Full text: Die höchste Gerichtsbarkeit des deutschen Königs und Reiches im XV. Jahrhundert

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was nelle , peen oder ander gerechtikait vns als ainem Homischen kunig durch recht oder g e wo n licit d esse 1 hen vns eres hofgerichtes zustecn vnd gepuren sullen , die sol er vns anbringen vnd mit fleysz daran sein , daz die zu vnsern banden inpracht , vns geraichet vnd verraitt werden vnd der warten , daz der obgenant vnser hofrichter vnserm holTgericht dester pass vorgeseyn mag " . Davon sollen ihm jährlich 1000 tl . rh . zufallen , und wenn die Einkünfte des Hofgerichtes für diese Summe nicht zureichen , wolle er sie ihm ergänzen . 
Wenn der Hofrichter durch wichtige Gründe verhindert war , den Vorsitz am Hofgerichte zu führen , so konnte er einen treter bestellen , jedoch nur aus seinen Genossen und nur nach läufiger Anzeige und nach Bewilligung des Königs . So heisst es bei der Bestellung des Grafen von Neunar zum Hofrichter ( Chmel . Heg . Fr . n . 343 ) „ also , daz er nur furbas dasselb vnser hofgericht besiezen , halten , vnd das in seinem abwesem , ob er von ec h äfft er s ach wegen zu Zeiten dabey nicht gegenwärtig sein nioclit , in it sein genossen beseczeii sol und mag als recht ist , doch mit vnserm wissen und willen " . Hei dieser Urkunde ( Heg . . b . K . Kr . 0 . 83 v ) wird auch das Jurament des Hofrichters mitgethcilt : Item des hofrichters Jurament . Als Ew vnser her der Römisch kunig zu seinem hofrichter aufgenomen hat , also werdet lr im geloben vnd sweren , das Ir dasselb hofgericht trewlich jnn habet und verweset , gerecht rieht richtet , ineuiklcich dem armen als , dem reichen vnd darjn nicht ansehet weder freuutschalTt noch veintschafft , lieb noch laid , myet noch gäbe noch dheindley ander sachen , die rechtes geriebt wenden mochten , vngeuerleich , sunder und alles handelt und tut . das in dem bcuelhnussbricfe Ew über dasselb hoflgcricht gegeben begriffen ist auch treulich und au geuerdc . — Ganz übereinstimmend mit dem Eid des Hofrichters nach der const . Mog . v , J . 1235 : Et idem iurabit , quod nichil aeeipiet projuditio , quod nee amore nec odio , nec prece nec precio , nec timore nec gracia , nec alia quacum - que de causa , iudicabit aliter quam iustum seiat vel crcdat secundum conscicnciaiu suam , bona fide fine omni fraude et dolo . 
IL Die Urlheilssprcchcr . Cher diese enthält jene Urkunde a ) 1 . folgende Bestimmung : Der Hofrichter soll bei sich zwölf Bitter haben , die getreulich und fromm sind , und die iusgesammt wissend sein sollen , damit das Hofgericht vollführt werde .
	        
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