Full text: Von Erziehung Eines Jungen Printzen, der vor allen Studiren einen Abscheu hat, Daß er dennoch gelehrt und geschickt werde

- so zum Kriege geneigt . Zf 
Äcjuod'üütt / fonNv / daß er sie sur sein Selstcht führen lassen , da . w - Sncmlich nichtdaSAnschen hatte / a , Swa» >h : eEhre auchnurdmch km Anschauen verletz« worden . Das . hreiitgegen gesetzte Ubermal . ' nennet man im - mp - t . n . i - m , wann man , . ch dem Fressen . puffen , und der «eilen Klebe gar ; u ficht ergiebt / und emdem Assyr . schen K°n>g gleiches Leben führet , welcherdl - Regierung seinen Aml - - Seutcn überließ / nicht aus seinem Pallast kam / die gantzeZett unter mvüclmaen Weibern / in aller Üppigkeit jubrachle , und »um Sprich - wort st - iigs im Munde führte : I0 und lrinck , und mnchcdich In - »ja , dzMnnnch dcn Tsd - stdsch k - m - Freude mtfer . Welches Jt auck auff sein Grab schreiben lieg . Das Laster so in dem zu wenig t> , un der Massigkeit entgegen gesetzet wird , heiss - t die Dummheit / 8mi>i6ilä5 . Wann man aus bloserNanheit / demL - ibe den noihig - n Unterhalt / und Lust entziehet , wie der owx - ll - nhat , wetcher meinem 
wohnte , Hund und Mäuse zu seinen «vtuck Brodt , mit dem »sich «eranügte , zu Gast hatte / und kein andres Trinck - Geschirr / als seine Hand / mit welch» er das Wasser aus dem Bach schopffle / gebrau chte . 
u . a w . 
Nun kommt die Freigebigkeit / Liberales . Welches / ine ^uaeirtift / so in Gebrauch und Ausgabe derGlucks - Gutervernunff - tia verfahret / und deren zu seiner und anderer Nothdurfft / wann es die 3cit und Gelegenheit erfordern / gebrauchet . Der Kayser Thanns war aegen seine verwundete Soldaten so freygebig / daß er / wie soche - u verbinden keine Leinwandt mehr verhanden war / sein eignes Hembde verschneiden ließ . Das / derFrcygebigecil entgegen gesetzte Übermaß / wirddieVcrschwcndUNg / ? roäigalira5 geheissen / wann man seine Güter unnützlichcr Weise vergeudet / und verschweiget / und mehraus - aiebt al6 man einzunehmen hat . Einen solchen Verichwender stellet uns SctCaligulafur / der in einem Jahr / den von seinem Vorsahr T . bcrio dinterlassenen grossen Schatz in 67 . Millionen / ( andere rechnen weit ein mehrers ) bestehend / durchaebracht / indem er über den Baianischen Meer - Busen eine Schiff - Brucken / welche drey tausend undsechshun - dert Schritt lang / undobengepfiastertwar / bauen lassen / worauffer etliche Tage in köstlicher Kleidung hin und wieder fuhr / und Gaste - renen hielte . Er ließ fornen an denen Spitzen mit kostlichen Edelge - 
stcinen gezierte Schiffe bauen / welche auff ihren Böden / schöne ver - 
deckce Lust . Gänge und Gärten hatten . Er pflegte in Teichen von wohlriechenden Wassern zu schwimmen ; legte kein Kleid so kostbares 
E 2 . auch
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.