Full text: Von Erziehung Eines Jungen Printzen, der vor allen Studiren einen Abscheu hat, Daß er dennoch gelehrt und geschickt werde

24 Von Belehrung eines prtnyen 
fast stetigs beysammen seyn / übergeben werde : müssen demnach gebüh - rende Zimmer zum Auffenthalt ausgerüstet werden . Zu förderst wird fürdenPrintzenein wol tapeziertes Gemach erfordert , dessen Wände auch mit den f . grossen illuminirtcn Hollandischen Land - Charten / tt>el= 
che fcie gan^e Welt / \X>ic auch Europam , Afiam , Africam und Amcricam 
fürstellen / behangen seyn . Es gehören in das Zimmer ein grosser Spiegel / unterschiedliche Arten Sessel / daß nemlicheinige mit Lehnen darauffman die Arm auss legen kan / andere / an denen bloß der cken ruhen möge / und einige ohn alle Lehnen verhandeuseyn . ^6 muß eine grosse lange Tafel da seyn / auffdiestellet man zwey Llobos» von mittelmasiiger Grösse / den rerrcttrcmnemllchundcwlettcm , in de - ren Mitte soll eine schöne Uhr / und oben bcy dem ersten ein grosser com - pafs , unten ein Kastlein mit allerhand gangbaren Geld . stehen . Es müssen daselbsten liegen / ein grosses Buch von Mumminen paniculicr - Land - Karten : EingrossesBuch / darinnen die Kupsser aller Gcncra - Icn , Admiralcn , und anderer KriegS - OKcicrs . wie auch der Fördersten 8tats - ^inittrurum , welche sich bey zweyen 8ecu ! i« hero berühmt gemacht / enthalten : Ein Buch / so die Contcrfaits aller Kayser / Könige und Po - tentaten / welche in dem lehtvergangenen Lccuio gclebet / und annoch leben / samt deren Gemahlinnen / Printzen und Printzessinnen / begreif - fet ; deme Herrn Georg Lohmeiers vermehrte Stamm - Tafeln bcy - zufügen» Es gehören notbwendig auch hieher einige grosse Bücher / in denen alle nambaffte Städte / Festungen / und berühmte Oerler / schöne Klöster / Lusthäuser ic . der ganhen Welt / sonderlich aber Eu - ropx , soviel man deren immermehr haben kan / zusammen getragen zu finden / undsolte man sie auch aus denen choro - iint ) Topographits , n>ie auch l . ibri5 ttittonci8 verschiedener Sprachen ( die Unkosten sind / len des PrintzenHeyl hierunter verfiret / nickt zu scheuen : Was ver - schwendet man nicht offr auff mehr zum Schaden / als Nutzen gerei - chende bazarellcn ? ) ausschneiden und so zusammen haben müssen bin - ' den lassen / worüber gute Register zu machen , ferner muß daselbst li - > gendieBilder - Bibel / der Historische Bilder - Saal / Herrn Johann Heinrich Seyfrieds poliolnßia , und Abraham SaurenöSladte - Buch Das schöne Werck so die Durchlauchtige U ) ele genennet wird / muß ebenfals beykanden sevn . Man ist auch eines Schreibzeugs mit ner Sand - Büchsen / Federmessers / Scheer / Airck'el / Siegel - Wach - fts und anderer Zugehör / sammt eines Schrelb - Calenderö benöthigt . - Für die Fenster sehttman schöne Blumen - Krüge / und lt , ? rmomekra . 
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