Full text: Anton Viethens, Hochfürstl. Schleßwig-Hollsteinischen Cammer-Assessoris, Beschreibung und Geschichte des Landes Dithmarschen, oder Geographische, Politische und Historische Nachricht vom bemeldten Lande

i8o Dithmarscher NI . THeils IV . Cap» 
enen Deve flchst , so lopftu mct ehme , und heffstGemenschop met den Ehebreckern UndDootschlägern , unde dad noch mehr is , so sind alldar im Richtstohl met jue etliche Personen , de den mothwilligen Mordt rechtserdigen willen , alse billig Sedahnde . 
Also schende jy dat Land , und verunreinigen idt , dar ick allene wahnen Wolde ^ . so jy idt reinigden van Bloode : dewihl jy denn dit Laiid mct Blöde ver - füllen beth an de Lippen des Mundes hier und dar ( wy geschwigen andere Sünde ) woManalles'wahndages gedahn , so sprecke ickGade de Herr ock van ju alse to 1udaund ) erula ! em , sike ick will en Vanck dohn und en Unglück over dy bringen , dadt woll idt hören ward , dem schälen sine beide Ohren klingen . Und wenn nu de Dag diener Prediger kamen ward , dat du heimgesocht werdest , so werft du nicht weten wor du henn fthalst , und alle Grundfeste des Landes wer - den to Bodden gaen , wenn ick de Heer my werde up macken dat Land to rich - ten . Alse den werde ick anthehn en Panher der Gerechtigkeit , und enen Helm Up min Hövet fetten , und tm> antehn thor Wracke met Jver alse met ehnenRock , alse de sinen Weddersacker vergelden will , unde met Grimmigkeit bethalen : als denn wert min Thornanstöten alse en upgeholden Strohm und brennend Füer , dem nemandwehren kan , so ward dann alle unschuldig Blodt op juen Kop kamen . 
Didt hebben wy in unser Göttlichen Majestät bedacht , ju vor dem Ver - dcrffen to verstendigen , und met bissen Mandat und angehengten Strafe , ut dat jy dorch Boche Unse Ungnade entgahn . Datum to unser redeten Hand uuder dem Segel unsers levcn Sähns JEsu Christi im Jahr seiner Menschwerdung . 
Anno i ff 8 . 
Wer eigentlich Autor von selbigen GOttes - Bries , ist unbekandt , weil er von dcm seel . Adolfti Ao . 1646 . allererst unter einigen alten Briefen gesunden , und seiner Chronic mit einverleibet worden : doch ist wohl gewiß und aus der Schreibart zu erkennen , daß ein Geistlicher auf Geheiß des damaligen Mini , lierii ein solch ernstliches Mandat zu Papier gebracht , um ihre Lands - Leute da - durch aufdeu Weg wahrer Busse und Bekehrung zu bringen , weil , wie daraus zu ersehen , alle muthwillige grobeSüude und Laster dermassen überhand genom - men , daß es nicht fehlen könte , GOtt müste endlich einmahl Einsehen thun und das Land strafen , wie denn auch das folgende Jahr erfolget , da sie von dem Kö - nig von Dannemarck und Fürsten von Hollstein mit K^rieg überzogen , und ihrer Freyheit beraubet worden . Ein einiges Exempel der exorbitanten Boßheit damaliger Einwohner aus des secl . Heinrich Walters Dtthlnarscher Chronic nur anzuführen , so sich Ao . 15 58 zu Wörden begeben . Da Dreves Claus von Hogenwörden und sein Schwager , Johann Jenes , nebst Tieß Claus von
	        

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