Full text: Der lustige Tag, oder Figaro's Hochzeit

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Vorrede 
Gräfin sucht nichts anders , als ihren Gemahl Wiederaus rechte Wege zu bringen , und daher erlangen alle Beschs» ? munaen , die er erduldet , einen moralischen Werthaber keine macht ihn verächtlich . 
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Diese Wahrheit auffallender zu machen , gab der . Autor diesem so wenig sittlichen Ehemanne eine Gallin , die aus Gtschmak und auS ( Sruudsäizeu tugendhaft ist . . 
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Man zeigt diese , von einem zu zärtlich geliebten Gatten verlaßene , Frau in dem kritischen Augeoblike , wo ihr Wohlwollen für ein artiges Kind , das ihr Pathc ist , in eine gefährliche Leidenschaft ausarten kann , wenn sie ihrem Unmulhe , der dazu beitragen könnte , zu viel Gewalt über sich einräumt ; um ihre aufrichtige Liebe zur Pflicht in ein Vessers Licht zu fetzen , läßt er sie eine angehende Neigung bekämpfen , die sich mir ihrer PSlcht nicht verträgt . O , mit welchem Eifer hat man sich nicht auf diese dramati» fche Wendung berufen , um mein Werk der Unsittlichkeit befchuldigen zu könnea ! In den Trauerfpiclen erlaubt man allen Königinnen und Prinzeßinnen fo recht lodernde Lei . denichafnn , die . sie mehr oder weniger bekämpfen , und man tadelt , wenn im Lustspiele eine gewöhnliche Frau die geringste Schwachheit bekämpft ! O , welch ein großer Einfluß des Comedlenzmulo ! Welch ein gründliches und regelmäßiges Urtheil ! Vermöge des Unterschiedes in der Gattung'wird eben daßelbe gelobt oder getadelt ; und doch bezienen sich beide Fälle auf den nämlichen Grundsatz : . Es giebt keine Tugelw ohne Aufopferung . >H ' <vs> it$Ttf . ; - M sfttaiM siC •> r . , «MW
	        
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