Full text: Die höchste Gerichtsbarkeit des deutschen Königs und Reiches im XV. Jahrhundert

88 
T 
h c k 
den Gegenstand , dem sich nicht von seinem Standpuncte aus eine finanzielle Seite abgewinnen liess . 
Die einzelnen Fälle , in denen der Fiscal als Kläger auftritt , gehen einen Massstab zur Bcurtheilung , inwiefern« ein fiscalinisches Interesse näher oder entfernt mit der Sache in Verbindung stand . K . Sigismund lud 1437 , 2 . August den Philipp Maria de Vieecomiti - bus vor innerhalb einer perkutorischen Frist persönlich vor seinem kais . Thron zu Prag zu erscheinen und sich auf die Anklage des Procurators des kaiserlichen Fisous Johann Geysler zu verantworten . Die Ursache wird indess nicht angegeben . I4ö4 , 22 . April ( Chmel . Ii . Fr . n . 3179 ) , sprach K . Friedrich die Stadt Mühlhausen von der Klage des k . Kammcrprocurators , dass sie die Judenschaft daselbst mit unbilliger Steuer beschwert habe , los und erlaubte ihr , die ihm statt der Judenschaft als dritten Pfennig entrichtete Summe von ihr wieder einzubringen ; 14î>4 , 7 . Mai ( Chmel n . 3200 ) beauftragt er den Kprok . Dr . Härtung von Cappel alle Juden im Reiche , die die Krö - nungsehrung noch nicht entrichtet haben vorzufordern , sie dazu zu verhalten oder vor das k . Kammergericht zu laden ; I4tf ! > , 2 . Mai ( Chmel n . 33G0 ) bestätigt er die Freiheiten der Stadt Worms mit der besonderen Gnade , dass über jeden Fall der durch eine zur Hälfte ihr , zur Hälfte der k . Kammer zufallenden Summe verpönten Verletzung das kaiserliche und Reichshofgericht zu Rotweil an seiner Statt erkennen könne , doch solle sie jedesmal wegen des Autheils , der dem Kaiser und dem Reiche von dieser Pön und diesen Fällen bühre , ihm oder seinem Fiscalprocurator davon die Anzeige machen ; im Jahre 1465 4 . April ( Harpprecht a . a . 0 . n . XXXVI ) klagte der Fiscal die Herren von Lichtenberg , die den Grafen Schofiried zu Leinigen aufgehoben , gefangen gehalten und ihm einen Revers abgedrungen hatten , wegen der „ beleidigten kayserlichen Majestät zu Latein genant crimen laesae majestatis und der ben Recht * beim k . Kammergericht ; 1468 , 18 . November ( ebenda n , XXXVH ) den Sigmund von Sessheim , der die Stadt Nürnberg wider ihre Freiheiten durch ungesetzlich^ Ladungen und Umtriebe mannigfaltig beschwert batto ; im J . 1405 ( ebenda S . 70 ) den probst zu Speier und die Stuhlbrüderschaft dasclhst , weil sie den vom Kaiser für eine Stuhlbruderpfründe daselbst ernannten Speirer Bürger Peter Schreyer nicht annehmen wollten und der Kaiser spricht auf seine Klage 1467 , 14 . Mai wegen recursus illicitus ad curiam
	        

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.