Full text: (Teil 1)

fllufüiolirarodj auf 177C . 3«ftrtucng tir fiun6t»glirttr . XXXIII 
Mond " f . , Der Mond , der uns so srelindlich scheint " ) und „ An den Abend - ftern " l „ EhmalS winktest du mir " ) anschließen . Auf den Anhang des Almanachs weist sein „ Freimaurerlied " . Während sein Bruder Christian nur durch eine Elegie an seine sterbende Schwester Sophie Magdalene und Hahn trotz seiner wiederholten Versprechungen nur durch das Gedicht „ Klopstock " vertreten ist : hat der Herausgeber seinen Almanach mit ernsten und scherzhaften Gaben seiner Muse geschmückt Als Balthasar Kaspar Ahorn singt er das „ Frühlingslied eines gnädigen Fräulein " ; „ Der Morgen " , „ Selinas Geburtstag " , „ Selma " sind ein Ausfluß seiner be - wogten Herzensstimmung ; das „ Trinklied für Freie " und die beiden Idyllen „ Die Leibeigenschast " schlagen kräftigere Töne an . Den traurigen Erzeugnissen Brückners und seines Bruders stehen Bürgers Balladen „ Der Raubgras " und die später „ Der Ritter und sein Liebchen " über - schrieben« nebst dem „ Spinnerlied " und einigen humoristischen Stücken gegenüber ; den wenig bedeutenden Boieschen Beiträgen Claudius' „ Rhein - weinlied " und „ Mailied " . Eine ergiebige Ernte , wie sie dem Voßischen Musenalmanach in seinem langen Leben nicht mehr beschert sein sollte . Die Beiträge der Bundesmitglieder fliesten immer schwächer ; Bos ; ist ost gezwungen mittelmäßiges Zeug als Füllsel aufzunehmen oder invitu Minerva nach der Bogenzahl zu dichten . Eine Zeitlang ist Göckingk sein lässiger Mitherausgeber . Aon >777 bis 179 * erschien der Almanach bei Bohn in Hamburg - , der Jahrgang >799 fiel ans ; 1800 erschien ein weiterer Band in Neustrelitz , schon aus dem Titel als „ der letzte " be - zeichnet , während der alte Göttinger Almanach unter Bürgers und dann unter Reinhards Leitung noch einige Jahre im neuen Jahrhundert sort - bestand ; vom alten Bundesgeiste war längst nichts mehr in demselben zu verspüren . 
Auch die Bundesmitglieder selbst blieben nicht alle dem Schwüre getreu , den sie in jugendlichem Enthusiasmus geleistet hatten , und mir der räumlichen Trennung ging der innere Verfall des Bundes Hand in Hand . Um den frühverstorbenen Hölty klagten die Freunde mit Recht ; aber als Hahn ins Grab sank , waren die Brüder der Überzeugung , daß sie sich durch das flackernde Strohfeuer seines Halbgenies halten täuschen lassen , und er galt ihnen längst sür moralisch tot . Leisewitz schwieg in hypochondrischer Trägheit . Miller vertauschte das lyrische Saitenspiel bald mit der einträglicheren Prosaschriststellerei seiner Romane und Aost hatte an den Produkten dieses seines Herzensfreundes ebenso ivenig Freude wie an der bändereichen Klopstockverhimmelung Cramers . Denn obgleich er und Stolberg in der Pflege der lyrischen und epischen Poesie am meisten noch den alten Sinn bewahrten , so kam doch auch er von der über - mästigen' Verehrung des Messiassängers allmählich zurück . Als Lichtenberg im Jahre 17«1 Boß noch zur ertreinen Richtung der Klopstocknachahmer rechnete , da schoß er bereits weit am Ziele vorbei . Und aus dem Jahre >783 ( 28 . Sept . ) ist uns ein Brief von Aost an Miller erhalten , der uns den Göttinger Tichterbund l . c
	        
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