Full text: Von Erziehung Eines Jungen Printzen, der vor allen Studiren einen Abscheu hat, Daß er dennoch gelehrt und geschickt werde

sdzumRriege geneigt . * »67 
dienen man sich nicht verbindlich machen kan / entweder ausdrücklich / oder doch für sich selbjt ausgenommen , u . a . m . 
Wann ? er Lehen - Mann von seinem Herrn die Lchen empfangen / und gewöhnliche Lehens - Pflicht gethan , so hat er dadurch desselben Le - hens nieslichee Cigenthum , 6ominium urile erworben / also daß er solches nach seinen Willen nutzen / messen und gebrauchen mag . Doch soll der Lehen - Mann das Gut also halten / damit es nicht arger werde . Und darff er demnach die fruchtbaren Bäume gefährlicher Weise mcht^ abhaucn / 'noch eine ewige 5ervimr auffdasLchen«Gut kommen lassen . So sich das Lehen - Gut etwas bessert , und durch Anschütt / Wasser / Inseln / Servituten / oderandereSachenzunimmt , so gehöret solche Besserung dem Lehen - Mann allein zu ; es hatte sich dann der Lehen - Herr solche Besserung , in der Lehen - Verleihung ausdrücklich vorbe - halten , u . a . w . . 
• Wann ein Lehen - Mann von seinem Herrn ersucht wird / die bührende Dienste zu leisten , ist er schuldig solches zu vollziehen : auch so er für sich Kundschaffr erlanget , daß sein Herr belagert werde , oder sonst in gefährlichen Nöthen stecke , darff er ihn , ob er gleich nicht er - sucht wird , dennoch mit Hülffe nichtverlassen ; wiewol er in einen un , gerechtenKrieg seinemHerrn nur allein zurRettung undBeschirmun . y / nicht aber zu thatlicher Angreiffung eines andern , verbunden . re der Lehen - Herr in den Bann oder in die Acht erklaret worden , ist der Lehen - Mann ihm so lang der Bann oder die Acht dauern , zu dienen nicht schuldig . Oerath der Lehen , Herr in Armuth / und Dürfftig - keit , ist ihm der Lehen - Mann zuhelffen , oder Nahrung und Unterhalt zu geben nicht pfiichtig , es sey dann / daß der Lehen - Herr des Lehen - Mannswegen sich solchen Mangel zugezogen . Wann aber der hen , Herr eine Tochter verheyrathet / oder einen Sohn zu hohen Stand bringen wolle , oder sonst ausserhalb Geld , Schulden gefangen wäre / oder einen grossen Kaussgethan hatte , seyn die Lehen - Leute , nach der mehrern gelehrten Meynung , Hülffzuthun , und Steur zu geben halten , u . a . w . 
So offt der Lehen - Mann von seinem Lehen - Herrn zu dienen erso - dert wird / ist er schuldig selbst zu kommen , oder aber einen nichtminder guten und tauglichen an seine Stell zu schicken , u . a . w . 
Gleichwie der Lehen - Mann seinem Lehen - Herrn vermöge der Le - hens - Pflicht zu treuen Diensten gehctllen , also ist gleicher Gestalt der Lehen - Herr verbunden , daß er seinen Lchen - Mann gegen männiglich beschütze und beschirme . Und so er daö gefährlicher Weise unterliesse , 
, - wird
	        
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