Full text: Von Erziehung Eines Jungen Printzen, der vor allen Studiren einen Abscheu hat, Daß er dennoch gelehrt und geschickt werde

, 68 Von Belehrung eines prinyen 
wird er seiner eigenlhumlichen Lehens , Gerechtigkeit dadurch beraubt . Auch wann dem Lehen - Mann sein Gut ansprüchig wird / muß ihm der Lehen - Herr die Gewehrschafft leisten , u . a . w . 
Weder der Lehen - Mann darffscin Lehen ohneBewilligung des Le - Hen - Herrn , noch der Lehen - Herr ohne Bewilligung der Lehen - Leule / die Lehens - Gerechtigkeit oerkauffen . 
ES mag der Lehen . Mann sich seines Lehen - GutS verzeihen / und dasselbe seinem Lehen . Herrn übergeben / welches Rcfura . io Feudigenen - net wird / und hat diese llbergab / so viel des Lehen - Manns Person trifft / Krafft : aber den andern Agnaten «nd Lehens - Srben / kan er an Hren Gerechtigkeiten die sie auff sein Absterben hierinn haben ten / durch solche Verzeihung in keinen Weg pr - juäiciren . Es mag <»uch ein Lchen - Mann sein empfangenes Lehen / andern gar oder eines Theils wiederum verleihen / welches 5ubin5eu6atio / eine AffrerSe - Dehnung genennet wird / doch daß solche Verleihung / so wol dem Le - chen - Herrn / als den Agnaten oder Lehens - Erben / an ihren tigen und kunfftigen Rechten und Gerechtigkeiten allerdings unbescha , det seyund bleibe . 
Prtny : Das Lehen wird verwirckt / und vermehret der Lehen , mann sein nieSlicheS Ei^enthum / wann er sein Lehen ohneBewilliaunq veSLehen . Herrns verausert . Wann er das Lehen innerhalb Jahr und Tag nicht empfahet . Wann er von seinem Herrn in dem Krim flüchtig worden . Wann er seinen Herrn thatlich angreifft / oder ihm sonst m andere Wege , an seinen Leib / Ehr und Gut schädliche Untreue beweiset / und mit semen Feinden gefährliche Verbündniß aussuchtet . 'Wann er des Lehen - Herrne Geheimniß / so ihm anbefohlen worden / offenbaret . Wann er seinen Lehen . Herrn peinlich beklagt / oder An - stlffrung thut / daß er von andern also peinlich beklagt wird / oder den " Wider - Partheyenmit advoearion williglichBeystand thut : Wann er von Lehens wegen angesprochen / solches Lehen wider sein Gewissen gefährlicher Weise veriaugnet : Wann er das Lehen - Gut zu Abfall und Verödung / durch gefährlichen Unfleiß kommen lasset . Wann erseinenHerrn für Schaden zu warnen vorsetzlich unterlassen hätte 
Wann er von Lehens - Jnnung wegen von seinem Herrn , u dreven un - terschiedlichen malen cmretoder geladen wird / undalle Wea unaebor - samausbleibt : Wann er sein Weib / Kind / Bruder / Bruderö Sota 
oder andere nahe verwandte Personen entleibet , u . a . w . 
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