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Schiff gefallen , ohne daß man sie wieder finden konnte . Die Zimmer , leute haueten überall auf , um die Feuerstätte zu finden , allein vergebens . Auch das Schieftegen des Schiffes balf nichts , indem dasselbe mir dem Hintertheil auf dem Grunde faß . Ein alter Schiffer soll zum Herzog v . Gotha gesagt haben : . . Herr , he silt mit den A . . . fast " . So waren die Schiffe eigentlich schon verloren und eS galt nur noch , sie mit einiger Manier zu retten .
Plötzlich stellte der Christian sein Feuer ein und zog die weiße lamentärflagge auf . Ein Boot kommt an daö Land und bringt eine schriftliche Aufforderung , daß die Strandbatterien ihr Feuer einstellen sollten , damit die Schiffe den Hasen unbehindert verlassen könnten . In diesem Falle wolle man die Stadt verschonen , sonst aber sie in einen Schutthausen verwandeln . Zur Antwort wurde eine ' / «stündige Frist gewährt . Anfänglich war der Militärkommandant der Stadl , Hauptmann Wigand , der Meinung , nachzugeben ; der gleichfalls befragte Bürgermeister Langbein erklärte , daß er in dieser Sache nicht eomvetent sei , sondern die Beurtheilung des Verbältnisseö allein dem Commandanten der terie zustände . Die Antwort des Hauptmann Iungmann lautete , er werde schießen , so lange er nock eine Kugel babe . Die angesehenen , Bürger der Stadt meinten : WaS tbut eS , wenn die Dännen auch - 11 ) bis 50 Häuser cinschießen , diesmal sollen sie uns nicht entkommen . Der Herzog von Sachsen - Coburg . Gotba äußerte , daß , wenn die Dänen eine offne Stadt beschießen wollten , sie dieS auf ihre Verantwortung thun i möchten ; er könne den freien Abzug nicht gestatten . Natürlich vergingen
über dem Hin - und Herschicken und Verbandeln mehre Stunden , während welcher Tausende von Menschen , welche die Affaire vom Norbver Berg milangesehn harten , aus der Stadl strömten und Hunderte zur See - batterie hinaus wanderten .
Die definitive officielle Antwort der Deutschen ging nun dahin : . . daß man eS nicht verantworten könne , das Feuer einzustellen und die Schiffe sich bis 4 Uhr erklären sollten , ob sie sich ergeben wollten " ; der Magistrat fügte hinzu : . . daß man es der Geschichte anheim geben müsse , ein llrtheil über den VandaliSmus zu sprechen , eine offne Stadt zu bom - bardiren , sich übrigens in das Schicksal , welches die Vertheidigung des Vaterlandes herbeiführen möchte , zu finden wissen würde " . Ungeachtet seekundige Zuschauer wohl einsaben , daß bei der starken Brandung die stark beschädigten Schiffe wohl ohne Rettung verloren seien , so war doch den Deutschen die kurze Waffenruhe aus vielen Gründen willkommen . Die Südbatten'e , welche nur drei Schusse mehr batte , ergänzte ihren Vorrath aus dem der Nordbalterie und von Rendsburg der . Außerdem war eine Abkühlung der furchtbar erbitzlen Kanonen erforderlich und die Nordbalterie mußte remontirt werden . Es wurden zu diesem Zwecke i alle Rademacher , Tischler : e . auS der Gegend aufgeboten und tbeilweise
gezwungen , die Schanze am Louisenberge wiederberzustellen , welche man durch eifriges Arbeiten bald wieder in Stand setzte .
Außerdem kam eine sehr willkommne Hülse auS der Nähe . ES eilte nämlich von Gettorf eine Nassauische Halbbatterie mit SechSpfündnen . unter Hauptmann Meyer , herbei und wurde vorsorglich vom Herzog von Sachsen - Coburg - Gotha zwischen der Südballerie und der Stadt , hinter eine Brustwehr beim ChristianSpslcgebause , so postirt , daß sie beide Schiffe , welche vor Anker lagen und bei anhaltendem Ostwinde ihren Spiegel dem Lande zukehrten , der Länge nach bestreichen konnte .
Die beiden ziemlich beschädigten Dampfschiffe , auf denen einem sich der Höchsteommandirende , der Commodore Garde befand , benutzten die

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