Full text: Der lustige Tag, oder Figaro's Hochzeit

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Vorrede ai' 
Do meine Absteht nun aber war , die Franzosen jtii belustigen und nichl ihre Gattinnen zu Thronen zu zwingen , so machte ich aus meinem strafbaren Liebha - der einen von den jungen Herrn der bamahliqcn Zeit , einen freigebigen , verliebten / selbst ein wenig fenden Cavalier , ohngefehr wie die andern Caval«ere der damahligen Zeit . WaS dürfte man nun wohl auf dem Theater an einem vornehme» Herrn , ohne sie alle zu beleidigen , ' tadeln , außer seine zahlreichen Liebes - Händel ? ist das nicht der Fehler der ihnen , zu beten , nen am leichtesten wird ? Mich tünkl , ich sehe verschiebe« iie bescheiden erröthen ( und das lostet noch Mühe ) und zugeben , daß ich Recht habe . 
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Ich wollte den meinigen strafbar vorstellen , aber ich brauchte großmüthig die Vorsicht , ihm keins von den Lastern des Pöbels anzudichten . Ich hatte es ohne die Wahrscheinlichkeit zu beleidigen , thun könnrn ; man nehme also die Parthei meines Etüks , weil ich es nicht gelhan habe . 
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Der Fehler selbst , deßen ich ihn beschuldige , wäre von keiner komischen Wirkung gewesen , wenn ich ihm nicht , lustigerweife , den gewandtesten Menschen seiner Nation , den wahren Figaro , entgegen gefetzt hätte , der , indem er Susannen , die sein Eigenthum ist , vertheidigt , über die Entwürfe feines Herrn spottet und den es ver . drüßl , daß dessen Hinterlist es mit der feinigen ausneb , nun will , da er doch schon längst m dem Fache Meister geworden . ■ . > • ! i , ' 
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