Der Tod zum Pabft .
Komm , alter Vater , komm , es muß geschieden seyn ; Kreuch auS dem Vatiean in diesen Sarg hinein .
Hier trägt dein Scheitel nicht das Gold von dreien Kronen ; Der Hut ist viel zu hoch , du mußt jetzt enger wohnen .
Der Pabft zum Tode .
Wie ? scheut der Tod den Blitz von meinem Banne nicht ? Hilft kein geweihteö Naß und kein geweihtes Licht : So bleibt mir doch die Macht , zu lösen und zu binden . Wie ? sollt ich sterbend nicht den Himmelsschlüssel finden ?
Der Tod zum Kaiser .
Auf ! großer Kaiser , auf ! gesegne Reich und Welt , Und wisse , daß ich dir den letzten Tanz bestellt .
Mein alterBund gilt mehr , als Apfel , Schwert und Bullen ; Wer mir Gesetze schreibt , malt eitel blinde Nullen .
Der Kaiser zum Tode .
Was hör' ich ? trägt der Tod vor Göttern keine Scheu ? Sind Kaiserkronen nicht vor seiner Sichel frep ? Wohlan , so muß ich mich , ach hartes Wort ! bequemen . Und von der dürren Hand den NeicheS - Abschied nehmen .
Der Tod zur Kaiserin .
Reicht ohngewegert her der Hände zartes Paar , Und wandert fort mit mir zu jener großen Schaar ! Doch spart die Thränen - Flnth des bitten : Scheidens wegen . Man wird euch dem Gemahl bald an die Seite legen .
Die Kaiserin zum Tode .
Ist Zeit und Stunde da , so geb' ich mich darein . Und will auch sterbend dir , mein Kaiser ! ähnlich sepn . Du konntest dich der Welt nicht stets als Sonne zeigen ; So muß sich auch der Mond zum Untergange neigen .

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