Full text: Anton Viethens, Hochfürstl. Schleßwig-Hollsteinischen Cammer-Assessoris, Beschreibung und Geschichte des Landes Dithmarschen, oder Geographische, Politische und Historische Nachricht vom bemeldten Lande

ii8 Kleidung II . Theils Vm , Cap . n . ZH . 
gen sie bis über die Schultern . Ueber dem Haupte , hieng ein Band eben der [ hcmbdc 
Farbe und desGewandes , getheilet , welches sie in Gürtel stecketen , zuweilen auch i ^uch h 
um das Haupt wunden . Unter dem Kagel hatten die Frauen erstlich eine ge - I Unter t 
zwirnte , hernach eine seidene Haube geknüttet , die Haar aus dem Gesichte zu bin< I den Ha 
den , wie die Mädgen ihre Schnur . Den Leib anlangend und dessen Kleidung I t>cn nnl 
haben sie Hembder ohne Kragen stets gehabt , ehemahlen so sehr ausgeschnitten , I Knöpfe 
daß man sie nicht um den Hals und vor die Hände sehen können , hernach sind i oderS 
um den Hals und vor die Hände Säume gemacht mit Leinenen Borten , die mit I den Fr< 
Flämisch Garn mancherlei ) Farbe ausgenehet , sosieLameiden - Stichgeheissen . I nicht vi 
Darauf ist hernach eine LeineneSchnur mit Seide verschiedener Farbe , und I schwari 
Gold durchgesticket , anderthalb Finger breit um das Hembd an» Halse gesetzt I den En 
worden . Auf eben die Manier sind auch die Ermel vor den Händen gcheret I form ai 
getvesen , und noch wohl darüber mit schmalen von feinen Zwirn oder Seide und I ten zuft 
Gold gemachten Spitzen zugenehet und geschmücket worden . I waren j 
Die Peltze der Jungfern sind vormahlen sehr schlecht und recht gewesen , t d . Chr 
nachhero wurden sie mit Leibstücken von rochen gestippelten Leder besetzet , und be form 
überzogen . Die Vormauen au den Peltzen , so von Webbe und hernach von über ein 
Englisch Tuch waren , mit einer kleinen Schnur von Seide auf das Quarder ge - I Cremo 
sticket und mit Sammet besehet , daran erst Bleyerne , bald Meßinge , hernach sil - i wie bey 
berneKnöpfe gehangen , mit breiten Ringen : an statt der Hacken wurden zuletzt I Z - 
silberne und vergüldete Schrauben und Rosen gesetzet . Die Peltz - Schurtzen r hernbde 
waren längst nieder mit vielen schmalen rochen Ledernen Riemen gezieret , unten » einen ^ 
herum war ein roch laschen Riem , anderthalb Hand breit , und unter dem eine hen ben 
Schnur vonWebbe oderEnglischTuch , einerHand breit , welchen sie einenKnie - I ben abe 
Riemgenennet . I genahel 
Die Frauen lassen ihre Leibstück von weiß - gestippelten Leder bereiten , und doch sin 
mit braun - flamisch Garn oder rother Seide envas benähen ; vor denAnnen und [ um den 
den Händen ist alles mit den Peltzen der Zungfern gleich , die Schürtze wlrd mit [ keine 
breiten weissen Ledernen Riemen von oben hinunter nah aneinander besetzet , t Habens , 
Von dem Knie an haben sie einen breiten Riemen von selbigem Leder , an welchen i Gold g< 
ein Ring von Grauwerck fast einer Handbreit umher genähet . 1 worden 
Ueber diesen kleiden sich die Jungfern und Frauen mit Futterhembden , wel - i und t>cr< 
che Kleider sind von schwachen oder weissen Webbe , ohne Mauen und Kragen , I ; wenig Q 
um den Halß , und vor der Brust ausgeschnitten , wie sie solche täglich und an et - und rotl 
lichen Orten am Sonntag , getragen . Anfänglich sind die Fütttrhembde mit l hangen 
einem kleiden Quarder um den Halß und längst der Brust gezieret gewesen , wie I Schnu 
man nachhero aber Englisch Tuch dazu genommen , so hat man sie auch 2 bis L ausgen 
9 Fingerbreit mit Seide gestickt . Die Schürtzen an solchen Webbe - Funer ? l ^ ihr Bes 
bemb /
	        

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