Full text: Anton Viethens, Hochfürstl. Schleßwig-Hollsteinischen Cammer-Assessoris, Beschreibung und Geschichte des Landes Dithmarschen, oder Geographische, Politische und Historische Nachricht vom bemeldten Lande

II . Theils HLCap . 
der alten Dithmarscher . 
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geräuchert , zu ihrem Lebens Unterhakt verbrauchet ; Denn wie wir aus dem Car - lare mit ) Tacito oben erwehnet , daß sie des Jagens und der Weyde sich sehr beflissen , auch ihren grösten Reichthum in der Anzahl des Wehes gesehet , so wa - ren sie von solcher Sparjahmkeit , daß sie nicht alles aufeinmahl verzehreten , son - dern sie erspareten das meiste ans künfftige Zeiten mit JolepK in ^Egypten . Insonderheit istdieses Land von GOtt an Weyden sehr gesegnet , daß es nicht al - lein seinen Einwohnern , sondern auch denen benachbahrten Städten ein ansehn - lich an gemasteten Vieh , Käse und Butter liefern kan ; wohin auch vielleicht der Kayser Carolus M . in seiner Donation an den Bischof zu Bremen geziehlet , wenn er ungefchr schreibet : 8eptentriona ! em illius partem qux eft pifeium ubertate ditiflima , & pecoribus alendis habetur aptiflima , pioChrifto & Apoflolorum füorum Principi Petro pro gratiarura adtione devote obtu - limus . Adnmi Hiflor . Eccl . I . I . c . 10 . 
Ob NUN wohl , wie gesagt worden , die alten Dithmarscher sich mehrentheils der Jagdt und derWevdezu ihrer Speise gebrauchet ; So ist dadurch eben nicht zu verstehen , als wenn sie den Acker wüste gelassen , und gar kein Korn zu ihrem Unterhalt , solten gebanet haben . Denn schreibet Tacitus an einem Ort : Fortidimus quisqueac bellicofiflimus nihil agens , delegata domus , & pe - natium & agrorumcurafccminis fenibusque & infirmiffimo cuiqueexFa - milia . Und anderswo schreibet er : Daß der Herr von seinen Knechten , als von seinen Häurlingen , eine gewisse Anzahl Korn , Weh oder Rinder sodere . Julius Cccfar t } cbencf et auch umstäudlich , daß niemand gewisse abgetheilte Aecker und Gründcgehabt , sondern die Obrigkeit hätte jährlich einem jeden Volck und Emilie ein Stück Landes nach Belieben zugecheilet ; In folgendem Jahr aber hätten sie sich an einem andern Ort verfügen müssen ; und das aus Uhrfache da - lnit sie nicht aus Liebe zum Ackerbau sich des Krieges rntschlügen , auch damit sie nicht Gelegenheit bekämen viele Ländereyen durch Unterdrückung der chen und Armen an sich zu bringen , und daß emsolglich alle Lust zum Oelde , als fast die cintzigeWurtze ! aller Uneinigkeit , aus dem Wege geraumet würde . So ! - cher Gestalt habe» die alten Dithmarscher eine schlechte Lebensart und sparsah - me Haushaltung im Essen geführet , welches zu ihrer bestandigen Gesundheit und starcken Leibes - Conftitution ein Grosses beigetragen . Was aber das Trm - cken anlanget , ist wohl nicht allemahl eine solche Mäßigkeit in Acht genommen worden . Denn ob sie zwar in alten Zeiten keinen Wein ins Land kommeniaj - stn , der Meinung , daß durch Geniessung des Weins der Mensch weibisch , zury Krieg und anderer harten Arbeit ungeschickt würde , so haben sie doch das Bier von ihrem Ertz - Water^ar5o , aus Hopffeu und Maitz zu brauen erlernet , wel - eyes / y^wol nicht starker , doch wenigstens eben so bald der Menschen Sinne 
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