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Emilie . Liebe Tante , er ist schon getrichtert . Grünstein . Anna macht ihn nicht gut genug für Sie , liebe Tante .
Therese . Sind se nich good ? Sünd se nich nett gegen mi , de Kinner ?
Grünstein . Wir kennen ja kein größeres Vergnügen , als Ihnen das Leben so angenehm als möglich zu machen , liebe Tante !
Therese . Dat mag ick lieden . Du weißt auch , mein Adolf , den alten asigen Hochmuth kann ick nich utstahn . Immer bescheiden . Bescheidenheit ziert den Jüngling wie den Greis . Nich wahr , Herr Gütchens ?
Gütchens . Jawoll , das thut sie .
( Smtlte kommt mit Kaffee und schenkt ein . )
Therese . Nun sag mal , Emilie , ist das immer noch Mode , mit son'n Zuckerzange , das iS mal umständlich .
( Sie hat schon mehrere «ale versucht , ein Stück Zucker «it der Zange >u fassen , kann es aber nicht : sie nimmt die Hand und kneift den Zucker zwischen die Zange
und legt ihn in dl« So , das ist doch bequemer . Der Mensch muß sich zu helfen wissen . — Was hast Du einmal für schönen Rahm , wo kriegst Du den her ?
Emilie . Den bringt der Milchmann .
Therese . Wie heißt denn dein Milchmann ?
Emilie . Meier !
Therese . Was ein komischen Namen für'n Milchmann . Sonst heißen die Milchmänner für gewöhnlich immer Härms und Swärtau . — Aber es kommt doch auch vor , daß ein Milchmann einen außergewöhnlichen Namen hat . So habe ich seit kurzer Zeit einen Milchmann , der heißt Major . Wenn der nu des Morgens kommt und bringt mich die Milch , denn sage ich son'n bischen hochtrabend : Gutey

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