Full text: Geschichte der Universität zu Kiel

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quadriennio zwei Jahre verlaufen sein . Aussordem ist eiue %obe - vorlesung vor der Fakultät zu halten und ein Colloquium zu stehen , dem eine öffentliche Antrittsvorlesung folgt . Die Habilitation ist gratis , wenn ein in Bonn Promovirter sich habilitirt . Koch , die Preussischen Universitäten B . 1 S . 251 . 259 . Im Jahre 1841 trtig die philosophische Fakultät in Kiel hei der Oberbehörde darauf an , zu bestimmen , dass die licentia legendi nicht in der Ertheilung des Doctorgrades liege , sondern das Recht , Vorlesungen zu halten , besonders erworben werden müsse . Die Bitte ward 1851 , 1854 und später wiederholt . Am 14 . October 1869 ist von dem Minister der geistlichen , Unterrichts - und Medicinal - legenheiten ein Reglement für die Habilitation von Privatdocenten der philosophischen Fakultät der Universität zu Kiel erlassen : „ 1 ) Die Befugniss , als Privatdocent Vorlesungen innerhalb der philosophischen Fakultät der Universität Kiel zu halten , wird fortan durch die Promotion zum Doctor allein nicht erworben , vielmehr ist dazu eine besondere Habilitation Seitens der Fakultät erforderlich . 2 ) Das Gesuch um Zulassung zur Habilitation ist bei dem Dekan , unter Einreichung des von einer philosophischen Fakultät einer deutschen Universität nach rite erfolgter Promotion ausgefertigten Doctordiploms und der Doctor - Dissertation , bringen . In demselben sind dio Disciplinen zu bezeichnen , für welche die venia docendi erbeten wird . 3 ) Die Zulassung zur Habilitation darf nur erfolgen , wenn seit der Promotion mindestens zwei Jahre verflossen siud . In besondern Ausnahmefällen kann auf Antrag der Fakultät dor vorgesetzte Minister hiervon dispen - siren . 4 ) Der Bewerber um dio venia docendi hat , ausser der Doctor - Dissertation ( 2 ) , eine entweder bereits gedruckte oder , nach erfolgter Approbation Seitens der Fakultät , zu druckende wissenschaftliche Arbeit , welche Beherrschung des gegenwärtigen Standes seiner " Wissenschaft in einer selbstständigen Forschung ausweist , der Fakultät vorzulegen . Die " Wahl der Sprache ist dem Verfasser freigestellt . 5 ) Ist dio eingereichte Arbeit von der Fakultät als den obigen Ansprüchen genügend erachtet worden , so hat der Bewerber vor der Fakultät eine deutsche Vorlesung über ein wissenschaftliches Thema zu halten , welches dieselbe aus drei vom Candidateli vorgeschlagenen ausgewählt hat . 6 ) Dieser Vorlesung folgt ein Colloquium vor der Fakultät oder vor den von
	        

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