Full text: (Teil 1)

Musenalmanach auf 1775 . 
XXXI 
( Frl . v . A . ; E . K . ; J . ; L . ; L . M . und mit seinem Namen ) mit 21 - j Gedichten obenan ; an Bedeutung übertrifft ihn Hölty ( Chiffre '1' . und mit seinem Namen ) , der ihm an Zahl am nächsten kvmmt ( lt'> Stück ) ; Fr . L . Stolberg hat unter seinem Namen neun Gedichte gesteuert , darunter einige seiner berühmtesten : „ Das Lied eines alten schwäbischen ZHtters an seinen Sohn " ; „ Tas Lied eines deutschen Knaben " ; „ Mein Vater - land , an Klopstock " ; „ Der Abend , an Miller " ; „ Tie Freiheit , an Hahn " ; , unter der Chiffre 0 . daS Gedicht „ An Röschen " ; sein Bruder neben zwei Übersetzungen aus Anakreon : „ Die Blicke , an Doris " . Pos ; hat neben drei zweifelhasten Epigrammen ( X ) acht ernste Gedichte unter seinem Namen : „ Die Schlummernde " ; „ Ahndung " ; „ Die künftige Ge - liebte " und „ An Selma , um Mitternacht " ; „ Michaelis " und „ Klopsrock " eingerückt ; serner zwei parodistische : „ An Rolf " und „ Schwergereimte Ode " . Boie und Bürger treten nur je mit einem Gedichte ^unter X verborgen ) aus ; Cranier bringt ein Lied zu seines Vaters Geburtstag , der neben dem Sohn mit zwei Oden einherstolpert . Bon Claudius stehen unter seinem Namen , mit „ Asmus " und mit W . B . sunszehn Gedichte im Almanach , darunter die Romanze : „ Wandsbeck " . Schonborn >L . ) läßt einen „ Feld - gesang vor einer Freiheitsschlacht " erschallen , den der donnernde Ruf : Freiheit ! Freiheit ! Freiheit ! resrainartig durchzieht . Sehr stark in den Vordergrund gestellt ist Brückner Die süßlichen „ Idyllen aus der Un - schuldsweit " sind durch mehrere Beispiele vermehrt : „ Tas Engelthal " ; „ Tie eilige Hülse " ; „ Tie Fischer " ; „ Der Schmied " . Daneben lausen kleine Idyllen von unschuldig - altklugen Kindern : „ Hedchen " , „ Fritz und Hans " - , „ Die Unschuld " : „ Karoline " ; „ Jesus als Kind " . Unter der Chiffre M<1 . steht auch ein Epigramm „ Tie Religionsversolgungen " von ihm drinnen . Es macht keinen erfreulichen Eindruck , daß dieser Almanach , der mit Klopslock so kräftig einsetzte , mit Brückner so schwächlich endet . Tad allmähliche Absterben des Bundes ist für uns dadurch symbolisiert . 
IV . Zersplitterung , llachleben . 
( Scvt . 1771—Mcril 1775 . ) 
Kurze Zeit nach Klopstocks Besuch schieden einige der ältesten Bundes - Mitglieder aus dem Kreise . I . M . Miller ging zur Fortsetzung seiner \J Studien nach Leipzig , wo er mit Cramer zusammentraf ; sein Vetter nach Wetzlar , Leisewitz nach Hannover , Hahn nach Hause . Es waren Abschiede voller Thränen . „ Wie klein ist nun unser Häuflein geworden " schreibt Boß ( i> . November ) an seine Braut und er hat das Gefühl , daß sie nie wieder aus einen Hausen beisammen kommen werde» . Es wurde still und öde um ihn und Hölty , die beide im resignierten Übersetzungsdienst sür Weygand srohnten , aber auch nur , um das nötige Reisegeld sich zu erwerben ; ihre Hoffnungen standen aus ein weiteres Zusammenleben und Zusammenarbeiten in Hamburg : von der Übersetzung d'Aleniberts wollten
	        
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