Full text: Von Erziehung Eines Jungen Printzen, der vor allen Studiren einen Abscheu hat, Daß er dennoch gelehrt und geschickt werde

so zum Rrieg , geneigt . 
weiß / alSdieselbsten Einheimischen . Ich habe einen fürnehmen Oe - sterreichischen Cavalücr gekandt / der war von NarurHüfftloß / daß er also nickt ohne Mühe und Behelff einer Krücken / und dieses merlich / gehen konle . Doch hatte er grosse Lust in fremde Lander ; u reisen / wolte sich auch davon nicht abwendig machen lassen . Da - mit er aber auswendig nicht auSgelachet würde / daß bey so schlecht - conditionirtem Leibe er in die Ferne zöge / ließ er sich ein Creuh eines Malthcser - Ritterö machen / und henckte dasselbe an den Halß / für - gebend / er sey in einer Caravan wider den Türcken geschossen wor - den / und um seinen geraden Leib kommen . Dieses ward von ie - dermann geglaubt / weilen er von Malta und des Ritter - Ordens Herkommen und Gesehen so zu reden wüste / als wann er seine gan - tze LebenS - Zeit in der Insel zugebracht hatte / und des Großmeisters Geheimer Rath gewesen wäre / kam auch auffdiese Weise / indem man ihn / als einen / der wegen des Christlichen Glaubens gestrit - ten / und die Gesundheit der Glieder eingcbüsset haue / hoch hielte / mit Ehren durch Italien / Frankreich / Spanien und Engelland . u . a . w . 
Umleitung in die Aslorim . 
Der Chiron sagt : 
pciny : ES ist nicht genug / daß wir der Welt / nach ihren Eimheilungen in das Trockene und Gewässer / in Berge uudThä - ier / in die Königreiche und Landschafften / dieser aber in Städte und Dörffer / eine genaue Kundschafft haben / sondern wir müssen abfoW und unumgänglich auch wissen / was zu allen Zeiten an diesen Or - ten geschehen / wer sie beherrschet und was gutes oder böses / löbli - ches oder schandliches von denen Regenten / wie auch deren Unter - thanen / verübet worden . Ein solches findet sich in denen Historien ^ verzeichnet / und die sind eigentlich der gröste Lohn / welchen die Tu - gend zu erwarten hat / und die grausamste Straffe welche die Laster erleiden . Dann / durch die Historien sind uns der alten Helden tapf - fere Thaten gleichsam als annoch für Augen / und ertheilen wir sol . chen das gebührende Lob und den Ruhm / welcher auch nicht eher als mit der Welt untergehen wird . Eben so lang bleiben hergegen die Tyranneyen / Boßheiten und Udelthaten / der Schändung / dem 
F Haß /
	        
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