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fehlten , die sich wahrscheinlich auf der Fregatte versteckt hätten . Dies wurde sogleich nach Eckernförde zurück rapportirt und nach genauer Durch - suchung der . . Gesion " fand man auch wirklich noch zwei dänische Ofsieiere , zwei SchiffSärzte und einen Matrosen . Die beiden Ofsiciere hatten sich ganz unten in dir Höhlung der Mäste eingeklemmt und standen darin , wie in einem etwas engen Schilderhause .
Doch kamen auch Beweise deS den Dänen so verderblich gewordnen NebermutheS vor . Auf dem Zuge konnte einer der Gefangnen das len und Schimpfen nicht lassen . Da ward ein Mann aus der Eseorte , welche sonst die Gefangenen mit jeder möglichen Schonung und Huma - nität behandelte , erbost und mit wenigen kräftigen Worten rief er den Dänen zu , sie hätten wahrlich keine Ursache , deute noch groß zu prahlen . Er wolle es ihnen in taS Gedächtniß zurückrufen , wenn sie eS schon vergessen bätten , daß von wenigen Achtzehnpfündern und einer Feldbat - teric '2 Dampfschiffe unbrauchbar gemacht , ein Linienschiff in die Luft gestrengt und eine große Fregatte erobert sei . DaS half .
UebngenS wurden die Gefangnen mit der größten Milde und Freund - lichkeit behandelt . Den Ofsicieren , welche in Rendsburg auf ihr Ebren - wort frei umhergehen . hat man ihre vollständige Equirage . Kostbarkeiten . Wein u . dgl . unverkürzt gelassen , obwohl der KrlegSgebrauch gestattn hätte , ibnen nur das Nothwendige zu lassen . Nur die Jagdflinten haben haben sie abgeben müssen . * ) —
Der Commandeur Paludan schnüt rief gebeugt zu sein von der Last seiner ungeheuren Verantwortlichkeit ; dem Eapt . Meyer hat der Herzog von Koburg vor der Absabrt nach Rendsburg seinen Degen wieder überreichen lassen .
Am Sonntage darauf fand zu Eckernförde die feierliche Beerdigung von etwa »K> der Gebliebenen statt , wobei die sterblichen Ueberrcste deS wackeren Preusser nicht vergessen wurden , »velche daS Meer angespült halte . Ein Augenzenge schildert unS diese Feierlichkeit folgendermaaßen : . . Dicht vor der Stadt waren die SchleSwig - Holstciner , Gorhaer . ninger und Preußen in der Allee aufgestellt . Auch der Herzog von Gotha und der Prinz von Meiningen befanden sich mit der ganzen Generalität bereits dort nnd setzten sich sogleich , von den Soldaten - Abteilungen gefolgt , nach dem oberhalb der Stadt befindlichen Kirchhofe in Bewegung . Der Kirchhof war von Menschen bereits gefüllt . Jede Militair - Farbe bildete die Seite eines Quarr«>e'S ; der Herzog von Gotha nnd der Prinz von Meiningen mit der Generalität der verschiedenen Truppen traten in die Mitte und die ti Särge wnrden von Soldaten mrt dem Leichenhause geholt und erst noch wieder nach der Reibe in dem Quarrte vor der Generalität niedergesetzt . Es waren 5 schlichte Särge und der blanke , mir Säbel und Portev^e deeorirte , mit Blumen reich umwundene und später allein und abgesondert eingesenkte Sarg deS wackern Preusser . Auf jedem der 5 anderen Särge war ein Zettel mit dem Namen deS dann Ruhenden geheftet . Eine sehr gute Trauermusik . von Sachsen ausgeführt , hatte begonnen " .
. . Oberhalb deS Quar«>e'S befand sich ein mit jungen Tannen und anderem Gesträuch umgebener Hügel . Dort war die Gruft für Alle gegraben , für Freunde und Feinde , nnd Letztere waren dort bereits am Morgen dieses ersten OstertageS gebettet . Man hatte die 4t Dänen nämlich am Sonnabend von der „ Gesion " , in ihre Hängematten und
• ) Die gcfangtncn ÄaUMcn schickte man nach L'anst . unter dcm V . dtuien . daß man mit Kinder» keinen Krieg führe .

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