Full text: Geschichte der Universität zu Kiel

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etc , Kiliao 18G9 S . 7 abgedrucktem Rescript vom 17 . August 1867 haben sieb in jedem Semester alle Studirende , welche ein demisches Beneficium gemessen , vor der 1861 vom Consistorio gewühlten Stipendien - Commission an einem von dieser bestimmten Tage zu stellen und ein Verzeichniss der im laufenden Semester bezogenen akademischen und nicht akademischen Stipendien mit Angabe der Höhe und Dauer der Geldbezüge zu übergeben . Wer ohne dringende Gründe , deren Beurtheilung der Stipendien - Commission obliegt , fehlt und die Meldung nicht binnen den nüchsten drei Tagen nachholt , verliert die akademischen Beneficion . 
2 ) Wer sich um ein von dem Consistorium oder einer Fakultät zu verleihendes Beneficium bewirbt , hat in seinem suche eine genaue Angabe über alle Stipendien , die er seither genoss oder noch geniesst , zu machen . 
Bewerbungen ohne diese Angaben bleiben unberücksichtigt . Ausgenommen bleiben hiervon die Bewerbungen um die ordentliche Mitgliedschaft des philologischen Seminars und um das Schassianum . 
3 ) Ergiebt sich , dass bei der Meldung oder bei einer werbung falsche Angaben gemacht wurden , so tritt die Strafe der Relegation ein . 
Auf alle einzelnen Stipendien hier einzugehen , würde nicht angemessen sein , ich darf deshalb auf Paulsen's Schrift verweisen , dieselbe würde viel verdienstlicher sein , wenn der Verfasser gegeben hätte , wo die von ihm theils abgedruckten , tbeils benutzten Urkunden über die Stipendien zu finden seien . Auf seine in der Vorrede S . VUE geäusserte Ansicht über den Einfluss des Con - viktexamens auf die Verleihung von andera Stipendien als das Convikt , werde ich später eingehen . Ich will nur die vom demischen Consistorio und einer der Fakultäten zu verleihenden Stipendien , zu denen auch das Knickbeinsche von Paulsen noch nicht besprochene gehört , darlegen . Für die akademischen Stipendien sind zum Theil neuere Anordnungen erlassen worden . AVenn in der Chronik der Universität 1868 S . 8 angenommen sein sollte , dass nur das Conviktstipendium durch das Studium auf der Kieler Universität bedingt ist , so dürfte dies ein Irrthum sein . Für das philologische , das Schassianum , das Ricliardi'sche , Oldenburgische , Kamla'sche , Knickbein'sche und von Qualen'sche Stipendium gilt dasselbe .
	        

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