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Waffenruhe , um tu die Föhrde hinauszugehn und möglichst ihre Schäden auszubessern . Die Fregatte und das Linienschiff signallsirten mit einander fortwährend , so nne mit den jenseits der Batterien kreuzenden Schiffen . Der Christian VIII suchte wieder siott zu werden , was nach einigen Stunden unter Einbuße von einigen in'S Meer versenkten Geschüpen auch gelang . Da er aber gegen den starken Oftwind allein den Hasen nicht verlassen konnte , ebensowenig wie die Gesion , so signa - lisirte er eines der Dampsschiffe zu sich heran , um sich durch Hülse selben hinauSbugsiren zu lassen . DaS Dampfschiff Hrkla lichtete sofort Anker und drehte nach dem Hasen hinein , erhielt aber ein Paar scharfe Schüsse von der Nordbatterie und steuerte , von seinem Vorhaben ablassend , wieder östlich , nachdem es ISO Verwundete von den Kriegsschiffen ausgenommen und dagegen an dieselbe frische Mannschaft abgegeben haben soll . Die inzwischen aufgesabrne Nassauer Batterie zerschmetterte durch einen ihrer ersten , gleichsam versuchsweise abgefeuerten , Schusse den Räderkasten deS Dampfbootes Geiser .
Die Gesion versuchte nun , sich durch Böte hinauSbugsiren zu lassen ; allein die Zeit zur Rettung war verstrichen und die drei Batterien singen wieder an zu spielen . Tic Nassauer fegten fortwährend Spiegel und Takelage der Gesion , wie deS Christian , welcher tüchtig von der Suder - batterie mit glühenden Kugeln bedient wurde , während die Nordbatterie mit der Gesion und den sich wieder nährenden Dampfschiffen zu thun hatte . Die beiden großen Kriegsschiffe antworteten bald mit vollen Lagen , bald mit einzelnen Schüssen . Das Linienschiff halte unterdessen so viele Seegel beigeseyt , als zur Bewegung erforderlich war und lichtete die Anker , um sich mit der flachen Seite gegen die Südbatterie zu wenden und seinen Spiegel dem lästigen Feuer der Nassauischen Kanonen zu entziehen . DicS Manöver ward aber mit großer Ungeschicklichkeit ausgeführt , ein Schuß zerriß das Ankertau und die heftige Brandung trieb das Schiff auf die Südbatterie zu , wo eö vor derselben in Lanonenschußweite auf den Strand gerieth . Die Kanonade wülbete furchtbar . Die deutsche Flagge aus der Südbatterie ward durchlöchert , der Flaggenstock unter dreimaligem Hurrah der Dänen abgeschossen ; aber der tapfere Stinde pflanzte im dichten Kugel - regen und unter jubelndem Hurrah der Seinigen dao Banner wieder auf , während ein kecker Artillerist einen abgeschossnen und an'S Land treibenden Danebroa als Trophäe holte . Das Linienschiff wird fürchter - lich zugerichtet , aus jeden Schuß der Batterie ertönt ein Wehgeschrei herüber , alle Pumpen auf dem Schiffe sind in Bewegung , Segel und Tauwerk hängen in Feyen herab , die Nassauer fegen unaufhaltsam mit kartätschen das Deck , hie und da steigt Rauch und Feuer auf , als Zeichen , daß eine glühende Kugel gezündet , da endlich — um ( 5 Uhr — sinkt der Danebrog vor der jungfräulichen deutschen Flagge und die weiße Flagge steigt gnadebittend empor !
Während dieser Zeit bearbeiteten die Nassauer gemeinschaftlich mit der Nordbatterie tüchtig die Gesion , ihr Steuerruder wird durch eine klpfündige Kugel zertrümmert , mehre Grundfchüsse siyen , die Nassauischen Kugeln pfeifen durch die Luken des Hinterdecks , so daß unaufhörlich die zerschmetterte Mannschaft ersetzt werden muß von frischen Leuten , welche auf den sichern Tod allemal von den Kameraden Abschied nahmen , endlich weigern sich die Matrosen , Angesichtes eines nnylosen TodeS , ohne alle Aussicht auf Crfolg , weiter zu kämpfen , verlassen die Kanonen und steigen murrend in den Schiffsraum hinunter . Auch hier sinkt der Danebrog und bedeckt ' . JIM Todte und Verwundete !

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