Full text: Die höchste Gerichtsbarkeit des deutschen Königs und Reiches im XV. Jahrhundert

IHe höchste ( ¡erichUharkeit de * deutschen König * u . liriche * . 
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Als soche kommen unter K . Sigismund , abgesehen von dem enviihnten Johannes Torna noch vor : 1431 , II . März Ulrich Meyer von Wassueck ; 1435 , 23 . Juli Jorg IIiitel und 1437 . 2 . August Johannes Geis 1er ( später unter K . Friedrich schreiber ) : unter K . AI brecht 1439 , 15 . April Johann Ulmer , unter K . Friedrich 14ä3 , 7 . April ( Chmel R . Fr . n . 3U3 ( 5 ) der k . Rath und Dr . U . J . Härtung von Cappel ; vor 14 ( 515 , 29 . ner ( Chmel n . 43 ( il ) Urban Reitter ; I4G0 , 21 . April Georg E hinger Lehrer beider Rechte und k . Rath ; 1490 , 23 . November ( Harpprecht a . a . 0 . 1 . n . LXIV und LXY ) Heinrich Martin ; 1491 , 31 . October Johann Gessel ( Harpprecht a . a . O . I . S . 83 , 87 , Chmel n . 8729 ) . 
Aber allmählich erweiterte sich sein Wirkungskreis , und er wann schon unter K . Friedrich beim k . Kammergerichte als Wächter der öffentlichen Ordnung und einer guten Justizpflege eine sehr wichtige Stellung . Es lag ihm überhaupt ob , jedem Unrecht durch rechtzeitige Verfolgung des Strafwürdigen vor Gericht vorzubeugen . Er übte nunmehr die Functionen eines öffentlichen Anklägers Namens des Königs und des Reiches aus . Ähnlich einem Staatsauwalte rer Zeit , vertritt er den König als obersten Gerichtsherrn , wenn er gleich ursprünglich hlos die Aufgabe hatte , das finanzielle esse desselben zu vertreten . Da aber dieser Regrilf sehr dehnbar war und es last gar keinen Gegenstand gab , wo dieses nicht direct und indirect betroffen wurde , so erklärt sich die allmähliche terung seines Wirkungskreises in ganz natürlicher Weise . 
Mit der Verfolgung «1er Verbrecher und Handhabung einer guten Justizpflege hing z . R . das pecuniare Interesse der Achtschätze sammen , es lag ihm nicht blos die Eintreibung der Judenabgaben , sondern auch die Vertretung der Juden selbst als k . Kammerkuechte ob , er hatte für die Aufrechlerhaltung des königlichen Anselms und der vom Könige ertheilten Privilegien und Freiheiten zu sorgen , «lie in der Regel durch einen zur Hälfte in die k . Kammer lliessendeu Strafbetrag im Falle der4Verletzung geschützt waren , kurz es gab nicht leicht einen in das Rereich der gerichtlichen Verfolgung 
gebenden truen geloht \n<l zu den heiligen gesworen hast vugeiierlichen . Vgl . auch Chmel It . Fr . n . 4453 uud Jlarpprerlit a . a . O . I , n . LXIV und LXV .
	        

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