II
scn . ES war , als wenn diese große Ostseebucht ihre naturgemäße wegung verloren halte . Eine Todtcnstille trat ein und die Umgebung wußte nicht , waS in dem Augenblick geschehen . Man glaubte die ganze Stadt Eckernförde sei ausgeflogen . Alle welche so ernsthaft mit dem Retten der Menschen von dem großen Schiffe beschäftigt gewesen , standen wie versteinert , denn es war nun nichts mehr zu retten " .
Ein anderer Augenzeuge berichtet : »Man sah , wie die Truvren von dem großen , schönen Schiffe eilten , aber , da wir uns keine Vorstellung von dem Auffliegen machen konnten , so dachte sich gewiß Niemand das Schaudervolle des bald darauf erfolgten schrecklichen Schauspiels . Mitten in dem Getümmel vernahm man von dem «chiff herunter in den liegenden Böte die Worte : . . . . Schnell , fort , fort , eilt , eilt . Hülfe ! " " — und o welch' ein Gekrach ! Vor Schreck ward man fast blind vor Au - gen : man glaubte , die ganze Stadt Eckernförde sei mit aufgeflogen . Das große Schiff ward mit Blitzesschnelle in eine große Feuersäule , in schwarzen Dampf und in tausendfältige Stucke und Millionen Splitter verwandelt ! Es war , als wenn das brausende Meer sich plötzlich durch eine große Feuersäule mir dem Himmel verbunden bälte und die Wellen kämpfend die bölzerne Welt nicht hatten fahren lassen wollen . Mit dem Gekrach hörte auch alle menschliche Bewegung auf der Wasserfläche , auf welcher daS Schiff gelegen , plötzlich auf . Es waren wenigstens 200 Menschen , ( ? ) an l Kühe , 20 bis 25 Schafe , mehre Schweine , viel Fe - dervich u . f . iv . in tausend Fetzen zerrissen . Die große Bucht der see war für Alle und für Alles ein Grab geworden ! — Die Wellen verschlangen Alles und spieen wieder auS , was treiben wollte . Nord - deutschland , ja wohl ganz Deutschland hat ein solches Schreckbild nie gesehen und wohl nie sehen können — eS übersteigt auch alle lungen , welche man sich darüber zu machen im Stande ist« .
Leider flog der tapfere Preusser mir in die Luft , während einer seiner Artilleristen , welcher ihn begleitet balle , mit einem Balken wohl - behalten an'S Land geschleudert wurde . Der Lieut . Graf Wedel JarlS - berg . Adjuvant Paludan's , welcher sich , um einige Effecten zu holen , wieder an Bord begeben hatte , sprang unmittelbar vor der Erplosion in'S Wasser und erreichte schwimmend das User . Gleich nach der Er - plosion haben von der Klasse der Fischer und Arbeiter , so wie auch dere Personen auS der Stadt und Umgegend verschiedene dem Ertrinken nahe dänische Seeleute mit großer Entschlossenheit und Aufopferung dem Tode in den Wellen entrissen . Die Trümmer des Schiffs wurden an - fangS als gute Beute vom Volke behandelt , jetzt aber werden sie mili - tairifch bewacht und geborgen . Es wird nicht schwer sein , sobald einmal ein niedriger Wasserstand eintritt , von den Kanonen und dem reichen Inventar deS Schiffs einen großen Theil aufzusischen . Gegen den Com - mandeur Paludau schienen die gefangenen Seeleute im höchsten Grade aufgeregt zu sein , besonders auch , weil man ihm Schuld gab , zu lange mit Rettung der Mannschaft gezögert zu haben , nachdem eS klar war , daß daS Feuer im Linienschiffe nicht mehr gelöscht werden könne .
Wir lassen jetzt einige Berichte über den Zustand der Gesion fol - gen : . . Dieselbe lag quer vor dem in den Binnenhafen führenden Eanal und ist mit dicken Tauen an die Pfähle deS BruckendammeS den . Mit dem Spiegel lag sie nach der Stadt hin , und daß sie mit dem Kiel im Grundsande fest saß , schien auch daraus zu erhellen , daß sie mit der linken Seite sich etwas senkte . "
. . ES waren hier bereits viele Jollen mit Zuschauern in Bewegung , welche nach der Fregatte hin und zurück fuhren . An der Seite drängte

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