Nehmen wir denn diesen Sieg alö eine Ostergabe von Gott hin , der ein Gott des Siege« , aber zugleich de« Friedens ist , und der den Uebermuth straft . Wa« hier geschehen , ist eine große Thal , Werth an die Seite gestellt zu werden den Großthaten und Siegen der Väter . Ein Freudenjubel durchschallt daS ganze Land . Laßt unS über die Freude nicht vergessen den Dank . Dank und Ehre de« Männern , welche so muthig und kaltblütig die überlegene Macht des Feindes bestanden , seinen stolzen Uebermuth gedemüthigt baben ! Ihr Name , daS Andenken ihrer That werde den kommenden Geschlechtern bewahrt ! Ehre und Nachruhm namentlich denen , welche in diesem Kampfe den be . neidenSwerthen Tod für'S Vaterland gefunden haben !

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