Full text: Von Erziehung Eines Jungen Printzen, der vor allen Studiren einen Abscheu hat, Daß er dennoch gelehrt und geschickt werde

so zum Rricge geneigt . 
ior 
fängt er an hinein zu hauen ; doch wird inzwischen immer wieder messen , von dem Modell ab / auffdaö Werck - Srück , damit man an dein Maas nichts verliere / und muß das verfertigte mit fcharffen Feilen und Bimsenstein / auch andern hiezu bequemen inttrumcmen poliret werden , auffdaß esendlich seinem Modell / und der Figur gleich Herfür 
komme . . 
Wer von ^oltz Llaluen machen will / muß solches aus vielen Stu - cken zusammen Leimen , dann sonst bekommen dergleichen Wercke gar leicht Risse . Die Statuen von Marmor oder Alabaster sind mühe - sam / und erfordern deßwegen eine grosse Zeit , bleiche Bewandtniß hat es mit denen kleinen Bildern so von Eiffenbein gemacht werden . Die Figuren von Vlex und Bronye werden in Formen gegossen / und pflegt man jene anzufärben und zu vergulden / diese aber lasset manger - ne bey ihrer eignen Farbe , u . a . w . 
Aus den Edelgesteinen in das erhabene zuschneiden / gehöret fast unter die verlohrne Künste / sintemalen man anietzo dergleichen nicht wol verfertigen kan . Demnach wird / was von dieser Arbeit fürkom - met für amique , und sel>r kostbar gehalten . Ich kan euch / priny / dessen ein Meister . Stück zeigen / einen Ring nemlich / so mir von einem für geraumer Zeit verstorbenen guten Freund im Testament vermacht ^ wörden / in welchem der Kayser M . Aurclius und seine Gemahlin Fauftina lebhafft und so vollkommen schön aus einem Achat geschnitten zu sehen / daß noch nie von denen unfehlbaren Fremden / welche solchen bey mir gesehen sich iemand gefunden / so hatte sagen können / daß er ir - gendwo etwas besserö und furtrefflichers von dieser Art angetroffen . Wann er in der Hand eines grossen Herren wäre / würde man nicht wissen wie man ihn hoch genug halten solte . Dann so fern eine Kupf - ferne Müntze von dem Kävser m . SalvioOthonciroo * Reichsthaler wehrt ist / fürwelche sie derin Fürth lebende Zud Zsaac Seligmann , insgemein Eisilg genandt / auff dem Leopoldischen Wahl - Tag zu Franckfurth verkaufft zu haben mir betheuret / da doch dergleichen mifmata , die so gut / als jenes war ( dann in den Streit ob wahre au - r^cnuque Ottones vonBrontze annoch übrig seyn / ist sich ietzo nicht zu schen ) annoch verhanden / so kan von niemand gelaugnet werden / daß mein Ring dt^« der Welt einig und ohne Gesellen ist / nicht vielfältig höher zu «ttimiren sey . Wozu dann kommt / daß er in des Papsts cic - menris VN . Schah gewesen / und einem Teutschen Soldaten / wie man Rom das letzte mal durch Anführung des Caroü von Burbon nommen / zur Beuteworden» , , 
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