Full text: Geschichte der Universität zu Kiel

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Nach dem Budget des Herzogthums Holstein vom 1 . April 1866 —G7 S . 152 hat das Sehassianum jährlicho Einnahme 2707 3 ß . — Nach den Anlagen zum Staatshaushalts - Etat für 1868 Nr . 6 S . 80 hat das Stipendium Sehassianum vom Grundeigenthum 211 Thlr . 2 Sgr . 8 Pf . , Zinsen 917 Thlr . 13 Sgr . und sonstigo Einnahmen 7 Thlr . 6 Sgr . , nach Abzug der Verwaltungskosten und Abgaben 1087 Thlr . 8 Sgr . 11 Pf . 
d ) Das Richardische Stipendium . ' ) 
Etatsrath Carl Friedrich Richardi gab 1785 2000 Rthlr . Cour , an die Amtskasse zn Reinbeck gegen die Königliche sicherung , dass ihm auf seine Lebenszeit aus den redesten flüssen dieses Amts jährlich fünf Prozent von diesem Capital , also 100 Rthlr . Holst , gr . Cour . , ausgezahlt , nach seinem Ableben bis zu ewigen Tagen mit gleichmilssiger Auszahlung dieser 100 Rthlr . zum Behuf eines Stipendii für die Kielische Universität fortgefahren werde . Diese Zinsen von 100 Rthlr . sollen an zwei unbemittelte auf der Universität zu Kiel studirende Personen , jede mit 50 Rthlr . , als ein Stipendium gereicht werden . Jeder Stipendiat soll dieses Beneficiuin nur zwei Jahre , wenn er in Kiel zwei Jahre studirt , gemessen . Ob ein hülfsbudürftiger Studiosus Theologie , Jura , Medicin oder bloss philosophische " Wissenschaften studirt , ist für die Verleihung des Stipendii gleich . Der Stifter des Stipendii sagt § 4 : „ Dass unter solchen diaten die eingebornen Hamburger , wenn sie in Kiel zwei Jahre studiren und über ihren auf Schulen bewiesenen Flciss , Application und geführten guten Lebenswandel das Zeugniss ihrer Lehrer sowohl als auch wegen ihrer bedürftigen Umstände sonstige glaubigte Atteste beigebracht haben werden , den Vorzug vor andern Competcnten haben , nach den Hamburgern die eingebornen Kieler , und wenn keiner dieser beiden Stadtkinder auf der versität sich befinden möchten , die anderen Landeskinder , ihren Verdiensten nach , folgen sollen . " J oder Stipendiat soll vor seinem 
* ) Systemat . Samml . «1er Verordnungen IV S . 570—572 , ChronoL Samml . 1831 S . 21 , Interpretation vom 23 . März 1831 , Statut . Vol . I S . 820 . 837 . II S . 284 .
	        
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